Die Polizei hat in der Nacht zum Montag einen Falschfahrer aus dem Verkehr gezogen, der auf der A3 Richtung Süden entgegengesetzt fuhr. Nach jetzigem Kenntnisstand begann die Irrfahrt auf dem Parkplatz Johannispfad zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Raunheim. Sie wurde durch Polizeikräfte erst nahe Idstein beendet. Wie die Polizei meldet, waren erste Notrufe schon am Abend eingegangen mit dem Hinweis, zwischen dem Wiesbadener Kreuz und der Anschlussstelle Raunheim sei ein helles Auto in der falschen Richtung unterwegs. „Eine erste entsandte Funkstreife fuhr dem Fahrzeug entgegen und warnte den rückwärtigen Verkehr unter Zuhilfenahme von Blaulicht. Der Falschfahrer fuhr dann aber unbeeindruckt durch die fahrenden Fahrzeuge hindurch und konnte nicht gestoppt werden. Der Falschfahrer setzte seine Fahrt dann unbeirrt fort, obwohl er das Polizeiauto bemerkt haben muss.“ Mehrfach mit Promille im Blut aufgefallen Erst bei Idstein konnte eine weitere Polizeistreife gemeinsam mit einem Lastwagenfahrer, der sein Fahrzeug quer stellte, den Falschfahrer stoppen. Der wendete allerdings an der Barriere und fuhr nun in der richtigen Richtung weiter. Nach wenigen weiteren Kilometern setzten dann aber drei Streifenwagen seiner Fahrt ein Ende, wie es weiter heißt. Der Mann, ein Rumäne, wurde zur Ader gelassen. Ein Test ergab demnach einen Wert von 2,31 Promille. „Zusätzlich konnte ermittelt werden, dass der Mann in Deutschland gar nicht mehr fahren darf, da er schon vorher mehrere Male wegen Trunkenheit am Steuer auffiel.“ Er habe seinen rumänischen Führerschein abgeben und verliere nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft auch sein Auto. Der Autobahnpolizei Wiesbaden sind nach eigenen Angaben bereits mehrere Geschädigte bekannt, die Polizei sucht aber weitere Zeugen. Insbesondere sucht sie werden Zeugen, die den Beginn der Falschfahrt beobachteten oder dem Fahrzeug ausweichen mussten.
