Die beiden waren unzertrennlich. Irene von Griechenland war die treue Begleiterin von Königin Sofía. Gemeinsam sah man sie in Madrid im Konzertsaal, sie reisten jeden Sommer zusammen nach Mallorca und lebten Tür an Tür im Zarzuela-Palast der spanischen Hauptstadt. Am Donnerstag ist die Schwester von Sofía und Tante des spanischen Königs Felipe VI. im Alter von 83 Jahren gestorben, wie das Königshaus mitteilte. Seit sich der Gesundheitszustand der Prinzessin Irene von Griechenland und Dänemark verschlechtert hatte, sagte Sofía alle Termine ab und blieb an ihrer Seite. Irene starb kinderlos. Die „rebellische Prinzessin“, so der Titel einer Biographie, war nie verheiratet. Nachdem ihre ältere Schwester Juan Carlos geheiratet hatte, war angeblich für sie der heutige König Harald von Norwegen vorgesehen, der sich aber für die Bürgerliche Sonja Haraldsen entschied. Eine ausgebildete Konzertpianistin Irene lebte diskret in der Nähe ihrer Geschwister. Laut der Illustrierten „Hola“ war sie für ihre spanischen Nichten und Neffen eine Art zweite Mutter; sie nannten sie „Tante Pecu“. Wie ihre Schwester Sofía interessierte sie sich für Archäologie und besonders für Musik. Sie machte sogar eine Ausbildung zur Konzertpianistin. Nach dem Sturz der griechischen Monarchie lebte die Prinzessin zusammen mit ihrer Mutter Friederike, einer geborenen Prinzessin von Hannover, bis zu deren Tod in Madras und in London, 1981 zog sie nach Madrid. Irene war Vegetarierin und machte Yoga. Gemäß ihrem Wunsch sollen nach einer Trauerfeier im Kreis der Familie ihre sterblichen Überreste nach Griechenland überführt werden.
