FAZ 14.02.2026
12:46 Uhr

In der Nähe von Bremen: Mitarbeiter in Mittagspause – Einbrecher leeren 14 Bankschließfächer


Über einen Lichtschacht haben sich Unbekannte in der Nähe von Bremen Zutritt zu einer Bank verschafft. Wie viel sie erbeutet haben, ist bislang unklar.

In der Nähe von Bremen: Mitarbeiter in Mittagspause – Einbrecher leeren 14 Bankschließfächer

Beim Einbruch in eine Bank in Stuhr nahe Bremen haben Unbekannte 14 Schließfächer geleert. „Zu den Inhalten können wir nichts sagen, weil wir auch nicht wissen, was die Bankkunden dort platziert haben“, sagte ein Sprecher der Polizei. Bisher gebe es keine Spur von den Einbrechern. Die Bank nimmt nach eigenen Angaben Kontakt mit den Betroffenen auf. Kundinnen und Kunden könnten sich am Wochenende über eine Notfall-Hotline informieren. Die Bankfiliale liegt an einer belebten Straße in der Nähe des Rathauses der Kleinstadt Stuhr. Ob es dort eine Kameraüberwachung im und um das Gebäude gebe, werde nun ermittelt. Blaue Overalls und ein schwarzes Fluchtauto Ende Dezember waren im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen Einbrecher durch ein Bohrloch in den Tresorraum der dortigen Sparkasse gelangt. Sie brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen in Millionenhöhe. Die Einbrecher in Stuhr brachen laut Polizei am Freitag in der Mittagspause der Bank über einen Lichtschacht in den Keller ein. Sie steuerten zielgerichtet den Raum mit den Schließfächern von Privatkunden an und öffneten gewaltsam die Tür, wie die Polizei weiter mitteilte. Dort brachen sie 14 Schließfächer auf und verschwanden mit der Beute. Laut Zeugen könnte es sich um drei Täter handeln, sagte der Polizeisprecher. Sie sollen blaue Overalls getragen und vermutlich mit einem schwarzen Auto geflüchtet sein. Die Polizei ermittelt, ob die Einbrecher gestört wurden. Möglicherweise sei ihnen nicht genug Zeit für weitere Schließfächer geblieben, weil die Bankmitarbeiter wieder aus ihrer Pause zurückgekehrt seien. Eine Mitarbeiterin sei nach ihrer Pause in den Keller gegangen, habe einen beißenden Geruch und geöffnete Türen bemerkt. Ihr sei sofort unwohl gewesen. Die Feuerwehr führte Messungen durch, stellte nach eigenen Angaben aber keine Gefahr für die Gesundheit fest. Warum die Einbrecher den unbekannten Stoff versprühten, ist laut Polizei noch unklar.