FAZ 18.02.2026
08:07 Uhr

In Mönchengladbach: Frau gerät bei Karnevalsumzug unter Bus


Beim Karnevalsumzug in Mönchengladbach ist eine 23 Jahre alte Ordnerin schwer verletzt worden. Ihr Zustand ist kritisch.

In Mönchengladbach: Frau gerät bei Karnevalsumzug unter Bus

Nach dem schweren Unfall bei einem Karnevalsumzug in Mönchengladbach ist der Gesundheitszustand der schwerstverletzten Ordnerin weiterhin kritisch. Das teilte die Polizei Mönchengladbach am Morgen auf Nachfrage mit. „Die Frau schwebt immer noch in Lebensgefahr. Wir sind froh, dass sie die Nacht überstanden hat“, sagte eine Sprecherin. Die 23-jährige Ordnerin war am Dienstagnachmittag unter einen Linienbus geraten und anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauern laut Polizei an. Der Bus war Teil des Karnevalsumzugs gewesen, der in Mönchengladbach traditionell am Veilchendienstag stattfindet. Der Karnevalszug wurde nach Polizeiangaben zunächst gestoppt und schließlich in Absprache mit dem Veranstalter auf kürzestem Weg beendet. Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag stattfinden, feiert Mönchengladbach traditionell einen Tag später. Der Veilchendienstag ist in der Stadt der Höhepunkt der Karnevalstage. Bei dem Umzug säumen nach Veranstalterangaben regelmäßig Hunderttausende Zuschauer die Wegstrecke. Im Zug selbst sind etwa 4000 Mitwirkende. Immer wieder schwere Unfälle Am Sonntag war in Niederkassel südlich von Köln ein 51-Jähriger bei einem Karnevalsumzug von einem Wagen gestürzt und schwer im Gesicht verletzt worden. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch zwei weitere Männer im Alter von 20 und 46 Jahren waren von dem Wagen gefallen. Sie wurden leicht verletzt. Am Umzugswagen soll ein Brett gebrochen sein. Im hessischen Mühlheim am Main war nach dem Rosenmontagsumzug ein 51-Jähriger von einem Umzugswagen gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Auch in früheren Jahren gab es mehrere schwere Unfälle, die teils sogar tödlich endeten. Ein 38-Jähriger stürzte 2024 bei Hönningen (Rheinland-Pfalz) auf der Fahrt zu einem Umzug so unglücklich in einen Motivwagen, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. In St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) geriet im selben Jahr ein 20-Jähriger unter einen Karnevalswagen und wurde tödlich verletzt. In Halle (Sachsen-Anhalt) wurde 2023 eine 21-Jährige von einem Mottowagen erfasst und starb später im Krankenhaus.