FAZ 19.02.2026
17:22 Uhr

Immobilienskandal in Berlin: Journalisten-Spekulanten zahlen 3,145 Millionen Euro zurück


Immobilienskandal in Berlin: Journalisten, die als Hauseigentümer 1,7 Millionen Euro als Förderung für sozialen Wohnungsbau erhielten, aber teuer untervermieteten, zahlen das Geld plus Zinsen zurück.

Immobilienskandal in Berlin: Journalisten-Spekulanten zahlen 3,145 Millionen Euro zurück

Es war eine Skandalgeschichte, die der „Spiegel“ im Januar 2023 publik machte, ein „Immobilienkrimi“ in Berlin: Eine Eigentümergruppe – ehemalige Journalisten von „Zeit“, „Süddeutscher Zeitung“, „Spiegel“, „Berliner Zeitung“ und „taz“ – bekam in den Neunzigerjahren für die Sanierung ihres Hauses Fördergeld in Millionenhöhe, um sozialen Wohnraum zu schaffen. In Wahrheit vermieten die Journa­listen die Wohnungen teuer unter. Das fiel dem Land Berlin erst viele Jahre später auf, und es erhob Klage vor dem Verwaltungsgericht auf Rückzahlung der Mittel. Die bekommt Berlin, wie „Spiegel Online“ berichtet, nun durch ei­nen Vergleich mit Zinsen zurück. 3,145 Millionen Euro hätten die Journalisten, die in ihren eigenen Texten „regelmäßig Steuertrickserei, Subventionsmissbrauch und Wohnungsspekulation“ angeprangert hätten, zu zahlen. Das sei die Fördersumme von 1,78 Millionen plus Zinsen von rund 1,35 Millionen Euro. Die „mit „Spannung erwartete“ mündliche Verhandlung vor Gericht an diesem Freitag entfalle. Die Senatsverwaltung werte den Vergleich als „Erfolg für das Land Berlin“. Den Vergleich, so „Spiegel Online“, werte die Senatsverwaltung auch als Signal, dass Berlin „Verstöße gegen Förderbestimmungen nicht toleriert und die Rückforderung öffentlicher Mittel konsequent durchsetzt“.