Eine Miete von mehr als 50 Euro je Quadratmeter würde wohl kaum ein Vermieter ausschlagen. Aber für solche Spitzenpreise muss das Angebot stimmen: die beste Lage in der belebten Großstadt, moderne Ausstattung, ein energieeffizientes Gebäude mit Nachhaltigkeitsvorteilen – und Büros sollten es sein. Hier suchen Konzerne, Kanzleien und Beratungsgesellschaften ein großzügiges Arbeitsumfeld, damit Fachkräfte erstens überhaupt zu ihnen und zweitens in die Büros kommen. Dadurch steigen die Spitzenmieten für Büros in der Innenstadt. Doch auch die Leerstandsraten der Büroflächen legen generell zu. Für Bürotürme selbst im hochwertigen Zustand lassen sich schwer Mieter finden, wenn diese abseits des urbanen Zentrums liegen. Der Wandel vollzieht sich durch lang laufende Mietverträge jedoch stoßweise, die in der Regel durch Indexmieten sich beständig erhöhen. Zu hören ist in der Branche, dass Vermieter sich aber auf gewisse Preisnachlässe einlassen: In manchem Fall nehmen sie aber lieber Flächen aus dem Mietvertrag heraus, statt die Miete zu senken, wodurch sich die Bewertung der Immobilie länger halten lässt. Dadurch dürften sich Belastungen für Eigentümer und Finanzierer von älteren Bürobauten ergeben, die weiter entfernt vom Zentrum der Großstädte stehen und deswegen nur geringes Mieterinteresse nach sich ziehen. Auf andere Nutzungsarten läuft das hinaus. Aber ein Umbau in Wohnungen ist oft teuer. So groß der Bedarf an Wohnraum auch ist, leere Büros dürften das nicht entscheidend lindern.
