FAZ 04.01.2026
13:34 Uhr

Herzblatt-Geschichten: Klarheit in Sachen Liebe


Wird Jörg Pilawa heiraten? Was ist das Ehegeheimnis von Karin Prien? Und warum backt André Rieu gerne? Die Herzblatt-Geschichten.

Herzblatt-Geschichten: Klarheit in Sachen Liebe

Wie immer zu Beginn eines neuen Jahres geht uns einiges im Kopf herum. Was war? Was wird werden? Wer kommt zusammen? Wer wird sich trennen? Dank „Gala“ wissen wir, welche großen Lieben 2025 erkaltet sind. 18 prominente Paare haben sich im vergangenen Jahr getrennt. Hoffnung macht uns andererseits, dass auf dem Habenkonto in der Promiwelt 24 neue Eheschließungen im Jahr 2025 stehen, darunter die Jahrhunderthochzeit von Jeff Bezos für geschätzte 45 Millionen Dollar. Wir sind also gespannt, wer sich in diesem Jahr das Jawort geben wird. „Das Neue Blatt“ geht davon aus, dass es bei Jörg Pilawa und Julia Klöckner, dem prickelnden Cocktail aus Politik und Showbiz, 2026 zu einer Blitzhochzeit kommen wird. Das macht uns ein wenig Angst, kennen wir doch nur Blitzeis und Blitzkrieg, beides Ereignisse mit schwerwiegenden Folgen. Das Magazin versucht, seine These mit der Kraft der Sterne zu untermauern. Pilawa, Sternzeichen Jungfrau, wird in diesem Jahr „Klarheit in Sachen Liebe“ prophezeit. Allerdings müssen wir ebenfalls in „Das Neue Blatt“ lesen, dass es im Jahreshoroskop 2026 bei Julia Klöckner ganz anders aussieht. Unter der Rubrik „Liebe“ heißt es bei Schütze: „Mitte Januar knüpfen Sie Kontakte, ab März wird es spontan und abenteuerlustig. Ende April locken Flirts und Leichtigkeit.“ Das klingt nicht nach ernsten Absichten. Nicht auszuschließen daher, dass Klöckner und Pilawa Ende des Jahres bei „Gala“ wegen Blitztrennung in die Rubrik „Aus und Vorbei“ abrutschen. Dieter Bohlen hat Ja gesagt. Das dürfte CDU-Politikerin Karin Prien nicht passieren. Die Bundesfamilienministerin ist laut „Bunte“ seit knapp 30 Jahren verheiratet. Sie lernte ihren Mann bei einer Fortbildung zum Insolvenzrecht kennen. Bei uns läuft sofort ein innerer Film ab: Blickten sich die beiden tief in die Augen, während es um den unpfändbaren Grundbetrag in der Privatinsolvenz ging? Oder plauderten sie abends bei einem Glas Wein angeregt über Paragraph 18 – drohende Zahlungsunfähigkeit? In „Bild“ entdeckten wir die Nachricht, dass Dieter Bohlen an Silvester überraschend seine Partnerin Carina Walz geheiratet hat, mit der er seit 2006 liiert ist und zwei Kinder hat. „Ich sagte immer zu Carina: Wenn wir zwanzig Jahre zusammen sind, heirate ich dich“, erzählte der Pop­titan „Bild“ am Telefon. „Vor fünf Wochen hat sie mich daran erinnert. Wir haben uns am 5. August 2006 kennengelernt. Jetzt ist 2026. Also war klar: Ich halte mein Versprechen.“ Hoffen wir mal, dass Bohlen dabei kein Risiko eingeht, denn streng genommen läuft die Probezeit noch sieben Monate und fünf Tage. Oft sind es die einfachen Dinge, die Paare zusammenschweißen. Die University of British Columbia fand laut „Das Neue Blatt“ heraus, dass gemeinsame Hausarbeit glücklich macht. Das ist womöglich der Grund, warum An­dré Rieu, wie wir in „Echo der Frau“ erfahren, in seinem Schloss in Maastricht am liebsten in der Küche steht und Croquembouche backt, ein Pyramidenkuchen aus vielen kleinen Windbeuteln, den er dann mit seiner Frau zusammen genießt. Vielleicht inspiriert Sie das auch für Ihre guten Vorsätze 2026, liebe Leser. Gemeinsames Croqembouche-Backen zum Beispiel. Allerdings müssen Sie, bevor Sie das Ihrer besseren Hälft vorschlagen, erst die richtige Aussprache üben. Dank KI wissen wir, wie es klingt: „ungefähr wie Kro-k(o)-m-búsch, mit Betonung auf der letzten Silbe (ähnlich ,busch‘, aber mit langem ,u‘ und weichem ,sch‘) und einem leichten ,o‘-Klang dazwischen.“ Äh, na ja, vielleicht reicht ja auch gemeinsames Spülmaschine-Ausräumen. Bloß nicht den guten Vorsatz: Keller aufräumen! Allerdings warnt uns Roland Hag, Chefredakteur der „Aktuellen“, bei guten Vorsätzen für 2026 vorsichtig zu sein. „Was bringt es also, wenn ich etwa meiner Frau sage, dass ich mir vorgenommen habe, den Keller und die Garage Schritt für Schritt zu entrümpeln?“, fragt er in der Rubrik „Gedanken zum Wochenende“. Die Folge könnte nämlich sein, dass seine Frau ihm übers Jahr ständig vor die Nase hielte: „Hast du nicht gesagt, du wolltest . . .?“ Hags Tipp: „Dann sage ich lieber nichts und überrasche sie öfters mal neu.“ Unser Vorschlag für den Valentinstag wäre daher statt Blumen die romantische Ankündigung: „Schatz, heute sauge ich das Auto aus!“ Reflektierter erscheinen uns da die Ratschläge von Schauspieler Francis Fulton-Smith, der in „Bunte“ philosophiert: „Leben ist wie Urlaub von der Ewigkeit. Wollen wir unsere Träume manifestieren oder das Leben verwalten? Jeder ist sein eigener Autor und Hauptdarsteller. Wenn dir das Buch deines Lebens nicht gefällt, schreibe es doch um!“ Das erste Kapitel haben wir schon: „Mein Leben soll fortan jeden Tag mit einem Kaffee beginnen, der mir ans Bett gebracht wird. Dazu frische Brötchen. Nach der Arbeit steht ein Kro-k(o)-m-búsch auf dem Tisch. Die Spülmaschine räumen künftig die Kinder aus, und mein Mann entrümpelt den Keller.“ Ich bin mir sicher: In meiner Familie wird das ein Bestseller.