FAZ 30.09.2026
13:54 Uhr

Haushalt Maintal: Fraktionen einigen sich auf Etat


Besser spät als nie: Die Maintaler Stadtverordneten haben im September den Etat für das laufende Jahr beschlossen. Zuvor hatten sich die Fraktionen auf ein Antragspaket geeinigt.

Haushalt Maintal: Fraktionen einigen sich auf Etat

Maintal hat einen Haushalt für 2026: Die Stadtverordneten haben sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig auf einen Etat geeinigt und ein von sechs Fraktionen vorgelegtes Antragspaket beschlossen. Einer der zentralen Punkte: Die Grundsteuer B wird auf 1000 Punkte steigen, also deutlich weniger als der vom Magistrat vorgeschlagene Hebesatz von 1450 Punkten. Durch die Änderungen am Vorschlag des Magistrats soll das Defizit von 14,6 auf 13,5 Millionen Euro sinken. Der jetzt beschlossene Haushalt ist das Ergebnis von Beratungen der Fraktionen von CDU, SPD, Grünen, der Wählergemeinschaft BfB, der Fraktionsgemeinschaft von Wahlalternative Maintal und FDP sowie der Linken. Unter anderem soll jede Neubesetzung von Stellen in der Stadtverwaltung überprüft werden, ausgenommen sind davon Einstellungen für die Kindertagesstätten. Außerdem sollen Investitionen in die Infrastruktur gestrichen oder verschoben werden. Bürgermeisterin weist Vorwürfe zurück So soll zum Beispiel die neue Feuerwache im Stadtteil Dörnigheim später als geplant errichtet werden. Neben der Grundsteuer wird in Maintal auch die Gewerbesteuer erhöht werden, und zwar in zwei Schritten auf einen Hebesatz von 445 Punkten. Steigen wird auch, darauf verwies für die Grünen Friedhelm Duch, die Abwassergebühr. Die CDU verwies in dieser Frage allerdings darauf, dass sich dies letztlich durch steigende Zinsen begründe. Die parteilose Bürgermeisterin Monika Böttcher wies den unter anderem vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Götz Winter erhobenen Vorwurf zurück, die Verwaltung wolle „reflexartig“ Steuern erhöhen, sehr wohl habe der Magistrat pauschale Einsparungen vorgeschlagen. Die Verschiebung des Baus einer neuen Kindertagesstätte im Stadtteil Bischofsheim laufe dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zuwider. In einer gemeinsamen Mitteilung der sechs Fraktionen würdigen die Fraktionsvorsitzenden und der Stadtverordnetenvorsteher Martin Fischer (CDU), der die Verhandlungen moderiert hatte, die Einigung auf einen Etat. Man habe einen genehmigungsfähigen Haushalt erreicht, der „nicht allein durch Steuererhöhungen gesichert“ werde, wird Fischer zitiert. Für die CDU legt Winter in der Mitteilung einen Schwerpunkt auf ein Gegensteuern beim Personalaufwand, da künftig jede Wiederbesetzung einer Stelle vom Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung freigegeben werden müsse. Zwar mute man mit höherer Grund- und Gewerbesteuer den Bürgern höhere Belastungen zu, heißt es vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Manuel Brandt, immerhin falle die geringer als geplant aus, ergänzt der Vorsitzende der Fraktion der Grünen, Dirk Kirchmann, laut Mitteilung.