FAZ 14.01.2026
20:30 Uhr

Halbfinals im Afrika-Cup: Senegal und Marokko stehen im Endspiel


Der Senegal und Gastgeber Marokko haben das Finale des Afrika-Cups erreicht. Ägypten investierte zu wenig und schied ebenso aus wie Nigeria. Für eine Entscheidung im Halbfinale sorgte ein früherer Bayern-Profi.

Halbfinals im Afrika-Cup: Senegal und Marokko stehen im Endspiel

Angefeuert von seinem lautstarken Heimpublikum hat Marokko, der WM-Vierte von 2022, im zweiten Afrika-Cup-Halbfinale des Tages die Nerven behalten und das Elfmeterschießen gegen Nigeria mit 4:2 gewonnen. Zum Held in der Hauptstadt Rabat wurde Torhüter Bono, der zwei Elfmeter parierte. Sowohl nach 90 als auch nach 120 Minuten war es in einem umkämpften Duell torlos geblieben. Die beste Möglichkeit vergab Marokkos Nayef Aguerd per Kopfball an den Außenpfosten (93.). Marokko steht damit zum ersten Mal seit 2004 wieder im Afrika-Cup-Endspiel und kämpft am Sonntagabend um den ersten Titel seit 50 Jahren. Senegal besieht Ägypten Dank Sadio Mané steht auch der Senegal im Finale. Der frühere Stürmer des FC Bayern München erzielte beim 1:0 (0:0) im Duell mit Rekordsieger Ägypten den einzigen Treffer (78. Minute) im marokkanischen Tanger. Mit Mohamed Salah und Omar Marmoush bei Ägypten sowie den beiden Senegalesen Nicolas Jackson vom FC Bayern und Mané verfügen beide Teams über herausragende Offensivkünstler. Gefährliche Aktionen ließen aber lange auf sich warten. Senegal, Gewinner von 2022, hatte mehr vom Spiel, agierte aber kaum zwingend. Ägypten konzentrierte sich vorwiegend auf die Defensivarbeit. Es brauchte daher Manés Geniestreich aus der Distanz, der die Entscheidung brachte. Auch in der Schlussphase machte Ägypten zu wenig. Erst in der 84. Minute kam der siebenmalige Champion durch Mostafa Mohamed zum ersten Abschluss. Dieser war jedoch ungefährlich. In der Nachspielzeit vergab auch der ehemalige Frankfurter Marmoush.