FAZ 13.02.2026
21:22 Uhr

„HEated Rivalry“ in Mailand: Verlobte Eishockey-Spielerinnen kämpfen um Medaillen


Die Eishockeyspielerinnen Anna Kjellbin und Ronja Savolainen sind ein Paar. Bei den Olympischen Spielen könnte es zu einem Duell ihrer Nationalmannschaften kommen.

„HEated Rivalry“ in Mailand: Verlobte Eishockey-Spielerinnen kämpfen um Medaillen

Die Serie „Heated Rivalry“ ist derzeit in aller Munde. Darin geht es um die geheime Beziehung zwischen zwei fiktiven Eishockeystars, dem Kanadier Shane Hollander und dem Russen Ilya Rozanov. Auf dem Eis kämpfen sie um dem Puck, während sie Abseits eine Affäre haben. Die beiden Hauptdarsteller der Serie, Connor Storrie und Hudson Williams, durften als Fackelläufer sogar das Olympische Feuer tragen. Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d`Ampezzo bahnt sich nun eine ähnliche Konstellation beim Frauen-Eishockey an. Die Liebe zwischen Anna Kjellbin und Ronja Savolainen ist zwar kein Geheimnis, aber es könnte schon bald zu einem Duell zwischen den zwei verlobten Spielerinnen kommen. „Auf dem Eis ist sie meine Gegnerin“, sagt Savolainen, als sie zu dem Thema befragt wird. Wenn der Puck über das Eis rutscht, muss ihre Liebe zur Schwedin pausieren: „Es ist mir egal, wer vor mir steht, wenn sie es ist, werde ich sie checken“, ergänzt Savolainen. Die Frauenteams von Schweden und Finnland könnten frühestens im Halbfinale aufeinandertreffen, aber auch ein Duell im Spiel um Gold oder Bronze ist möglich. Nach einem 2:0-Sieg gegen Tschechien im Viertelfinale sind Kjellbin und die Schwedinnen bereits unter den besten vier. Bei unterschiedlichen Profiteams unter Vertrag Die Situation bei den Olympischen Spielen sind für Kjellbin und Savolainen nicht ganz neu. Beide spielen in der nordamerikanischen Profiliga PWHL, die es seit 2023 gibt, in verschiedenen Teams: Kjellbin ist bei Toronto Scepters unter Vertrag, Savolainen spielt für Ottawa Charge. Kennengelernt haben sich Kjellbin und Savolainen bereits Jahre zuvor, als beide noch in der schwedischen Liga spielten – ebenfalls für unterschiedliche Teams. Auch auf internationaler Bühne standen sich die beiden schon gegenüber. Für die 31 Jahre alte Schwedin sind es allerdings die ersten Olympischen Spiele, Savolainen konnte dagegen 2018 und 2022 mit Finnland bereits die Bronzemedaille gewinnen. In der nordamerikanischen Profiliga sind Kjellbin und Savolainen nicht die ersten Spielerinnen, die sich geoutet haben. Insgesamt sollen rund 30 queere Spielerinnen dort aktiv sein.