FAZ 01.02.2026
13:21 Uhr

Geht doch: Diese Pflege braucht ein Holzschneidebrett


Schneidebretter müssen viel aushalten in der Küche und brauchen, wenn sie aus Holz sind, ein bisschen Fürsorge. Die Spülmaschine ist tabu.

Geht doch: Diese Pflege braucht ein Holzschneidebrett

Holz oder Kunststoff? Die Frage, welches Material in der Küche besser geeignet ist zum Schneiden von Zutaten, ist nicht eindeutig zu beantworten. Beides hat Vor- und Nachteile. Kunststoffbretter lassen sich bei hohen Temperaturen in der Spülmaschine reinigen, wodurch sie vor allem beim Schneiden von rohem Fleisch und Fisch klar im Vorteil sind. Auf Kunststoff allerdings stumpfen die Messer mit der Zeit schneller ab. Und vor Rillen, in denen sich Keime sammeln können, sind auch diese Bretter nicht gefeit. Mit Holz dagegen schont der Koch seine Messer, die Klingen bleiben länger scharf. Heimische Hölzer sind nachhaltig und halten bei richtiger Pflege ewig. Zudem sieht Holz in der Küche besser aus. Ein kleines Vermögen kann man für Qualitätsbretter ausgeben. Beliebt sind europäische Eiche und Nussbaum, weil sie hart und feinporig sind. Das kommt der Hygiene zugute, berichtet das Portal Verbraucherfenster der hessischen Landesregierung. Die heimische Eiche etwa bringe einen hohen Anteil an Gerbsäure mit und sorge so für einen erhöhten Schutz vor Keimen, die sich gern im Holz einnisteten, heißt es. Grundsätzlich empfiehlt es sich, in der Küche separate Bretter zu verwenden: Kunststoff für Fleisch und rohe, färbende Lebensmittel, Holz dagegen für Obst, Gemüse und Brot. Wer lange Freude an seinem Holzschneidebrett haben möchte, darf die Pflege nicht vergessen. Das auf Küchenbretter spezialisierte Unternehmen Spessartbrett empfiehlt bei trockenen Schneidearbeiten im Anschluss das Abwischen mit einem feuchten Tuch. Geht es beim Schneiden von Obst oder Gemüse etwas saftiger zu, sollte man das Brett laut Empfehlung von beiden Seiten mit heißem Wasser abspülen, gleichmäßig trocknen und so aufstellen, dass die Luft von beiden Seiten zirkulieren kann. Hartnäckige Gerüche und Keime lassen sich mit Natron vertreiben: Das Brett einreiben, kurz einwirken lassen und dann abspülen. Als Alternative wird von Küchenexperten auch empfohlen: Salz auf das Brett streuen, Zitronensaft darüber träufeln, kurz einwirken lassen und dann abspülen. Scharfe Spülmittel sind tabu. In jedem Fall muss Holz vor dem Austrocknen geschützt werden, sonst wird es spröde. Etwa einmal im Monat sollte man das Brett mit Öl getränktem Küchenpapier – geeignet sind Leinöl, Olivenöl und Kokosnussöl – einreiben und einige Stunden einwirken lassen. Das überschüssige Öl wird im Anschluss abgewischt. Bei Bedarf kann man Kerben, Rillen und andere Macken vorher mit feinem Sandpapier abschleifen. Mit Feingefühl kann hier nicht viel passieren.