Autofahren im November ist kein Vergnügen. Die Straßen sind in der Regel so voll wie in keinem anderen Monat des Jahres, weil nur wenige Autofahrer im Urlaub sind. Und schon früh am Abend muss man das Licht einschalten, weil die Tage kürzer werden. Wenn dann noch, kaum ist man eingestiegen und losgefahren, die Scheiben von innen beschlagen, macht das Fahren noch weniger Spaß. Im Winter kommt das öfter vor. Das hat mit den niedrigeren Temperaturen im Fahrzeuginnern zu tun. Kalte Luft kann Feuchtigkeit nicht so gut speichern wie warme. Dann kondensiert die Feuchtigkeit – verursacht durch den Atem oder durch nasse Kleidung – zu feinen Tröpfchen an den Scheiben. Wer selten fährt, womöglich noch ein älteres Modell, und mit Thermik und Technik seines Autos nicht vertraut ist, dreht dann gerne an den falschen Knöpfen und wundert sich, dass nichts passiert. In der Not greift er dann zum Lappen, um damit die Scheiben von innen frei zu wischen, gerne auch während der Fahrt. Doch Geduld! Es geht auch anders. Nur zwei Regeln muss der Autofahrer beherzigen: die Lüftung auf die höchste und die Heizung auf die wärmste Stufe drehen. Mit dieser Kombination haben Autofahrer schnell wieder klare Sicht. Das Ratgeberportal verbraucherfenster.hessen.de empfiehlt, die Lüftungsdüsen direkt auf die beschlagene Windschutzscheibe zu richten und alle anderen Lüftungsschlitze geschlossen zu halten. Beim Verringern der Luftfeuchtigkeit hilft zudem die Klimaanlage. Moderne Fahrzeuge haben meistens einen Knopf für alles, das heißt maximale Lüftung, Beheizung plus Klimaanlage, gekennzeichnet durch ein Frontscheibensymbol. Beim Lüften gilt es zu unterscheiden zwischen Umluft und Frischluft. In feuchten Fahrzeuginnenräumen nützt Umluft für eine klare Sicht nur wenig, weil sie die bestehende Luft nur umwälzt. Ist es dagegen kalt und trocken, kann die Umluftfunktion dafür sorgen, dass die warme Luft schneller zu den beschlagenen Scheiben kommt und den Beschlag früher beseitigt. Das Fenster herunterzulassen hat nur Sinn, wenn die Luft draußen trockener ist als im Fahrzeug. Bei Regen und Nebel bringt es wenig. Laut ADAC ist es hilfreich, die Innenscheiben regelmäßig, am besten mit Glasreiniger, zu putzen. Dann habe man weniger Ärger mit angelaufenen Autofenstern. Zudem kann jeder dafür sorgen, dass weniger Luftfeuchtigkeit im Auto ist. Indem er Zeitungen ins Auto legt, eine Rolle Küchenpapier oder auch eine Socke, gefüllt mit Katzenstreu – und diese regelmäßig wechselt.
