FAZ 23.02.2026
18:41 Uhr

Geht doch!: So schneiden Sie Gemüse richtig


Das Runde muss ins Eckige: Das gilt nicht nur für den Fußball. Wer gleichförmiges Gemüse und weniger Unfälle in der Küche will, braucht Standfestigkeit für Zwiebel, Möhre und Kartoffel.

Geht doch!: So schneiden Sie Gemüse richtig

Glaubt man den Internetclips, heiligt in der Küche allein der Zweck die Mittel. Nur eins scheinen ganz viele Leute nicht zu wissen: wie man schnippelt. Genauer: wie man Gemüse so in Form bekommt, dass es gleichmäßig aussieht, gleichmäßig gart – und ohne abgeschnittene Fingerkuppen im Salat serviert wird. Dabei muss man nur eine Formel wissen, die aus dem Fußball kommt: Das Runde muss ins Eckige. Statt herumkullernde Champignons, Kartoffeln oder Zwiebeln in groben Stücken zu lynchen, braucht man ein gutes Brett und ein scharfes, großes Messer. Das Gemüsemesser, das kleine, dient nur zum Putzen und Vorbereiten des Schnittguts. Die Führungshand hält krallenförmig, mit zurückgezogenen Kuppen das Gemüse, die Messerhand hebt die Spitze nicht vom Brett. Dann verleiht man Karotte, Zucchini, Kartoffel erst einmal Standfestigkeit. Nur wenn sie nicht herumrollen, kann man sie sicher packen und einer ebenmäßigen geometrischen Form zuführen. Die Zwiebel wird also halbiert oder, wenn sie in Ringe geschnitten werden soll, längs mit einer ganz zarten Standfläche versehen. Karotten befreit man längs mindestens von einer dünnen Scheibe, um sicher Ringe schneiden zu können. Um schmale Streifen oder Würfel zu schneiden, halbiert oder drittelt man Gemüse wie Karotte oder Zucchini quer, um sie dann wie kleine Klötzchen aufzustellen. Die dünnen oder dicken Scheiben, die nun längs abgeschnitten werden, kann man wieder stapeln und zu Julienne, Stäbchen oder ein weiteres Mal zu großen und kleinen Würfeln verarbeiten – fertig.