Es kann nicht sein, was nicht sein darf im Reiche des Donald Trump. Steigende Preise zum Beispiel. Dass er Inflation zwar igitt findet, aber alles, was nicht aus den USA kommt, mit Zöllen überzieht und dadurch das Leben seiner Landsleute auf Umwegen verteuert, lässt Amerikas Machthaber als Milchmädchenrechner erscheinen. Nun muss er als WM-Gastgeber zusehen, wie die Ticketpreise quasi durch alle 58 Decken seines New Yorker Trump Buildings schießen. Wer die dynamische Preisbildung des Fußball-Weltverbandes FIFA halbwegs durchschaut, wird für die meisten Spiele der WM 2026 eine irrwitzige Inflation auf dem Zweitmarkt erkennen. Die Teuerung für Portugal gegen Kolumbien fällt besonders heftig aus: 514 Prozent in drei Tagen auf 1900 Euro. Wir malen uns zwei Gründe für die extreme Nachfrage aus. Zum Einen wollen sich Kolumbianer um jeden Preis in Sicherheit bringen, bevor ihnen daheim US-Drohnen auf den Kopf fallen. Zum anderen liegt es an Cristiano Ronaldo. Seit der Portugiese im Weißen Haus begrüßt wurde, mögen sich MAGA-Maniacs denken: Wenn dieser Balltreter ein Buddy unseres geliebten Anführers ist, will ich ihn kennenlernen. Womit gezeigt wäre: Irgendwie steckt Trump hinter jeder Preisexplosion.
