FAZ 17.08.2026
07:59 Uhr

Fußball-Transferticker: Wechsel fast fix: Flick hofft auf Weltmeister-Kapitän


Wie wichtigsten Transfer-News im Fußball ▷ Transfermarkt, Vereinswechsel und Vertragsverlängerungen in der Bundesliga und international im Überblick bei der F.A.Z.

Fußball-Transferticker: Wechsel fast fix: Flick hofft auf Weltmeister-Kapitän

Nur ein Jahr nach seinem Transfer vom VfL Wolfsburg wird der deutsche Junioren-Weltmeister David Odogu den italienischen Spitzenklub AC Mailand schon wieder verlassen. Der 20 Jahre alte Abwehrspieler wechselt nach übereinstimmenden Medienberichten für ein Jahr auf Leihbasis zum französischen Erstligaverein FC Toulouse. Beide Klubs gehören mehrheitlich dem amerikanischen Investmentfonds Red Bird Capital Partners.Odogu war im vergangenen August am letzten Tag der Wechselfrist überraschend für rund sieben Millionen Euro von Wolfsburg nach Mailand gewechselt. Für den neunmaligen Europapokalsieger kam der U17-Weltmeister von 2023 aber nur zu drei Kurzeinsätzen in der italienischen Liga und im Pokal. (dpa) 

Trainer Hansi Flick darf sich beim FC Barcelona auf Spaniens Weltmeisterkapitän Rodri freuen. Wie unter anderem „The Athletic“ berichtet, haben sich der katalanische Traditionsklub und Premier-League-Verein Manchester City grundsätzlich auf einen Transfer des Mittelfeldspielers in Höhe von 76,5 Millionen Euro Ablöse geeinigt. Als Basissumme sollen die Engländer nach einer Erhöhung des Angebots aus Barcelona nun 60 Millionen Euro für den 30-Jährigen erhalten, der Rest seien Bonuszahlungen. Rodris Vertrag in Manchester ist nur noch eine Saison gültig. In Barcelona soll der Kapitän von Spaniens Weltmeisterteam angeblich für vier Jahre unterschreiben. Offizielle Mitteilungen lagen zu der Personalie zunächst nicht vor. Flick kann Rodri, der 2019 von Atlético Madrid nach Manchester gewechselt war, gut gebrauchen. Der ehemalige Coach des FC Bayern und der deutschen Nationalmannschaft muss auf unbestimmte Zeit auf Mittelfeldspieler Frenkie de Jong verzichten. Der 29 Jahre alte Niederländer hatte sich bei der WM einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen, wie erst nach dem Turnier bekanntgegeben wurde. (dpa)

Fast drei Jahre nach ihrem Abschied als Bundestrainerin der Nationalmannschaft der Frauen übernimmt Martina Voss-Tecklenburg eine neue Aufgabe. Die 58-Jährige wird Trainerin des Frauenteams vom FC Zürich und unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag, wie der Klub aus der Schweiz bestätigte. Zwischen 2012 und 2018 arbeitete sie bereits als Nationaltrainerin der Schweiz. Aufgrund noch laufender Verpflichtungen wird Voss-Tecklenburg ihre Tätigkeit zum 1. Oktober antreten, hieß es weiter.„Ich habe einfach wieder Lust“, sagte die gebürtige Duisburgerin, deren Vertragsauflösung im November 2023 vom DFB verkündet worden war. „Ich habe gesagt, ich mache nur noch was, wo ich Lust drauf habe, wo ich das Gefühl habe, es passt zu mir. Dass ich eine Verbindung in die Schweiz habe, ist ja kein Geheimnis.“ (dpa)https://www.instagram.com/p/DcGsaMSiLHV/?hl=de

Bundesligaaufsteiger SC Paderborn bastelt weiter am Kader für die Mission Klassenerhalt. Wie der Klub am Sonntag bekanntgab, kommt der deutsche U20-Nationalspieler Laurin Ulrich auf Leihbasis vom Ligakonkurrenten VfB Stuttgart.„Laurin ist ein technisch enorm versierter Spieler, der über eine sehr hohe Spielintelligenz verfügt. Er hat trotz seiner jungen Jahre bereits reichlich Erfahrung in der 2. Bundesliga und in der 3. Liga gesammelt“, sagte Sebastian Lange, Geschäftsführer Sport in Paderborn: „Wir sind davon überzeugt, dass Laurin bei uns den nächsten Schritt machen wird und dass er auf und neben dem Platz hervorragend zu unserem SCP07 passt.“Paderborn reagierte damit auf den Abgang von Mittelfeldspieler Mika Baur. Der Leistungsträger, der in der vergangenen Saison 33 von 34 Zweitligaspielen absolviert hatte, war am Donnerstag zum schottischen Meister Celtic Glasgow gewechselt. (sid)

Bundesliga-Neuling SV Elversberg rüstet weiter auf und hat Torjäger Noel Futkeu von Eintracht Frankfurt geholt. Wie beide Klubs am Samstag bekannt gaben, wurde eine einjährige Leihe des Zweitliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison ausgehandelt. Anschließend kann Elversberg den 23-Jährigen aufgrund einer Kaufoption fest verpflichten.„Nach den vergangenen beiden Jahren in Fürth ist der Wechsel in die Bundesliga für mich der nächste Schritt, den ich unbedingt gehen wollte“, sagte Futkeu, der bereits in den vergangenen Spielzeiten von der Eintracht ausgeliehen wurde. In der vergangenen Saison erzielte er für Fürth 19 Tore.„Durch die Verpflichtung von Noel ist es uns gelungen, einen Angreifer mit nachgewiesenem Torinstinkt zu verpflichten, der in den vergangenen Jahren in jeder Liga seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte“, lobte Sportdirektor Christian Weber.Futkeu ist bereits der achte Neuzugang bei Elversberg, die insbesondere auf Leihen von jungen Spielern setzen. Bereits Francis Onyeka von Bayer Leverkusen und Noah Darvich vom VfB Stuttgart wurden leihweise geholt. (dpa)

Der Wechsel von Spaniens WM-Held Ferran Torres vom FC Barcelona zum Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain ist perfekt. Wie PSG am Samstag mitteilte, erhält der Weltmeister in der französischen Hauptstadt einen Vertrag bis 2031. Die Ablösesumme für den 26-Jährigen liegt laut Medienberichten bei fast 50 Millionen Euro.„Ich freue mich sehr, ein neues Abenteuer bei einem so ambitionierten Verein wie Paris Saint-Germain zu beginnen“, sagte Torres. Er wolle „dabei helfen, so viele Trophäen wie möglich zu gewinnen.“Torres hatte Spanien im WM-Finale gegen Argentinien Mitte Juli in der Verlängerung zum zweiten Titel geschossen. Er spielte seit 2021 für Barcelona und erzielte in den vergangenen beiden Spielzeiten 40 Tore in 94 Pflichtspielen für die Katalanen. Unter Trainer Hansi Flick wurde Torres regelmäßig als Ersatz für Robert Lewandowski eingesetzt.Nach dem Wechsel des polnischen Stürmers zu Chicago Fire und dem Abgang des Engländers Marcus Rashford, der nach einer Leihe zu Manchester United zurückkehrte, stellt sich Barcelona offensiv neu auf. Ein Transfer von Argentiniens Starstürmer Julian Alvarez (Atletico Madrid) kam bisher nicht zustande, dafür wurden bereits Karim Adeyemi (Borussia Dortmund) und Anthony Gordon (Newcastle United) verpflichtet. (sid)

Werder Bremen hat Ludovit Reis zurück nach Deutschland geholt. Der ehemalige Kapitän des Nordrivalen Hamburger SV kommt vom belgischen Meister FC Brügge, über die Vertragslaufzeit machte Werder keine Angaben. Laut übereinstimmender Medienberichte zahlt Bremen keine Ablöse für den 26-Jährigen.\"Er ist läuferisch sehr stark, gewinnt viele Bälle und strahlt eine gewisse Torgefahr aus. Er ist ein technisch gut ausgebildeter Mittelfeldspieler, der seine Stärken auf der Sechser- oder der Achterposition hat und uns mit seiner Qualität helfen wird\", sagte Trainer Daniel Thioune. Der Niederländer hatte in Deutschland zunächst beim VfL Osnabrück (2020/21) gespielt, eher er von 2021 bis 2025 das Trikot des Hamburger SV trug. (dpa)

Drei Monate nach seinem geräuschvollen Rauswurf bei Eintracht Frankfurt hat Trainer Albert Riera einen neuen Job gefunden. Der Spanier übernimmt den serbischen Fußball-Rekordmeister Roter Stern Belgrad, das gab der Klub am Freitag bekannt. Riera erhält einen Vertrag über zwei Jahre und tritt die Nachfolge von Dejan Stanković an, der mit Belgrad in dieser Woche in der Champions-League-Qualifikation gegen Hapoel Beer Sheva gescheitert und im Anschluss zurückgetreten war. Riera hatte die Frankfurter Anfang Februar nach der Freistellung des langjährigen Erfolgstrainers Dino Toppmöller übernommen. Der frühere Liverpool-Profi war in seiner Eintracht-Zeit regelmäßig mit skurrilen Äußerungen in Pressekonferenzen aufgefallen, er musste nach Platz acht am Saisonende gehen. Neben sportlichen Defiziten wurden dem Exzentriker interne Unstimmigkeiten zur Last gelegt. Später trat er gegen seinen ehemaligen Klub nach, an seinen früheren Spielern ließ Riera kein gutes Haar. „Es liegt nicht daran, dass Frankfurt schlechte Spieler hat, ganz im Gegenteil“, sagte der 44-Jährige im Juni über seine erfolglose Zeit am Main: „Aber es gibt keinen einzigen Spieler in dieser Mannschaft, den ich für mein nächstes Projekt mitnehmen würde.“ (sid)

Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl sieht den Rekordmeister bei den geplanten Verkäufen von João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza weiterhin nicht unter Druck. Deshalb ließen die Bayern auch einen möglichen Transfer von Palhinha zu Aston Villa platzen.Da gebe es „keine Chance mehr auf eine Einigung“, sagte Eberl am Rande der Vorstellung von Ismael Saibari am Freitag: „Das funktioniert einfach nicht, weil wir auch nicht in der Situation sind, alles machen zu müssen, was andere uns aufdrängen.“ Auch bei Boey und Zaragoza gebe es „eine Gesamtkonstellation und bis jetzt leider noch keine Einigung“.Den drei Profis war vom Klub trotz laufender Verträge klar kommuniziert worden, dass sie in den Planungen keine Rolle mehr spielen. Seitdem gibt es immer wieder Transfergerüchte um das Trio. Palhinha soll sich mit Villa schon geeinigt haben, der Premier-League-Klub wollte aber nur ein Leihgeschäft, die Bayern verkaufen. Bis zum 1. September ist der Transfermarkt in Deutschland geöffnet. Dieser sei, so Eberl, „nach einer WM unberechenbar“. (sid)

Der SV Darmstadt 98 hat im Niederländer Milan Smit den gewünschten Mittelstürmer verpflichtet. Der 23-Jährige wechselt bis zum Saisonende auf Leihbasis von Stoke City zum südhessischen Fußball-Zweitligaklub, wie die Lilien mitteilten. „Nach intensiven Verhandlungen und Gesprächen in den vergangenen Wochen hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben, Milan auf Leihbasis zu verpflichten“, sagte Sportchef Paul Fernie. „Trotz seiner Körpergröße unterscheidet sich sein Profil von den Stürmertypen, die wir bereits im Kader haben. Er hat ein ausgeprägtes Gespür für Räume und besitzt ein gutes Timing bei seinen Tiefenläufen.“Der 1,90 Meter große Smit spielte zuvor unter anderem beim niederländischen Pokalsieger Go Ahead Eagles, ehe er im Januar zu Stoke City ausgeliehen und dort nach Saisonende mit einem Vertrag ausgestattet wurde. Darmstadt hatte zuvor die Topstürmer Fraser Hornby (VfL Wolfsburg), Isac Lidberg (Borussia Mönchengladbach) und Killian Corredor (FC Nantes) ziehen lassen müssen. Das Trio sorgte in der abgelaufenen Saison allein für 33 Ligatore. (dpa)

Eintracht Frankfurt hat die dänische Mittelfeldspielerin Sofie Lundgaard verpflichtet. Die 24-Jährige kommt vom FC Liverpool und erhält nach Angaben des hessischen Fußball-Bundesligaklubs einen Vertrag bis 30. Juni 2029. Für die Reds absolvierte sie in dreieinhalb Jahren insgesamt 42 Pflichtspiele, 29 davon in der Women's Super League.  „Wir sind davon überzeugt, dass sie mit ihren Fähigkeiten, ihrer defensiven Stabilität, aber auch ihren Qualitäten im Spiel nach vorn langfristig eine wichtige Rolle im Mittelfeld einnehmen kann“, sagte Eintracht-Sportdirektorin Babett Peter über Lundgaard. (dpa)

Borussia Dortmund ist aus dem Poker um Jungstar Said El Mala ausgestiegen. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken am Freitag, nachdem der 1. FC Köln ein weiteres Angebot des BVB abgelehnt hatte. „Said El Mala ist kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden“, sagte Ricken der Funke Mediengruppe. Man habe in den vergangenen Tagen „offene Gespräche mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln geführt, die unser letztes Angebot jedoch abgelehnt haben“, führte Ricken aus: „Borussia Dortmund wird kein weiteres Angebot mehr unterbreiten und einen Transfer des Spielers nicht weiter verfolgen.\"Die Verhandlungen zwischen Dortmund und Köln hatten sich seit Wochen gezogen. Der BVB scheiterte laut Medien bereits mit mehreren Angeboten, die Rheinländer beharren demnach auf ihrer Ablöseforderung von 50 Millionen Euro.Erst im Juli 2025 hatte El Mala seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert – ohne Ausstiegsklausel. Der Flügelspieler überzeugte in Köln auf Anhieb. In seiner Premierensaison in der Bundesliga gelangen dem Offensivspieler 13 Treffer und fünf Vorlagen. „Said hat einen langfristigen Vertrag und wir haben keinen Grund, den Spieler abzugeben“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler zuletzt, doch: „Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun.“ (sid)

Der Hamburger SV und Offensivtalent Fabio Baldé gehen künftig getrennte Wege. Der 21 Jahre alte gebürtige Hamburger verlässt die Rothosen nach sechs Jahren und wechselt zum französischen Erstligaklub Racing Straßburg. Das teilte der HSV am Freitag mit.Baldé stammt aus der Nachwuchsakademie des HSV und schaffte 2024 den Sprung in den Profikader. Insgesamt absolvierte der Flügelspieler 41 Pflichtspiele für die Hanseaten, in denen er drei Tore erzielte und vier weitere vorbereitete. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam er auf 16 Einsätze und erzielte dabei ein Tor.„Fabio ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sein gewohntes Umfeld zu verlassen, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen“, sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa. Baldé habe sich persönlich für die Freigabe und die gemeinsamen Jahre bedankt. (sid)

Borussia Dortmund leiht Abwehrspieler Almugera Kabar mit sofortiger Wirkung bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligaklub NEC Nijmegen aus. Der 20 Jahre alte Linksverteidiger stammt aus der BVB-Jugend und lief bislang sechsmal für die Profis in der Bundesliga auf. Hinzu kommen 14 Einsätze in der 3. Liga und 21 Partien in der Regionalliga West.Kabar kam 2019 als 13-Jähriger in den Nachwuchs von Borussia Dortmund und durchlief seitdem alle Nachwuchsmannschaften. Zur Saison 2024/25 rückte er zu den Profis auf und wurde erstmals im Oktober 2024 in der Bundesliga eingesetzt. In seiner Zeit beim BVB wurde der deutsche Juniorennationalspieler U17-Welt- und Europameister. (dpa)