Beim Frankfurter Flughafen-Konzern Fraport AG läuft nicht nur der Endspurt zur Eröffnung des Terminal 3 am Heimatstandort nach Plan, auch die neuen Abfertigungsgebäude im peruanischen Lima und im türkischen Antalya sind problemlos ans Netz gegangen. Das sagte der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Mittwochabend am Flughafen Frankfurt vor Journalisten. Nach dem Erstflug vom neuen Frankfurter Terminal 3 aus am 23. April sollen alle derzeit im Terminal 2 angesiedelten Airlines bis zum 9. Juni in das neue Abfertigungsgebäude im Süden des Flughafenareals umgezogen sein. Das soll in vier Wellen geschehen. Beginnen soll der Umzug mit großen Airlines, die Destinationen außerhalb des Schengenraums ansteuern. Zu den Airlines, die schon am Eröffnungstag das neue Terminal nutzen, gehören die Emirates, Korean Air, Cathay Pacific und Qatar Airways, wie Schulte weiter ausführte. 80 Kilometer Gepäckförderanlage Mit der Eröffnung des neuen Terminals, für das Fraport rund vier Milliarden Euro investiert, erwartet Schulte einen pünktlicheren Betrieb. So sei es etwa der Deutschen Flugsicherung möglich, Flugzeugen für einen schnellen Betriebsablauf günstigere Positionen und Rollwege zuzuweisen. Schon im Sommer habe man in Sachen Pünktlichkeit das Vor-Corona-Niveau erreicht. Terminal 2 bedarf Schulte zufolge einer grundlegenden Sanierung. Anders als im Terminal 1 sei dort nicht stetig ertüchtigt und erneuert worden. Geplant ist, 2028 mit den ersten baulichen Veränderungen zu beginnen. Zunächst einmal müsse aber geprüft werden, wie das 1994 in Betrieb genommene Terminal ertüchtigt werden könne. Ganz vom Betrieb abkoppeln kann man das Terminal aber schon deshalb nicht, weil die mehr als 80 Kilometer lange Gepäckförderanlage des Flughafens auch unter Terminal 2 verläuft. Zufrieden zeigte sich Schulte über die von der Bundesregierung angekündigte Rücknahme der letzten Erhöhung der Luftverkehrsteuer und der nationalen Beimischungsquote für synthetisches Kerosin, das aus erneuerbarem Strom aus Wasser und Kohlendioxid hergestellt wird, aber am Markt nicht in ausreichender Menge und nur zum rund Zehnfachen des Preises für herkömmliches Kerosin zu bekommen ist.
