FAZ 24.02.2026
20:47 Uhr

Forsa-Umfrage: Tageszeitungen wichtigstes Massenmedium für Kommunalwahl


Die Frankfurter Tageszeitungen sind die wichtigste Informationsquelle unter den Massenmedien, wenn sich die Bürger über das örtliche Geschehen informieren wollen. Das zeigt eine Forsa-Umfrage für die F.A.Z.

Forsa-Umfrage: Tageszeitungen wichtigstes Massenmedium für Kommunalwahl

Wie informieren Sie sich über das politische Geschehen in Frankfurt? Das war eine der Fragen, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa in der ersten Februarhälfte 1014 Frankfurtern gestellt hat. 71 Prozent gaben an: durch persönliche Gespräche. Doch unter den Massenmedien punkten vor allem die Frankfurter Tageszeitungen. 62 Prozent gaben an, sich auf deren Internetseiten zu informieren, 26 nannten die gedruckten Exemplare als Informationsquelle. Damit liegen die Verlage vor nicht genauer abgefragten Websites im Internet, die 57 Prozent zurate ziehen, vor dem Radio mit 49 Prozent, den sozialen Medien mit 46 und dem Fernsehen mit 42 Prozent. Vor allem das Verhalten der AfD-Anhänger unterscheidet sich signifikant von denen anderer Parteien. Sie greifen deutlich seltener auf Tageszeitungen zurück, egal ob auf deren Präsentation im Internet oder in gedruckter Form, auch das Radio wird seltener genutzt. Überdurchschnittlich fällt hingegen mit 64 Prozent die Bedeutung anderer Websites aus, der sozialen Medien mit 62 Prozent und der nicht detaillierter abgefragten Informationen der Parteien. Von den Befragten insgesamt gaben nur 15 Prozent an, die Parteien seien als Informationsquelle für sie wichtig, bei den AfD-Anhängern sind es 38 Prozent. Schaut man sich die Nutzung der sozialen Medien genauer an, so liegen bei den Befragten Whatsapp und Telegram mit 76 Prozent weit vorn. 58 Prozent rufen Youtube-Seiten auf, 41 Prozent Instagram, 33 Prozent Facebook, zehn Prozent X und acht Prozent Tiktok. Erwartungsgemäß sind die Unterschiede groß, gliedert man die Befragten in Altersgruppen ein. Tiktok ist mit 24 Prozent Nutzung für die Frankfurter zwischen 18 und 34 Jahren besonders wichtig, spielt hingegen bei denjenigen mit 60 oder mehr Lebensjahren mit vier Prozent kaum eine Rolle. Facebook nutzt mit 39 Prozent die Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren am meisten. Vergleichsweise gering sind die Unterschiede bei den Nutzungszahlen von Whatsapp und Telegram. Wiederum zeigt sich, dass AfD-Anhänger in besonderem Maße soziale Medien nutzen. Sie liegen bei allen erwähnten Angeboten über dem Durchschnitt, selbst bei Tiktok, das unter allen Befragten acht Prozent nutzen, unter den AfD-Anhängern aber 19 Prozent. Noch größer ist die Differenz bei X – zehn Prozent der Befragten insgesamt nutzen den Dienst, aber 28 Prozent der AfD-Anhänger. Von allen Befragten gaben 60 Prozent an, sie interessierten sich für das politische Geschehen in Frankfurt, wobei das Interesse mit dem Alter wächst – von 41 Prozent bei denen, die zwischen 18 und 34 Jahre alt sind, auf bis zu 72 Prozent bei denjenigen, die 60 Jahre und älter sind. Unterschiede zwischen den Anhängern der verschiedenen Parteien finden sich nur wenige.