FAZ 27.02.2026
07:15 Uhr

Forsa-Umfrage: Frankfurter lieben ihre Stadt


Die meisten Frankfurter leben gerne in ihrer Stadt. Das zeigt die Forsa-Umfrage zur Kommunalwahl im Auftrag der F.A.Z. Nur die Anhänger einer Partei bilden wieder einmal die Ausnahme.

Forsa-Umfrage: Frankfurter lieben ihre Stadt

Leben Sie gerne in Frankfurt? Das war die erste Frage, die die Meinungsforscher von Forsa 1014 Bürgern der Mainmetropole gestellt haben, als sie sich bei ihnen für die Umfrage im Auftrag der F.A.Z. zur Kommunalwahl meldeten. 79 Prozent antworteten mit Ja. Der Wert ist nur minimal niedriger als bei früheren Umfragen; 2016 hatten dies 82 Prozent bejaht. Die Frankfurter leben umso lieber in dieser Stadt, je älter sie sind. 72 Prozent der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren bejahten die Frage, aber 84 Prozent derjenigen, die 60 Jahre und älter sind. Nach Parteien gegliedert, sind die SPD-Anhänger diejenigen, die ihre Stadt am meisten lieben. Die Bandbreite zwischen den Parteien ist ohnedies eng; nur die AfD-Anhänger fühlen sich zu nennenswerten Teilen in Frankfurt nicht wohl. Von ihnen gaben nur 54 Prozent an, sie lebten gerne in dieser Stadt. AfD-Anhänger blicken skeptisch auf die Mainmetropole Die pessimistische Sicht der AfD-Anhänger zeigt sich auch bei einer anderen Frage. Hat sich Frankfurt in den vergangenen Jahren zum Vorteil oder zum Nachteil entwickelt? 87 Prozent der AfD-Anhänger meinen, es sei schlechter geworden, nur vier Prozent sehen eine Verbesserung. Damit liegen sie weit vom Durchschnitt entfernt. Die Befragten insgesamt gaben bei der Umfrage lediglich zu 43 Prozent an, die Stadt habe sich zu ihrem Nachteil verändert, 25 Prozent meinten, es sei alles besser geworden. Eine nachteilige Entwicklung sehen 52 Prozent der CDU-Anhänger und 39 Prozent derjenigen, die sich der Linken zurechnen, während die Werte bei Grünen und SPD mit 22 und 21 Prozent weitaus niedriger sind. Wie bei anderen Auswertungen auch hat Forsa nur die Anhänger jener Parteien näher beleuchtet, die bei der „Sonntagsfrage“ zweistellig wurden. Damit fallen etwa FDP und Volt, die auf jeweils nur drei Prozent kamen, raus. Schaut man nach den Altersgruppen, so stellt man fest, dass vor allem Befragte im Alter von 60 Jahren und darüber eine nachteilige Entwicklung in Frankfurt sehen, und zwar zu 41 Prozent. Um das Leben in Frankfurt geht es noch in einer weiteren Frage von Forsa. Sie lautete, wie man die Lebensqualität und die Lebensbedingungen einschätze. 64 Prozent antworten, es stehe gut oder sehr gut darum in der Stadt. Diesmal sind es die Jüngeren, die zu einer positiveren Einschätzung kommen, in der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren geben 75 Prozent der Stadt gute oder sehr gute Noten. Bei den Parteien wiederholt sich das Bild, dass die AfD-Anhänger besonders negativ auf Frankfurt blicken. Von ihnen finden nur 26 Prozent die Lebensqualität und die Lebensbedingungen in der Stadt gut oder sehr gut. Bei den Grünen-Anhängern sind es 83 Prozent, der höchste Wert. Und noch einmal fragte Forsa nach, diesmal nach der Zufriedenheit mit einzelnen Angeboten in der Stadt. Hier erhielten die kulturellen Angebote die besten Werte, 88 Prozent der Befragten zeigten sich damit zufrieden. Das Angebot an Freizeit- und Sporteinrichtungen wurde von 84 Prozent gutgeheißen, das Angebot des Nahverkehrs von 77 Prozent und die Gesundheitsversorgung von 74 Prozent. Deutlich niedrigere Werte erhielten mit 54 Prozent die Sicherheit in der Stadt, mit 39 Prozent der Zustand der Straßen und mit 27 Prozent die Integration und Versorgung der Flüchtlinge. Nur 24 Prozent der Befragten zeigten sich mit dem Pflegeangebot zufrieden, die schlechtesten Werte erhielten mit nur zehn Prozent das Wohnungsangebot und mit neun Prozent der Zustand der Schulen. Wiederum sind es vor allem die AfD-Anhänger, die sich wenig zufrieden zeigten. Die Kultur kommt bei ihnen mit 70 Prozent noch recht gut weg, mit der Sicherheit zeigten sich hingegen gerade einmal neun Prozent zufrieden, ebenso mit der Integration der Flüchtlinge.