FAZ 18.12.2025
09:01 Uhr

Fan-Ausschluss: Strafen für FC Bayern und Eintracht Frankfurt


Die UEFA bestraft den FC Bayern und Eintracht Frankfurt mit Fan-Ausschlüssen in der Champions League. Hintergrund sind unter anderem der Einsatz von Pyrotechnik und Sachbeschädigung. Die Eintracht reagiert.

Fan-Ausschluss: Strafen für FC Bayern und Eintracht Frankfurt

Wegen des Fehlverhaltens ihrer Fans in der Champions League werden die Bundesliga-Klubs FC Bayern und Eintracht Frankfurt mit Fan-Ausschlüssen bestraft. Nach einem Beschluss des Kontroll-, Ethik- und Disziplinargremiums der europäischen Fußball-Union UEFA muss die Eintracht ihr nächstes internationales Auswärtsspiel ohne eigene Anhänger bestreiten. Bei den Bayern bleibt ein Teil der Südtribüne im nächsten Heimspiel gesperrt. Der Verkauf an Tickets für Frankfurter Gästefans ist für die kommende Partie am 21. Januar 2026 beim aserbaidschanischen Klub Qarabag ausgeschlossen (18.45 Uhr im FAZ-Liveticker zur Champions League und bei DAZN). Hintergrund sind die Vorfälle beim Spiel in der Königsklasse am 9. Dezember beim FC Barcelona (1:2). Es seien Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper gezündet und Sachbeschädigungen begangen worden, teilte die UEFA mit. Die Frankfurter müssen zudem eine Geldstrafe von insgesamt 38.000 Euro zahlen. Reschke: „Wird so nicht weitergehen“ Frankfurts Vorstandsmitglied Philipp Reschke kündigte eine härtere Gangart im Umgang mit den eigenen Fans an: „Klar ist, dass es nach der dritten Strafe dieser Art seit 2019 so nicht weitergehen wird. Wir werden deutliche und zielgerichtete Anpassungen vornehmen, die wir sehr zeitnah im Detail festlegen.“ Die Bayern wurden wegen gleich zweier Vorfälle zur Rechenschaft gezogen. Aufgrund des Zündens von Feuerwerkskörpern beim Heimspiel gegen Sporting Lissabon (3:1) am 9. Dezember wurde festgelegt: Die Blöcke 111 bis 114 im Unterrang der Südtribüne der Allianz Arena müssen im nächsten Heimspiel am 21. Januar gegen Royale Union Saint-Gilloise (21 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN) geschlossen bleiben. Diese Strafe war gegen die Münchner schon nach ähnlichen Vorfällen aus der vorigen Saison auf Bewährung ausgesprochen worden – nun wurde sie vollstreckt. Eine gesamte Sperrung der Südtribüne blieb den Bayern vorerst erspart– sie wurde auch hier zur Bewährung ausgesetzt. Das bedeutet, dassdie UEFA den Teil der Münchner Arena schließen dürfte, falls die Anhänger abermals auffällig werden. Darüber hinaus muss der deutsche Rekordmeister 30.000 Euro zahlen. Dazu kommen 16.000 Euro, weil öffentliche Durchgänge blockiert wurden. Im zweiten Fall, bei dem es um das Auswärtsspiel der Bayern beim FC Arsenal (1:3) vom 26. November geht, lauteten die Vorwürfe: Werfen von Gegenständen, Störung der öffentlichen Ordnung, Verbreitung von für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaften (unerlaubte Banner). Dafür muss der Klub eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 70.000 Euro zahlen.