FAZ 16.01.2026
14:23 Uhr

F.A.Z. exklusiv: DDR-Geschichte bleibt in Berlin Pflicht im Unterricht


Berlins Bildungssenatorin lenkt ein, nach Protest der Geschichtslehrer bleibt die Geschichte der DDR nun doch verpflichtender Unterrichtsstoff. An einer anderen Stelle konnten sie sich nicht durchsetzen.

F.A.Z. exklusiv: DDR-Geschichte bleibt in Berlin Pflicht im Unterricht

Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hat ihre Pläne verworfen, die DDR-Geschichte in der gymnasialen Oberstufe nicht mehr als verpflichtend vorzusehen. Nach einem Protest der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Verbandes der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands sowie des Berliner Landesverbandes (F.A.Z. vom 15. Januar) hat sich die Bildungssenatorin mit den Vertretern des Landesverbandes darauf geeinigt, die Geschichte des Nationalsozialismus sowie die Geschichte der DDR verpflichtend für die ersten beiden Halbjahre der Oberstufe festzulegen. „Wir begrüßen die Entscheidung sehr, dass die Geschichte der deutschen Teilung der DDR und ihrer Überwindung verpflichtend für Berliner Abiturienten bleibt“, sagte die Berliner Landesvorsitzende des Geschichtslehrerverbandes, Lea Honoré, der F.A.Z. Dass in einer Stadt wie Berlin weiterhin die Geschichte der DDR prüfungsrelevant bleibe, sei dringend notwendig. Die Berliner Geschichtslehrer hätten sich gewünscht, dass alle vier Halbjahre der Oberstufe verbindlichen Themen zugeordnet werden. „Dass keine Stärkung des Faches Geschichte durch eine Belegung von vier Pflichtsemestern erreicht werden konnte, bedauern wir als Verband nach wie vor sehr, vor allem vor dem Hintergrund der gravierenden Kürzungen des Geschichtsunterrichts in der Mittelstufe“, so der Verband.