FAZ 12.01.2026
20:25 Uhr

Experiment der TU Dresden: Die gläsernste Schule Deutschlands


Führt eine wissenschaftliche Begleitung zu besserem Unterricht? Einen Versuch ist es wert. Dieser läuft an der Universitätsschule Dresden seit mehr als sechs Jahren – gegen zahlreiche Widerstände.

Experiment der TU Dresden: Die gläsernste Schule Deutschlands

Experiment der TU Dresden Die gläsernste Schule Deutschlands Von UWE EBBINGHAUS, Fotos: ROBERT GOMMLICH, Grafiken: CLAUDIA BOTHE 12. Dezember 2025 · Führt eine permanente wissenschaftliche Begleitung zu besserem Unterricht? Einen Versuch ist es wert. Dieser läuft an der Universitätsschule Dresden seit mehr als sechs Jahren – gegen zahlreiche Widerstände. Universitätsschulen sind in Deutschland so selten, dass die begriffliche Einordnung schwerfällt. Sie sind jedenfalls keine Betriebsschulen für die Kinder von Professorenkindern, auch wenn diese hier nicht selten anzutreffen sind. Die Universitätsschule in Dresden (USD) ist vielmehr eine öffentliche, kostenfreie Gemeinschaftsschule, die von der Technischen Universität initiiert wurde und sich in Trägerschaft der Stadt Dresden befindet. Sie legt Wert darauf, dass ihre Schülerschaft einen gesellschaftlichen Querschnitt abbildet, bei der Auswahl unterstützt ein Algorithmus. Der Schulversuch begann im Jahr 2019 mit vier Jahrgangsstufen, drei Jahre später kam der Ausbau zur Gemeinschaftsschule, momentan wird eine gymnasiale Oberstufe vorbereitet. Gelegen ist der zweigeteilte Gebäudekomplex der Universitätsschule Dresden an der Cämmerswalder Straße auf einer Anhöhe im Stadtteil Coschütz/Gittersee, südlich vom Campus der TU. Unten liegen alte Villen, oben Wohnblocks. Kommt man mit der Straßenbahnlinie 3 aus der Innenstadt an, erinnert der Schienenverlauf, der kurz vor dem Ausstieg auf einem großen Bogen durch ein Wäldchen verläuft, an eine Modelleisenbahn. Mit einem Chip wird eingecheckt Die Schulgebäude überraschen, weil sie so gar nichts Experimentelles ausstrahlen. Der linke Teil ist ein altes Schulgebäude aus DDR-Zeiten mit Waschbeton-Verkleidung, der rechte besteht aus dreistöckig gestapelten Containern, mobilen Raumeinheiten neueren Datums mit Wellblech-Fassade. Das provisorisch wirkende Ensemble fällt deutlich gegenüber den gerade entstehenden, bestens ausgestatteten und hochflexiblen Compartmentschulen in Berlin ab, in denen ebenfalls pädagogische Neuerungen ausprobiert werden sollen. Schüler beim Einchecken – die Universitätsschule Dresden ist hochgradig digitalisiert. An breiten Fluren ist in dem DDR-Gebäude nicht gespart worden. Die Schüler betreten das Schulgelände leichten Schritts. In ihren Taschen und Rucksäcken befinden sich lediglich persönliche Gegenstände. Lernmaterialien und Laptops verbleiben in der Schule. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück von 7.30 Uhr an in der Mensa. Checken die Schüler anschließend mit einem Chip an den Terminals der Eingangshallen ein, erscheint zur Bestätigung „Erfolg“ auf dem Display. Über die Schulmanagementsoftware edu.tec, eine Maßanfertigung von tschechischen Informatikern, können jetzt auch die Eltern sehen, dass ihre Kinder angekommen sind. Viele Einzelschritte der Schüler werden über den Tag hinweg als Datenpunkte regis­triert, gespeichert und zum Teil ausgewertet. Die Schüler der USD sind wahrscheinlich die gläsernsten Deutschlands. Die Eltern haben dazu ihr Einverständnis gegeben, sie wollen zu einem Bildungsexperiment beitragen. In dem alten DDR-Gebäude ist die Jugend- und Qualifizierungsstufe untergebracht, was den Klassen sieben bis zehn entspricht: schallende, breite Flure, die Fenster könnten einen neuen Anstrich gebrauchen. In einem der Klassenräume sitzen um acht Uhr zwei Personen – die Schülerin Klara S. und der Lehrer Sebastian Bruntsch, ihr Mentor. Sie führen ein Zielvereinbarungsgespräch, „ZVG“ genannt, das etwa alle fünf bis sechs Wochen ansteht. Klara ist ein Schneepflug-Kind, wie es intern heißt, sie besucht die Schule seit 2019, hat sämtliche Konzeptionsschritte und Anpassungen mitbekommen und absolviert derzeit die zehnte Jahrgangsstufe. Sebastian Bruntsch, Lehrer mit dem Schwerpunkt Physik, gehört zur erweiterten Schulleitung und ist für das Team „Perspektiven“ zuständig. Ein permanentes Schleifen an Prozessen Hinter seinem Laptop, die Finger im Anschlag, fragt er Klara, was ihr zuletzt gut gelungen sei. Die Schülerin hat mehrere „Gelingensnachweise“, darunter eine Präsentation über „Epochen der Musikgeschichte“, abgegeben und sagt, sie habe in letzter Zeit „mehr Fahrt aufgenommen“. Das hatten beide im letzten ZVG so besprochen. „Was ist nicht so gut gelaufen?“ Sie habe einzelne Fächer etwas vernachlässigt, sagt die Schülerin: Chemie, Physik, Informatik. Da die Lernenden ihre Stundenpläne selbst zusammenstellen – sie können zwischen grauen Kacheln, hinter denen sich Pflichtveranstaltungen verbergen, und grünen für frei wählbare Lerneinheiten wählen –, sind solche Rückstände möglich, müssen aber in einem bestimmten Zeitraum aufgeholt werden. Graue und grüne Stundenplankacheln mit zahlreichen Wahlmöglichkeiten Als Nächstes hat Klara die Möglichkeit, zu sagen, was sie an ihrer Schule „gut oder schlecht“ findet. Bisher war die Kommunikation ein wenig formelhaft, jetzt spricht sie ungezwungen und kons­truktiv ein Problem mit Krankmeldungen an, die vom System unter bestimmten Umständen doppelt erfasst werden. Sebastian Bruntsch kennt das Problem und verspricht, sich für die Behebung einzusetzen. Offen mit Fehlern umzugehen, ist Teil des Schulkonzepts, Bruntsch spricht an anderer Stelle von einem „permanenten Schleifen an Prozessen“. Dass die Schüler an der USD die Lehrer duzen, wirkt nicht aufgesetzt, es hebt die Verbundenheit aller am Experiment beteiligten Seiten hervor. Die letzte Frage des offiziellen Teils lautet: „Fühlst du dich wohl?“ Klara sagt: „Ja“; Sebastian Bruntsch erwidert, seine neutrale Rolle kurzzeitig verlassend: „Wunderbar!“. Auf dem Laptop des Lehrers sind Klaras sämtliche Fächer aufgeführt, außerdem Bewertungen ihrer Leistungen durch Kollegen. Dargestellt werden sie nicht mit Noten, sondern mit Prozentzahlen, die von der neunten Klasse an mit einem hinterlegten Schlüssel umgerechnet werden können. Den neuen Stand von Klaras Lernprofil lädt Bruntsch auf edu.tec hoch, anschließend ist es für alle Lehrer, die Schülerin und deren Eltern einsehbar. „Was sehe ich in zwei Wochen von euch?“ In der zweiten Stunde von 9 bis 9.30 Uhr muss Sebastian Bruntsch in ein „Daily“ der Qualifizierungsstufe, das es für die unterschiedlichsten Fächer gibt und in dem die Schüler den Stand ihrer Projekte vorstellen. Der Beamer wird angeworfen, die Anwesenheit überprüft. In der Unterrichtsstunde herrscht eine ungewöhnlich erwachsene, fordernde Arbeitsatmosphäre. Folien werden an die Wand projiziert, die unterschiedlich große Lücken aufweisen. Schüler in der Lernzeit beim Einlesen und Experimentieren Einige haben nur ein Grundgerüst, andere sind fast fertig. Eines der Teams beschäftigt sich mit Penetration Testing unter Einsatz von KI – wie scannt man Software-Systeme am besten auf Schwachstellen? Ein Schüler hat sich tief in das Thema Quantenphysik und den Welle-Teilchen-Dualismus eingearbeitet. Er will seine Präsentation noch mehr strukturieren, sagt er, besser abgrenzen, bisher habe er auch noch keinen rechten Schluss gefunden. Schon das Zwischenergebnis ist beeindruckend. Eine Mädchengruppe hat sich ein Experiment vorgenommen, von dem unklar ist, ob es gelingen wird. „Wenn’s scheitert, scheitert’s“, sagt Bruntsch, der an einem Schülertisch Platz genommen hat, ermutigend. Sein Standardspruch lautet: „Was sehe ich in zwei Wochen von dir/euch?“ Die Reaktion der Schüler darauf ist durchweg abgeklärt, keiner nimmt den Mund zu voll. Ihre realistische Einschätzung ist gefragt. Die Lehrer müssen jedes Schülerniveau mitgehen können Sebastian Bruntsch muss in diesem Daily viel eintippen und abfragen, doch er fühlt sich dabei besser als in Frontalsituationen. Er findet es angenehm, dass an der Universitätsschule der immer gleiche Druck des Vor- und Nachbereitens wegfällt, man sei weniger getrieben und könne sich seine Planung besser einteilen. Zu den einzelnen Lerninhalten liegt in der Bibliothek immer auch analoges Material vor. Da die Gemeinschaftsschule den Ausbau zur gymnasialen Oberstufe gerade erst vorbereitet, müssen die Lehrer der Jugend- und Qualifizierungsstufe, in der jeweils zwei Jahrgänge (7/8 sowie 9/10) zusammen unterrichtet werden, jedes Schülerniveau mitgehen und die unterschiedlichsten Fragen beantworten können. In der dritten Stunde steht eine „Lernzeit“ in Physik auf dem Programm. In einem Laborraum werden individuell gewählte Inhalte „selbstreguliert“ und möglichst kooperativ in Anwesenheit eines „Lernbegleiters“ erarbeitet. Sebastian Bruntsch geht von Tisch zu Tisch und fragt nach dem Stand der Dinge. Wenn Schüler oder Teams mit einem klaren Plan arbeiten, zieht er weiter, andernfalls gibt er Impulse. Zwischendurch können auch kleine Tests abgelegt werden. Zehn Urlaubstage dürfen sich die Schüler frei legen Trotz zahlreicher Gespräche ist es angenehm ruhig im Raum. Eine Lehrerin wird es später so erklären: „Die Schüler spüren, dass wir entspannt sind, dadurch sind sie leiser.“ Bruntsch achtet darauf, dass die Tür während der Stunde offen bleibt – sie hätten ja nichts zu verbergen, sagt er. Signalisiert wird gleichzeitig, dass hier keine Parallelwelt aufgeführt wird. Zuweilen verlässt jemand nach Absprache den Raum, andere betreten ihn von außen. Es sei durchaus denkbar, sagt Bruntsch, dass ein Schüler aus einer Geschichts-Lernzeit zu ihm in den Laborraum komme, weil er Fragen zur Atombombe habe. Die wissenschaftliche Anbindung sei sehr wichtig für ihn gewesen, sagt Sebastian Bruntsch. Er verändere sein Verhalten gerne „evidenzbasiert“, an der USD gebe es dafür beste Voraussetzungen. Das Schulsystem in seiner „tradierten“ Form findet er nicht mehr überzeugend. Offene Türen: Bei Spezialinteressen gibt es auch mal einen Einzelvortrag von Sebastian Bruntsch. Bis zur einstündigen Mittagspause folgen für die Schüler der Qualifikationsstufe noch weitere Lernzeiten, die auch „Fachateliers“ genannt werden. Am Nachmittag finden Vertiefungen statt, Debatten werden eingeübt, der Sport kommt zu seinem Recht. Freitags sind die Schüler der Jugendstufe sämtlich im Praktikum. Alle sechs Wochen befinden sie sich für eine Woche in der Alten Ziegelei, einem Veranstaltungsort des Umweltzentrums Dresden, mitten im Grünen. Hier steht das Praktische im Vordergrund, die Schüler lernen etwa das Gärtnern, Rasenmähen und Imkern; sie kochen selbst. Eine weitere Besonderheit an der USD: Statt Ferien gibt es mehrwöchige „Schließzeiten“, und zehn Urlaubstage dürfen sich die Schüler frei legen „Eher geduldet als gewollt“ In einem Kellerraum des DDR-Traktes treffen wir Anke Langner, Initiatorin und wissenschaftliche Leiterin der Universitätsschule. Bedauernd stellt sie eingangs fest, das Projekt sei von der Schulverwaltung „eher geduldet als gewollt“; dabei sei im sächsischen Schulgesetz explizit vorgesehen, dass auch Universitäten einen Schulversuch beantragen dürfen. Die TU Dresden habe diese Möglichkeit von der Mitte der Zehnerjahre an als Herausforderung, als Teil ihrer „third mission“ betrachtet. Das Ziel: ein „Reallabor zur Schule der Zukunft“ zu schaffen. Genügend Eltern waren daran interessiert, man entschied sich für eine öffentliche Trägerschaft und ging eine Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden ein, fühlt sich insgesamt aber nicht ausreichend unterstützt. Wissenschaftliche Leiterin: die Pädagogikprofessorin Anke Langner Problematisch sei, dass die USD noch immer über einen einzigen Laborraum und nur eine Einfeldsporthalle für fast tausend Schüler verfüge. Ein Schulneubau wird seit Gründung der USD sehnlichst erwartet. Die Entwicklung einer Schulmanagementsoftware sei nur möglich gewesen, weil Drittmittel eingeworben werden konnten, die Begleitforschung wird auf Sparflamme gehalten. Kein experimentelles „Anything goes“ Die Diskussionen mit der Schulaufsicht um die Gestaltung des Projekts „Gymnasiale Oberstufe“ seien ausgesprochen schwierig, sagt die Pädagogikprofessorin. Es zeichne sich bereits ab, dass das Projektlernen an der USD in der Oberstufe zurückgefahren und ein Klausurenplan fest eingehalten werden müsse, dabei gebe es in Nordrhein-Westfalen schon vielversprechende Versuche mit einer „flexiblen Oberstufe“. Zu Langners pädagogischen Glaubenssätzen zählt: „Die Entwicklung eines Kindes ist nicht vorhersagbar“, daher gehe eine zu frühe Sortierung fehl. Für „individuelle Lernwege in kooperativen Settings“ plädiert Langner, weil man ihrer Erfahrung nach Gemeinschaft brauche, um gut zu lernen, selbst Kreativität benötige Austausch. Auf angenehme Weise erinnert das robuste Urvertrauen der Pädagogikprofessorin an das einer Hebamme, die von jungen Eltern gefragt wird, wie fest sie ihr Kind denn drücken dürften. Die Schulleiterin Maxi Heß ist ausgebildete Prozesstransformatorin. Maxi Heß, Grundschullehrerin und ausgebildete Prozesstransformatorin, ist Leiterin der Universitätsschule seit 2019. In ihrem Büro zählt sie die Vorteile der wissenschaftlichen Begleitung auf: „Jede strukturelle Entscheidung – von der Lernorganisation über Bewertungsformen bis hin zu Zeit- und Ferienmodellen – ist wissenschaftlich begründet, transparent dokumentiert und kontinuierlich überprüfbar.“ Der Schulversuch folge damit keinem „experimentellen ‚Anything goes‘“, sondern „einem klaren, genehmigten Forschungs- und Entwicklungskonzept“. Vor dem Ausbau zur gymnasialen Oberstufe hat sie großen Respekt, die Vorbereitungsarbeit vieler Kollegen sei eine große Zusatzbelastung. Von der Sinnhaftigkeit des Projekts ist sie fest überzeugt. Die bisherigen Schülerleistungen liegen gut im Landesschnitt oder darüber. Einige Schüler steigen aus, weil sie mit dem komplexen USD-System nicht zurechtkommen. Bewerber gibt es insgesamt doppelt so viele wie reguläre Plätze; zu einem nicht geringen Teil kommen sie aus anderen Stadtteilen. Die Schulversuchsphase ist auf 15 Jahre angelegt, anschließend bleibt die Schule am Standort erhalten. Das Potential der Universitätsschule Dresden scheint bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. In der Serie „Schulbesuch“ wird in den kommenden Monaten in jedem Bundesland eine Lehranstalt beschrieben, die versucht, bildungspolitische Probleme zu lösen. Zusätzlich werden jeweils Bildungsindikatoren zu den einzelnen Ländern versammelt, sechste Folge – Sachsen: Das prägt Schulen in Sachsen: Der Bildungsföderalismus erzeugt mögliche Vergleichsdaten in Hülle und Fülle. Wir haben hier einige mit Aussagekraft zum Thema „Schulen in Sachsen“ zusammengetragen. Staatsministerium für Kultus Staatsminister: Conrad Clemens (CDU) Staatssekretär: Wilfried Kühner Details zum Schulgesetz (Soweit nicht anders angegeben ist die Quelle im Folgenden das Staatsministerium für Kultus) Schulen Bildungsausgaben pro Schüler Rang 9 von 16 (INSM) Klassengröße Grundschule 25 Stundenausfall vergangenes Schuljahr 9,2 % Details zu den Schularten Schüler Schüler an allgemein­bildenden Schulen: 417.477 Durchschnittliche Abiturnote: 2,2 Betreuungsrelation allgemein­bildende Schulen: 14,3 Schüler/Lehrer Lehrkräfte Pflichtstunden Gymnasiallehrer: 26 Durchschnittsalter der Lehrkräfte: 46 Offene Stellen: 1150 Vollzeitäquivalente A 13 für Grundschullehrkräfte: ja (seit 2019) Die Bundesländer im Bildungscheck Gesamtranking Ausgabenpriorisierung Digitalisierung Schulen im Detail (Angaben: Staatsministerium für Kultus) Startchancen-Schulen: Zahl der Startchancen-Schulen in Sachsen? 189 - Davon Grundschulen? 129 - Nach welchen Auswahlkriterien? Siehe hier Verpflichtender Vorschulunterricht für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse: „Ein verpflichtendes Vorschuljahr ist im Koalitionsvertrag der 8. Legislatur erwähnt. Derzeit liegen umfangreiche Vorüberlegungen, aber noch keine konkrete Planung hinsichtlich der Ausgestaltung und Umsetzung vor. In diesem Zusammenhang gilt es ja auch die Überlegungen auf Bundesebene zur verpflichtenden Lern- und Sprachstandserhebung einfließen zu lassen.“ Leseförderung: Siehe hier Smartphone-Verbot an Schulen: „Bislang regeln Schulen das individuell über die Schulkonferenz, ab 1. Februar 2026 gilt ein landesweites Verbot der Nutzung privater Endgeräte an Grundschulen (mit medizinischen und pädagogischen Ausnahmen).“ Sind die Lehrerempfehlungen für weiterführende Schulen bindend? Nein Zahl der Quer- und Seiteneinsteiger: Seit 2016 wurden mehr als 3.089 Seiteneinsteiger eingestellt. Gibt es Stundenvorgaben für Lehrerfortbildungen: Nein Geschätzter Sanierungsstau bei Schulbauten: „Eine Schätzung ist nicht seriös möglich, da es sich um eine Aufgabe der Schulträger handelt. Der Freistaat unterstützt mit Fördermaßnahmen.“ Ganztagsquote: 88,2 Prozent in Grundschulen, 82,8 Prozent im Sekundarbereich I. Besondere Schulfächer/Spezialschulen (Angaben: Staatsministerium für Kultus) Pflichtfach Informatik: Ja, in den Klassen 7 bis 10 und zusätzlich verbindlich integriert in das Fach „Technik/Computer“ in den Klassen 5 und 6. Islamischer Religionsunterricht: Nein Herkunftssprachenunterricht: Siehe hier Demokratiebildung/Gewaltprävention/Gesundheitsförderung: „Politische Bildung ist seit der Überarbeitung aller Lehrpläne aller Fächer zum Schuljahr 2020/2021 obligatorischer Bestandteil jeglichen Unterrichts an sächsischen Schulen. Zudem wird in Sachsen aktuell die schrittweise Einführung einer Klassenratsstunde vorbereitet. Über den genauen Zeitplan wird voraussichtlich Anfang 2026 entschieden.“ Welche Kompetenzzentren/Landesinstitute gibt es in Sachsen? : „Es gibt das Landesamt für Schule und Bildung, Medienpädagogische Zentren, Kompetenzzentren der Begabtenförderung, den MINT-Hub Sachsen und vieles weitere.“ Gewinner des Deutschen Schulpreises Ist das der Sonderzug aus Pankow? Grundschule in der Krise „Die Politik moderiert uns weg“