FAZ 11.12.2025
13:45 Uhr

Essen an Weihnachten: Tiefgefrorenes zum Fest


Wenn es schnell gehen muss und trotzdem festlich sein soll: Wie gut sind küchenfertige Weihnachtsessen aus der Tiefkühltruhe?

Essen an Weihnachten: Tiefgefrorenes zum Fest

Für die einen ist es die schönste Zeit des Jahres, für die anderen der schiere Stress. Die Weihnachtsfeiertage bedeuten für viele Menschen nicht etwa gemüt­liche Stunden im Kreis der Familie, sondern oft aufreibende Stunden auf der Fahrt hierhin zum Kaffee und dorthin zum Schmaus – und nicht unbedingt Mußezeit, um selbst noch groß aufzukochen. In solch einem Fall könnte ein einfacher Klassiker wie Würstchen mit Kartoffelsalat die erste Wahl sein. Es ließe sich aber auch zu Tiefkühlkost greifen, die es in unterschiedlichsten Qualitäten gibt, vom Discounter bis zum Delikatessenhandel. Weil nun bald wieder Weihnachten ist, haben wir ins obere Regal gegriffen und verschiedene Produkte des Onlinehändlers Otto Gourmet (www.otto-gourmet.de) probiert. Das in Heinsberg ansässige Unternehmen ist vor allem für bestes Fleisch und Seafood bekannt, das es seit 2005 sowohl an die gehobene Gas­tronomie als auch an Endverbraucher liefert. Es hat aber vor einigen Jahren auch begonnen, eine kleine Linie quasi küchenfertiger Produkte anzubieten. Darunter ist Hausmannskost wie Rouladen, Sauerbraten, Königsberger Klopse und Bolognese-Soße, es finden sich aber auch Gerichte für festlichere Anlässe, etwa Tafelspitz, Hirschgulasch, geschmorte Schweinebäckchen, Ochsenbacke in Portweinsoße, Coq au Vin und sogar eine vorgegarte Oldenburger Ente. All diese Produkte werden tiefgefroren zum Verbraucher geliefert, der sie je nach Bedarf über Nacht im Kühlschrank oder auch innerhalb weniger Stunden im kalten Wasserbad auftauen kann und dann nur noch erhitzen muss. Die Qualität des auf den Punkt geschmorten Fleisches war bei allen getesteten Gerichten vorzüglich, was bei diesem Anbieter auch erwartet werden durfte. Durchaus eine Überraschung war hingegen der Wohlgeschmack der Soßen, die samt dem Fleisch eingefroren sind und beim Erhitzen nur der Zugabe von etwas Wasser bedürfen. Sie sind kräftig im Aroma und doch fein abgestimmt, beim Hirschgulasch etwa durch die Beigabe von Preiselbeeren und Johannisbeeren zur Soße, beim Tafelspitz durch etwas Apfelsaft zur Meerrettichsoße. Mit Beilagen wie Bandnudeln, Spätzle, Salz- oder Bouillonkartoffeln sowie einem winterlichen Salat, die sich im Vorratsschrank oder Kühlschrank finden, ist so in kurzer Zeit ein durchaus Festlichkeit verströmendes Gericht für zwei oder drei Esser bereitet – bevor es weiter zum nächsten Besuch gehen kann.