FAZ 29.12.2025
03:47 Uhr

„Ernste Warnung“: China hält neue Militärübung rund um Taiwan ab


Das chinesische Militär hat abermals ein groß angelegtes Manöver um Taiwan gestartet. Die Übungen seien eine „ernste Warnung“ an die Regierung in Taipeh. Diese kritisiert das Vorgehen scharf.

„Ernste Warnung“: China hält neue Militärübung rund um Taiwan ab

China hat abermals eine groß angelegte Militärübung rund um Taiwan begonnen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das chinesische Militär berichtete, habe das Manöver „Mission Gerechtigkeit 2025“ begonnen. Geübt werde in Luft- und Seegebieten rund um Taiwan. Im Fokus stünden Patrouillen zur Gefechtsbereitschaft, das Erlangen umfassender Überlegenheit sowie die Blockade wichtiger Häfen und Gebiete. Ein Sprecher bezeichnete die Übungen als „ernste Warnung“ an „separatistische“ Kräfte. Sie seien zudem eine „legitime und notwendige“ Maßnahme zur Wahrung der chinesischen Souveränität und nationalen Einheit, hieß es. Schießübungen am Dienstag In einer separaten Mitteilung kündigte die Volksbefreiungsarmee außerdem an, ab Dienstag Schießübungen in fünf ausgewiesenen Zonen rund um Taiwan abzuhalten. Unbeteiligte Schiffe und Flugzeuge sollten diese Bereiche meiden. Die Ankündigung folgt auf neue Spannungen mit den USA, nachdem Washington ein großes Waffenpaket für Taiwan bekannt gegeben hatte. Es handelt sich um die ersten größeren chinesischen Militärübungen vor Taiwan seit April. Taiwan verurteilt Manöver Chinas Armee übt jedoch nahezu täglich mit Kriegsschiffen und Militärflugzeugen in der Region. Peking zählt die Inselrepublik zu seinem Territorium, obwohl sie seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen. Taiwan verurteilte die erneuten chinesischen Militäraktivitäten scharf. Chinas Vorgehen untergrabe die Sicherheit und Stabilität in der Region und stelle eine offene Herausforderung für internationales Recht und die internationale Ordnung dar, erklärte eine Sprecherin des Präsidialamts. Die taiwanischen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden seien über die Lage umfassend informiert und vorbereitet.