FAZ 28.01.2026
05:50 Uhr

„Er war der bessere Spieler“: Djokovic im Halbfinale – dank der Verletzung des Gegners


Rybakina und Pegula bei Australian Open im Halbfinale

„Er war der bessere Spieler“: Djokovic im Halbfinale – dank der Verletzung des Gegners

Novak Djokovic hat auf der Jagd nach seinem 25. Grand-Slam-Titel auf glückliche Weise das Halbfinale erreicht : Sein Gegner Lorenzo Musetti musste nach einer 2:0-Satzführung im Viertelfinale der Australian Open aufgeben. Beim Stand von 6:4, 6:3, 1:3 aus Musettis Sicht beendete der Italiener, der sich kurz zuvor am Oberschenkel verletzt hatte, die Partie vorzeitig. Djokovic, der selbst mit einer großen Blase am Fuß zu kämpfen hatte, darf damit weiter auf den insgesamt elften Titel bei seinem Lieblingsturnier hoffen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Achtunddreißigjährige bei allen vier Grand Slams das Halbfinale erreicht. Insgesamt steht er zum 54. Mal in der Vorschlussrunde bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere. „Ich war schon auf dem Heimweg“ „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, außer, dass er mir sehr leidtut. Er war der deutlich bessere Spieler, ich war schon auf dem Heimweg heute Nacht“, sagte Djokovic: „So etwas passiert im Sport. Aber wenn du im Viertelfinale 2:0 vorne liegst und alles unter Kontrolle hast, dann ist das extrem unglücklich.“ Musetti verpasste auf ganz bittere Weise sein drittes Halbfinalticket bei einem Major. Es hätte am Freitag ein italienisches Duell mit dem Titelverteidiger Jannik Sinner, der später am Tag auf Ben Shelton trifft, auf ihn warten können. So könnte nun auf Djokovic die Herausforderung gegen Sinner warten. Dem Serben schienen gegen Musetti zunächst auch die zusätzlichen zwei Tage Pause keinen Vorteil zu verschaffen. Djokovic hatte kein Achtelfinale spielen müssen, weil sein Gegner Jakub Mensik verletzungsbedingt zurückzog. Die bereits bekannte Blase am Fuß machte ihm abermals zu schaffen, nach dem zweiten Satz ließ er sich neue Verbände anlegen. Bei den Frauen stehen schon alle Halbfinals fest Kurz darauf aber war es plötzlich sein Gegner, der behandelt werden musste. Musetti hatte Probleme mit den Adduktoren im rechten Oberschenkel. Danach versuchte der Italiener, der zuvor überragend gespielt hatte, die Ballwechsel kurz zu halten. Er spielte aber sichtlich gehemmt. „Das ist nicht sein Spiel – ich bin mal gespannt, wie lange das gut geht“, sagte Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner bei Eurosport. Es ging nicht lange gut, nach 2:08 Stunden war die Partie beendet. Bei den Frauen hatten zuvor Jelena Rybakina und Jessica Pegula aus den USA das Halbfinale erreicht. Rybakina setzte sich im Viertelfinale von Melbourne gegen die Weltranglistenzweite Iga Swiatek aus Polen mit 7:5, 6:1 durch. Pegula besiegte ihre Landsfrau Amanda Anisimova mit 6:2, 7:6 (7:1). Das andere Halbfinale bestreiten an diesem Donnerstag die Ukrainerin Jelina Switolina und die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus. Beide hatten ihre Viertelfinal-Partien bereits am Dienstag gewonnen. Rybakina weiter ohne Satzverlust Rybakina, die gegen Ende des vergangenen Jahres die WTA Finals gewonnen hatte, ist im bisherigen Turnierverlauf noch ohne Satzverlust. Die Wimbledon-Siegerin von 2022 zeigte vor allem im zweiten Satz eine beeindruckende Vorstellung und ließ Swiatek keine Chance. Pegula gewann auch das zweite Duell gegen eine Landsfrau. Im Achtelfinale hatte sie bereits Titelverteidigerin Madison Keys ausgeschaltet. Für die 31-Jährige ist es das erste Halbfinale bei den Australian Open.