FAZ 27.01.2026
14:45 Uhr

Eltern am Handy: Ja, ich bin eine Smartphone-Mutter. Wie soll es denn anders gehen?


Eltern, die ständig das Smartphone in der Hand haben, schaden der Entwicklung ihrer Kinder, heißt es. Unsere Autorin entgegnet: Ohne das Gerät lässt sich ein Leben mit Familie und Job heute nicht vereinbaren.

Eltern am Handy: Ja, ich bin eine Smartphone-Mutter. Wie soll es denn anders gehen?
Worte, die der Fraktionsspitze nicht gefallen: Der AfD-Abgeordnete Rüdiger Lucassen bei seiner Bundestagsrede am 5. Dezember. (Foto: Liesa Johannssen/REUTERS)

In den letzten Wochen meiner Schwangerschaft mit dem ersten Kind schauten mein Mann und ich uns einige Kitas an, von denen wir dachten, dass sie irgendwann infrage kommen könnten. Wenn ich an die Exkursionen in diese mir damals fremde Welt zurückdenke, fallen mir Jahre später noch die Kleinkinder ein, die in einem Innenhof Herbstlaub hochwarfen und vor Freude glucksten, während die Blätter sanft zu Boden segelten. Aus einer anderen Kita ist mir der Blick einer Leiterin in Erinnerung geblieben, der angesichts der angespannten Platzsituation signalisierte – keine Chance. In einer dritten Einrichtung hing ein Schild im Flur: „Mama, Papa, bitte schaut nach dem Abholen nicht gleich wieder auf Eure Handys. Ich habe Euch sooo viel von meinem Tag zu erzählen.“ Um Himmels Willen, sagten wir uns. Niemals dürfen wir solche Eltern werden! Heute muss ich mir eingestehen: Ich hatte keine Ahnung. Ich war ja noch keine Mutter und wusste deshalb auch nichts von dem Druck, wenn sich ständig das Smartphone meldet, während man mit seinem Kind zusammen ist. E-Mails beantwortete ich in der Regel am Schreibtisch im Büro, an dem ich bis abends saß. Nachrichten über Teams spielten damals, es war das Jahr vor der Pandemie, keine Rolle. Und Whatsapp-Botschaften, na ja, können wohl warten, wenn man mit den Kindern Zeit verbringt, dachte ich damals. „Wer am Handy hängt, kann kein Vorbild sein“ Ungefähr so denken dieser Tage offenbar viele. Überall heißt es, Eltern verbringen zu viel Zeit am Handy und sind ih­ren Kindern damit ein schlechtes Vorbild. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sagte zum Beispiel vor einigen Monaten in einem Interview: „Ich sehe Mütter und Väter, die beim Kinderwagenschieben ständig auf ihr Smartphone gucken.“ Bei anderer Gelegenheit bekräftigte sie: Wer ständig auf das Smartphone schaue, beeinträchtige die eigene Bindung zu den Kindern sowie deren Entwicklung. Der Hirnforscher Martin Korte befand: „Wer am Handy hängt, kann kein Vorbild sein.“ Selbst die Prinzessin von Wales, Catherine, äußerte sich jüngst in der Angelegenheit, indem sie in einem Essay über Familien schrieb: „Wir sitzen zusammen in demselben Raum, während unsere Gedanken zwischen Dut­zenden Apps, Mitteilungen und Feeds hin- und herspringen. Schauen Sie den Menschen, die Ihnen wichtig sind, in die Augen, und seien Sie voll da – denn da beginnt Liebe.“ Jede einzelne dieser Aussagen ist sicher richtig. Sogar an Kates pathetisch klingendem Gedanken, von der Aufmerksamkeit auf die Zuneigung zu einem Menschen zu schließen, ist was dran, finde ich. Und zugleich fühle ich mich, wenn ich so etwas lese, jedes Mal ertappt. Ich bin so eine. Eine Smartphone-Mutter, berufs­tätig in Teilzeit und daher an vielen Tagen in der Woche nachmittags mit den Kindern unterwegs. Spätestens dann ist das Smartphone mein wichtigstes Tool. Viele andere schauen auch ständig auf ihr Handy: in der Bahn, im Aufzug, während sie beim Bäcker in der Schlange stehen. Nur Eltern sollen das seit einer Weile nicht mehr tun. Dabei läuft ausgerechnet auf den Ge­räten von Eltern die Alltagsorganisation von gleich mehreren Leben zusammen. Digitale Einkaufslisten der ganzen Familie, gemeinsame Kalender. Unsere Kita – es ist keine der drei eingangs erwähnten – informiert nicht per Aushang, sondern per App. Ich bezahle mit dem Handy. Was früher über den Büroflur gerufen wurde, bekomme ich auch mit, wenn ich auf dem Flur der Musikschule auf ein Kind warte, Teams sei Dank. Das Smartphone ist ein Segen für Eltern. Es arbeitet ihnen zu, und zwar jenseits von Dauerberieselung in Sozialen Medien. Eltern werden für ihr Smartphone-Verhalten so geächtet wie sonst nur Jugendliche Und es ist ein Fluch, denn es arbeitet auch gegen sie. Es macht einen Unterschied, ob man eine schlechte Nachricht am Schreibtisch empfängt oder auf dem Spielplatz. Und auch meine Kollegen haben sich im Teams-Chat häufig sooo viel zu erzählen. Von Whatsapp – Endlos-Sprachaufnahmen, Gruppenchats, Kindergeburtstagsplanungen – ganz zu schweigen. Trotzdem: Niemals würde ich das bisschen digitale Überforderung gegen Präsenztermine, Papierzettel und Telefonketten eintauschen. Ich deaktiviere ja noch nicht mal Push-Nachrichten, weil ich nichts verpassen möchte. Nichtwissen macht mich nicht glücklicher als Wissen. Eine Kollegin erzählt, wie sie es früher, als Smartphones mit digitalem Zugriff auf alles noch nicht gängig waren, innerlich fast zerrissen hat, wenn sie am Nachmittag dringende E-Mails erwartete, während sie sich um ihre Kinder kümmerte. Eltern können heute jederzeit mal eben aufs Handy schauen. Nur werden sie dann womöglich ihren Kindern nicht mehr gerecht. Das Vereinbarkeitsdilemma hat sich vielleicht verändert, verschwunden ist es gewiss nicht. Von Verständnis kann trotzdem keine Rede sein. Eltern werden für ihr Smartphone-Verhalten längst so gescholten wie ansonsten nur Jugendliche, die mit dem ersten Handy hantieren. Sicher, das Bild von der Mutter oder dem Vater mit dem Smartphone in der Hand, während der Nachwuchs dabei ist, kann missverständlich sein. Aber damit ist es offenbar auch ein Anlass, um den Eltern zu unterstellen, sie würden es wagen, die Zeit für sich zu nutzen, wenn die Schwächsten der Gesellschaft ihre Zuwendung brauchen. Keiner weiß allerdings, ob ich mir an der Bushaltestelle wirklich fünf Minuten Scrolling durch Instagram gönne oder in der ÖPNV-App nachschaue, wann der Bus denn endlich kommt. Weil den Kindern so kalt ist. Dass der Papieraushang wenig belastbar ist, dürfte allen klar sein. Die Forscher sprechen schon von der „abgelenkten Elternschaft“ Wie also bitte schön soll man heute ein Leben mit Familie und Job managen, wenn nicht mit dem Smartphone in der Hand? Die Frage ist schon ernst gemeint. Denn auf der einen Seite ist da die eindeutige Studienlage über die Auswirkungen auf die eigene Psyche und die Entwicklung der Kinder. Weniger Smartphone-Zeit, also weniger als zwei Stunden am Tag, sorgt unter Erwachsenen für mehr Wohlbefinden, befand ein Forschungsteam der Universität für Weiterbildung Krems in Österreich im vergangenen Jahr. Und mit dem englischen Begriff phubbing, zusammengesetzt aus phone und snubbing, was sich als „abweisen und ignorieren“ übersetzen lässt, gibt es schon ei­nen Begriff für das problematische Mit­einander bei gleichzeitiger Smartphone-Nutzung. Eine DAK-Studie vom ver­gangenen Jahr nahm sich dieses Phäno­men vor. 29 Prozent der Eltern fühlen sich demnach auf diese Weise von ihrem Gegenüber ignoriert. Aber noch mehr sind Kinder und Jugendliche betroffen – mit 35 Prozent. Auch das Forschungsprojekt „Bildschirmfrei bis 3“, an dem unter anderen die Universität Witten/Herdecke beteiligt ist, widmet sich der Unterbrechung der Eltern-Kind-In­teraktion durch das Smartphone. Die For­scher sprechen schon von der „abgelenkten Elternschaft“, wodurch Signale der Kinder nicht mehr richtig gedeutet werden könnten. Kommunikation aber sei die Basis für die Entwicklung der Hirnstruktur, Stressregulierung und Selbstregulation. Ein sogenanntes Still Face, das aufs Smartphone starre, irritiere gerade kleine Kinder. Das Smartphone stört. Das ist klar. Aber ohne geht es – jetzt kommt das Andererseits – eben auch nicht. Microsoft, das Unternehmen hinter Kanälen wie Outlook und Teams, spricht in einem Bericht von vergangenem Jahr vom „durchgängigen digitalen Kommunikations­zyklus“. Wir hängen also rund um die Uhr am Handy, und zwar nicht allein, um uns bei Social Media mit den Inhalten von Influencern berieseln zu lassen. 40 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer rufen E-Mails gemäß dem jüngsten Bericht vor 6 Uhr morgens ab. Und auch Eltern dürften von durchschnittlich 117 E-Mails und 153 Teams-Nachrichten am Tag be­troffen sein. Von 275 Un­terbrechungen durch Meeting-, E-Mail- und Chat-Benachrichtigungen, die von überall aus abgerufen werden. Der Sound des Alltags ist für viele das Handy-Brummen, das allein durch Microsoft-Nachrichten, im Durchschnitt alle zwei Minuten, ertönt, unter an­derem beim Zähneputzen, Kochen, beim Vorlesen mit den Kindern. Klar, ich könnte App-Blocker installieren, Teams-Kanäle deaktivieren, mein Handy einfach ausschalten. Wahrscheinlich würde ich all das nicht lange aushalten. Nichts gibt mir schließlich mehr Sicherheit, meinen Alltag zu bewältigen, als dieses Gerät. Die Psychologin Eva Asselmann, die in Potsdam an der HMU Health and Medical University forscht und lehrt, bringt im März zu diesem Dilemma ein Buch heraus. Der Titel: „Too Much – Warum wir Kontrolle suchen und Kraft im Loslassen finden“ (dtv). „Wir sind in Deutschland sehr misstrauisch, was digitale Geräte betrifft“ Zum verab­redeten Telefoninterview funktioniert die Sprachaufnahme meines Handys zunächst nicht. Wie passend. Als wollte mich das Gerät kurz daran erinnern, wie abhängig ich von ihm bin, bevor ich anfange, es infrage zu stellen. Eva Asselmann fängt ganz vorn an und erklärt, dass der Mensch evolutionär bedingt natürlich auf Impulse reagiert. Früher auf das Raubtier hinter dem nächsten Baum, heute auf die Bomben in den digitalen Postfächern – „Antwort bis 17 Uhr“, „Betreuungssituation am mor­gigen Donnerstag“. Da ist es egal, ob gerade Kinder zugegen sind oder nicht. Wir handeln. Die Psychologieprofessorin, die zwischen Berlin und Los Angeles pendelt, kann auch die Kritik einordnen, die ge­rade von allen Seiten kommt. Im inter­nationalen Vergleich werde das Smartphone in Deutschland als gefährlicher für die Kindesentwicklung gehalten als in vielen anderen Ländern. „Wir sind in Deutschland sehr misstrauisch, was digitale Geräte betrifft“, sagt sie. „Aber wie bei allem kommt es auf das Ausmaß an. Es ist schon vertretbar für die Entwicklung eines Kindes, wenn man sagt, pass auf, ich muss mich mal kurz zwei Minuten um diese eine Aufgabe am Smartphone kümmern.“ Wichtig sei: Zeiten eingrenzen und zugleich Zeiten schaffen, in denen man den Kindern wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit schenken kann. „Denn klar verwirrt es ein Kind, wenn man sich gerade noch etwas erzählt, und auf einmal schaut die Mutter auf einen Screen.“ Das leuchtet mir ein. Und ich fühle mich trotzdem ertappt – mal wieder. Erreichbarkeit ist in Zeiten, da sich Ar­beit und Privatleben vermischen, für viele ein Teil von Berufstätigkeit. Die Pflicht, im Tausch gegen die Freiheit, vielleicht an einigen Tagen in der Woche im Home­office zu arbeiten. Zugleich sollen sich Eltern aber nicht ablenken lassen, die Bedürfnisse ihrer Kinder ständig im Blick haben. Aber selbst dafür braucht es häufig das Handy – Feriencamp-Buchungen, Mit­tagessen-Auswahl, Verabredungen à la „Marie würde sich so gern mal wieder mit Emil treffen“. Ganz abgesehen davon, dass Kinder diese Geräte einerseits fas­zinieren, und andererseits in den Händen ihrer Eltern verabscheuen. Connys Mutter braucht kein Smartphone – hat aber auch oft keinen Beruf Klar eigentlich, dass Kinder bei so vielen Widersprüchen die schlichte Pseudoalltäglichkeit, die ihnen die Kinderbuchgeschichten über das Mädchen Conny bieten, lieben. Es hat Dutzende dieser Conny-Heftchen gebraucht, bis ich auf ei­ne ehrlichere Version der Conny-Mutter gestoßen bin, „Conny hat Kummer“, eine der neueren Folgen aus den Zwan­zigerjahren. Die Mutter outet sich darin als Kinderärztin und muss auch mal etwas am Handy klären, während Conny versucht, ihr etwas zu erzählen, daher der Kummer. In den allermeisten Folgen geht Connys Mutter allerdings nicht ersichtlich einem Beruf nach. Sie hat keine Interessen, keine Hobbys, noch nicht mal einen besonderen Modestil oder eine schön eingerichtete Wohnung. Sie hat nichts, was sie in irgendeiner Weise über ihre Mutterrolle hinaus definiert. Wenn sie ihr Handy aus der Tasche holt, dann nur, weil sie sich fragt, wo der Papa bei der Schnitzeljagd abgeblieben ist oder weil sie für Conny einen Platz im Schwimmkurs buchen muss – was dann direkt klappt, weshalb sie das Handy ganz schnell wieder wegstecken kann. Aber Mails mit roten Ausrufezeichen? Mit Betreff: „Bitte bis morgen erledigen“? Bekommt diese Frau nicht. Dafür ist sie stets zu Diensten, wenn Conny sie braucht, schwebt wie eine gute Fee über ihr. Das ist sozusagen der Standard bei der populären Unterhaltungsliteratur für Kinder. Was für ein Unterschied im Vergleich zu Lotta aus der Krachmacherstraße, die Figur, die Astrid Lindgren in den Fünfzigerjahren erdachte und in die sich Kinder bis heute auch ganz gut einfühlen können. Lotta erlebt, so wie Conny, viel Alltägliches, sie kann auch – fast alles. Ohne die Hilfe ihrer Mutter lernt sie Radfahren. Sogar einen Weihnachtsbaum organisiert sie mal eigenständig für die ganze Familie. Damals gab es ja keine Smartphones, aber wären sie Teil des Alltags gewesen, dann hätte die Mutter sicher hin und wieder draufschauen dürfen. Sie muss ja nicht permanent um ihr Kind kreisen. Wie wäre es mit Handyfreiheit auf dem Spielplatz? „Die Zeit“ brachte vor 16 Jahren einen Elternknigge heraus. Handys hatten nicht den Stellenwert, den sie heute haben, weshalb in dem Ratgeber auch nur das Telefonieren problematisiert werden musste, und die Frage, ob Eltern die Geräte der Kinder kontrollieren dürften. Eine andere Frage ging so: „Darf Papa auf dem Spielplatz rauchen?“ Die Antwort des Autors lautete: Nein, obwohl er selbst rauche. Nur eben nicht auf Spielplätzen. Damals war es aber offenbar unter Eltern üblich, auf Spielplätzen zu rauchen. Links einer mit Zigarette, rechts einer mit Zi­garette, so steht es im Text. Sicher, auch die Zigarette hat heute einen anderen Stellenwert, es gibt aber weiterhin Raucher, auch rauchende Eltern. In sechs langen Spielplatzjahren ist mir dort aber noch nie jemand mit Zigarette in der Hand aufgefallen. Offenbar konnten wir Eltern uns das abgewöhnen, sicher auch weil die Zeit auf dem Spielplatz begrenzt ist. Sie hat einen Anfang und ein Ende. Vielleicht ist der Spielplatz also auch eine Chance für Handyfreiheit auf Zeit. „Manchmal bekommt man eine Nachricht und denkt sich: Oh Gott, das ist so dringend, darauf muss ich direkt ant­worten“, sagt die Psychologin Eva Asselmann. „Aber in Wirklichkeit, wenn man ehrlich ist, wäre es vollkommen okay gewesen, sich zwei Stunden später zu melden.“ Auch Abwarten, Dinge ruhen zu lassen, lässt sich trainieren. In gleicher Weise, wie wir auch konditioniert aufs Reagieren sind. „Diese Schlüsselkompetenz, dass wir selbst Verantwortung dafür tragen, uns zu regulieren, statt reflexhaft auf Reize unserer Umwelt zu reagieren, wird in Zukunft noch wichtiger werden“, sagt Asselmann. Je digital abrufbarer unser Leben, umso größer das Potential für impulsives Verhalten. Ein Nachmittag mit Kindern ist also eigentlich eine gute Möglichkeit, Entschleunigung zu üben. „Wenn wir permanent im Dauerberie­selungs- und Reaktionsmodus sind, kann es sein, dass wir irgendwann erschöpfen oder ausbrennen.“ Man müsse das Smartphone ja nicht ganz weglassen, sagt Asselmann. „Nutzen Sie es zum Bezahlen. Tragen Sie das, was wichtig ist, in den Kalender ein. Das Gerät bietet viele Vorteile. Aber schauen Sie in gewisse Apps erst später rein.“ Das mahnende Schild in der Kita von damals hängt heute in ähnlicher Form auch in der Einrichtung, in der mein Sohn einmal die Woche turnt. Darauf eine große Comicfigur mit Handy und eine kleine, die hilflos hochschaut. Dazu die Mahnung: „Sprich mit mir“. Leicht gesagt, weiß ich heute, selbst wenn meine ältere Tochter und ich uns natürlich während der Stunde Warterei auf dem Flur unterhalten. In den letzten zehn Minuten vor Turnschluss gestehe ich ihr allerdings häufig mein Handy zu, solange keine anderen Kinder da sind. Ein Großvater beobachtete die Szene neulich. Blickte auf das Schild, dann auf uns. Mein Fehler, ich weiß, sagte ich schnell. Er aber erwiderte das vielleicht einzig Entscheidende: „Da stehen Eltern heute vor einer großen Aufgabe.“