FAZ 03.01.2026
06:37 Uhr

Elektromüll: Akkus lösen immer häufiger Brände auf Recyclinghöfen aus


Alte Batterien und Akkus sorgen offenbar immer häufiger für Brände in Müllwagen und auf Recylinghöfen. Der Bund müsse das Problem wirksam bekämpfen, fordert der Städtetag.

Elektromüll: Akkus lösen immer häufiger Brände auf Recyclinghöfen aus

Brände durch alte Batterien und Akkus werden offenbar zu einem immer größeren Problem für die Kommunen in Deutschland. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Christian Schuchardt, sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Täglich lösen alte und defekte Batterien und Akkus Brände auf städtischen Recyclinghöfen oder in Müllfahrzeugen aus.“ Das Problem sei, dass in vielen Gegenständen Kleinstbatterien verbaut seien und zu oft Akkus und Batterien im Hausmüll landen würden. Die Brände gefährdeten dann Leib und Leben der Mitarbeiter. „Zusätzlich werden auch Abfallanlagen, Fahrzeuge oder Mülltonnen beschädigt und zerstört“, sagte der Hauptgeschäftsführer. Das setzte die Entsorgungssicherheit aufs Spiel. „Zudem führen die Schäden dazu, dass Versicherungsprämien für die Betriebe in die Höhe schnellen oder Anlagen gar nicht mehr versichert werden“, warnte Schuchardt. Der Bund müsse daher das Problem wirksam bekämpfen. „In Frankreich und Belgien wurde dies bereits umgesetzt und dort beispielsweise Einweg-E-Zigaretten verboten.“ Deutschland habe diese Chance hingegen mit dem unlängst beschlossenen Gesetz für Elektroaltgeräte vertan. „Deshalb muss der Bund jetzt mit wirksamen Regelungen nachbessern“, betonte Schuchardt.