Schöne Bescherung: Leon Draisaitl hat seine Edmonton Oilers mit einem Hattrick zu einem 5:1 (2:1, 2:0, 1:0)-Heimerfolg über die Calgary Flames geführt. Der deutsche Eishockey-Star erzielte zum neunten Mal in seiner NHL-Karriere drei Tore in einem Spiel, zuletzt war Draisaitl dies 2023 in der nordamerikanischen Eishockey-Liga geglückt. Das Besondere: Draisaitl erzielte alle drei Tore aus dem Power-Play, er ist der fünfte Spieler in der Vereinsgeschichte der Oilers, der in einer Partie dreimal aus dem Überzahlspiel getroffen hat. Draisaitl: Knoten geplatzt nach acht torlosen Spielen „Mich freut es, wenn ich für meine Mitspieler Abschlüsse kreieren kann. Ich war nie in einem Panikmodus, weil ich über einen längeren Zeitraum mal nicht getroffen habe. Es war nur eine Frage der Zeit, bis mal wieder einer fällt“, sagte Draisatil zu seinen Treffern. In den vorherigen acht Partien war der Angreifer ohne Tor geblieben. Draisaitl brachte die Oilers kurz vor Ende des ersten Drittels mit 2:1 in Führung, legte nach zwei Minuten des zweiten Spielabschnitts nach und besorgte Anfang des dritten Durchgangs den Endstand. An allen fünf Toren der Oilers war Draisaitls Ko-Star Connor McDavid mit einer Vorlage beteiligt. „Es ist ein Trend der vergangenen Wochen, dass wir gut und konstant spielen. Jeder trägt zum Erfolg bei – wenn uns das gelingt, sind wir ein harter Gegner“, sagte Draisaitl zum achten Sieg aus den vergangenen elf Spielen. Mit 44 Punkten sind die Oilers in der Pacific Division gleichauf mit den Vegas Golden Knights und Anaheim Ducks. Nach Ansicht des früheren Eishockey-Bundestrainers Uwe Krupp ist Draisaitl derweil nur mit den allergrößten deutschen Sportlern zu vergleichen. „Es gibt in Deutschland ganz wenige Leute, die verstehen, was Leon Draisaitl in der NHL abreißt. Konstant, Jahr für Jahr, nicht nur eine Saison. Er ist ein Messi, ein Ronaldo“, sagte Krupp im „Kicker“-Interview. Uwe Krupp lobt Leon Draisaitl In der deutschen Sportgeschichte fielen ihm auf diesem Level außer NBA-Ikone Dirk Nowitzki „nur Boris Becker, Steffi Graf und Michael Schumacher ein. Das Beste daran, wenn du ihn kennst: ein super Typ, bescheiden, anständig, hat keine Allüren. Leon ist ein Aushängeschild, ein totales Vorbild.\" Dass der gebürtige Kölner Draisaitl, der erst in der vergangenen Woche als erster Deutscher die 1000-Punkte-Marke in regulären NHL-Saisonspielen geknackt hatte, nicht wie diese Legenden gewürdigt werde, liegt laut dem ersten deutschen Stanley-Cup-Gewinner an Faktoren, die Draisaitl nicht beeinflussen kann: „Weil es Eishockey und nicht Fußball ist, er nachts unserer Zeit tausende von Kilometern entfernt spielt.“ Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar 2026) wird Draisaitl allerdings in den Fokus der deutschen Sportfans rücken: Erstmals seit 2014 in Sotschi sind die NHL-Stars wieder bei Olympia dabei. Moritz Seider fuhr mit den Detroit Red Wings unterdessen den dritten Sieg in Serie ein, mit 4:3 (1:0, 0:2, 2:1) setzten sich die Red Wings nach Verlängerung zuhause gegen die Dallas Stars durch. Seider war an zwei Toren mit einer Vorlage zur Stelle, unter anderem beim Siegtreffer von Dylan Larkin nach 34 Sekunden der Verlängerung. Trotz des 18. Saisontreffers von Tim Stützle verloren die Ottawa Senators mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen die Buffalo Sabres. Im zweiten Drittel gelang Stützle aus dem Power-Play der 2:2-Ausgleich, nach 31 Sekunden der Verlängerung kassierten die Senators den Treffer zur Niederlage. Auch Nico Sturm musste mit seinem Team eine Niederlage nach Verlängerung hinnehmen, seine Minnesota Wild zogen mit 2:3 (1:2, 1:0, 0:0) gegen die Nashville Predators den Kürzeren. JJ Peterka verlor mit den Utah Mammoth mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0) gegen die Colorado Avalanche.
