FAZ 14.02.2026
17:36 Uhr

Eintracht siegt deutlich: Ein erster Lichtblick nach schweren Wochen für Frankfurt


Früh in der Partie muss der Frankfurter Offensivspieler Kalimuendo ausgewechselt werden. Doch die Sorgen weichen schnell der Freude: Gegen Mönchengladbach bejubelt die Eintracht wieder ein Erfolgserlebnis.

Eintracht siegt deutlich: Ein erster Lichtblick nach schweren Wochen für Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat den ersten Sieg in diesem Jahr bejubelt und dem neuen Trainer Albert Riera eine gelungene Heimpremiere in der Fußball-Bundesliga beschert. Die Hessen besiegten Borussia Mönchengladbach 3:0 (2:0) und verschärften damit die Abstiegssorgen des Rivalen vom Niederrhein. Vor 59.000 Zuschauern erzielten Nathaniel Brown in der 24. Minute, Ayoube Amaimouni-Echghouyab (34.) und Ansgar Knauff (75.) die Tore für die zuvor seit neun Pflichtspielen sieglose Eintracht, die sich in der Tabelle mit 31 Punkten auf den siebten Platz schob. Die Borussia, die nun seit sechs Partien auf einen Erfolg wartet, hängt mit 22 Punkten weiter im unteren Tabellenmittelfeld fest. Das Polster auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt nur drei Punkte. „Das war nach den vergangenen Wochen ein guter, wichtiger Schritt“, freute sich Mario Götze nach dem Sieg bei Sky. Für Riera hatte der frühere Nationalspieler viel Lob übrig. „Was er in der Kürze der Zeit mit uns gemacht hat, war sehr gut“, betonte Götze: „Er ist ein sehr, sehr guter Trainer und gibt uns viel mit. Wir haben noch viele Themen, die wir besser machen müssen, aber wir sind auf einem guten Weg.“ Neue Verletzungssorgen bei der Eintracht Die Hausherren mussten abermals auf die verletzten Offensivkräfte Jonathan Burkardt, Younes Ebnatoulib, Michy Batshuayi und Can Uzun verzichten. Und es kam noch schlimmer: Schon nach einer Viertelstunde war für den einzigen verbliebenen Angreifer Arnaud Kalimuendo vorzeitig Schluss. Der 24-Jährige verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall mit Gladbach-Torwart Moritz Nicolas. Zwar kehrte die Leihgabe von Nottingham Forest nach längerer Behandlungspause noch einmal auf das Feld zurück, kurz darauf ging es bei Kalimuendo aber nicht mehr weiter. Für ihn kam mit Mahmoud Dahoud ein eher defensiv ausgerichteter Spieler. Doch auch ohne nominelle Sturmspitze gingen die Hessen in Führung. Nach Vorlage von Jean-Mattéo Bahoya traf Brown mit einem Direktschuss ins Eck. Es war der erste verheißungsvolle Angriff der Frankfurter im Spiel, in dem die Gäste das aktivere Team waren. Gefahr strahlte die Borussia aber nicht aus. Vielmehr kam der große Auftritt von Amaimouni-Echghouyab, den Riera überraschend erstmals für die Startelf ausgewählt hatte. Der 21 Jahre alte Marokkaner zog aus halbrechter Position einfach mal ab und überwand Nicolas mit einem leicht abgefälschten Schuss ins lange Eck. Es war bereits das zweite Bundesligator für den im Winter für 200.000 Euro vom Drittligateam TSG Hoffenheim II gekommenen Offensivmann. Nach dem Wechsel blieb Frankfurts Abwehrspieler Rasmus Kristensen angeschlagen in der Kabine, für ihn kam Nnamdi Collins. Am Spielverlauf änderte sich wenig. Gladbach bemühte sich um den Anschluss, agierte aber zu ideenlos. So hatte die Frankfurter Defensive – immerhin die zweitschlechteste der Liga – keine Mühe. Ganz anders die Gäste: Bei einem weiten Schlag unterlief Kota Takai ein katastrophaler Fehler, den Knauff zum entscheidenden 3:0 nutzte. Trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten blieb es am Ende dabei.