FAZ 09.02.2026
13:45 Uhr

E-Mails von Andrew: William und Kate „zutiefst besorgt“ über Epstein-Enthüllungen


Abermals werden weitere Details der Verbindung zwischen Andrew Mountbatten-Windsor und Jeffrey Epstein bekannt. Nun äußern sich Prinz William und seine Frau.

E-Mails von Andrew: William und Kate „zutiefst besorgt“ über Epstein-Enthüllungen

Der britische Thronfolger Prinz William und seine Frau Prinzessin Kate haben sich „zutiefst besorgt“ geäußert zu den immer neuen Enthüllungen über den Einfluss des ehemaligen amerikanischen Finanziers und Sexualstraftäters Jeremy Epstein. Ein Sprecher des Thronfolgerpaars sagte in einer knappen Erklärung, „dass der Prinz und die Prinzessin zutiefst besorgt sind über die fortdauernden Enthüllungen“. Er fügte hinzu, „ihre Gedanken gelten weiterhin den Opfern“. Die Erklärung wurde zu Beginn einer dreitägigen Reise des Prinzen von Wales nach Saudi-Arabien veröffentlicht und diente offenkundig auch dem Zweck, William während seines Aufenthaltes dort von Fragen zu Ep­stein und zu den Verbindungen seines Onkels Andrew zu ihm zu verschonen. In der vergangenen Woche war der jüngste Bruder von König Charles III., Prinz Edward, während seiner Teilnahme an einer Konferenz in Dubai unvermittelt zu den Verbindungen Andrews und Epsteins befragt worden. Edward hatte geantwortet, es sei wichtig, immer im Kopf zu haben, wer die Opfer in dieser Sache seien und an deren Schicksal zu denken. Gab Andrew Interna der britischen Regierung an Epstein weiter? Die jüngste Stellungnahme der Königsfamilie erschien am Montag nach dem Bekanntwerden weiterer Details der Verbindung zwischen Andrew Mountbatten-Windsor und Epstein. Unterlagen aus dem veröffentlichten Untersuchungsmaterial der amerikanischen Strafverfolger gegen Epstein nähren die Vermutung, dass der damalige Prinz in seiner früheren Rolle als Handels-Sonderbotschafter der britischen Regierung Interna an den amerikanischen Geschäftsmann weitergab. Die dazu vorhandenen Schriftwechsel entstanden nach jenem Zeitpunkt im Jahr 2010, auf den Andrew das Ende seiner Beziehung zu Epstein datierte. Es handelt sich unter anderem um die Zusammenfassung einer Dienstreise, die Andrew im Auftrag der Regierung nach Südostasien unternahm. Der frühere Botschafter Großbritanniens in Washington, Peter Mandelson, ist mittlerweile Gegenstand polizeilicher Ermittlungen, nachdem ähnliche Texte nahelegen, er habe als Regierungsmitglied in den Jahren 2009 und 2010 interne Informationen an Epstein weitergeleitet.