FAZ 15.02.2026
04:48 Uhr

Drogenschmuggel: Französische Marine beschlagnahmt 2,4 Tonnen Kokain im Südpazifik


Die Drogen wurden auf hoher See zerstört, das gestoppte Schif durfte danach weiterfahren.

Drogenschmuggel: Französische Marine beschlagnahmt 2,4 Tonnen Kokain im Südpazifik

Die französische Marine hat im Überseegebiet Französisch-Polynesien im Südpazifik auf einem Schiff 2,4 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Bei dem Einsatz in Kooperation mit den US-Behörden seien 100 Pakete Kokain entdeckt worden, teilten die französischen Behörden am Sonntag mit. Die Drogen seien auf hoher See zerstört worden, das gestoppt Schiff habe seine Fahrt dann mitsamt der Besatzung fortsetzen können. Das Vorgehen ist in Französisch-Polynesien üblich: Die in der Region auf Schiffen beschlagnahmten Drogen sind in der Regel nicht für das französische Überseegebiet bestimmt. Vielmehr wollen Drogenschmuggler sie von den Produktionsländern in Südamerika über den Pazifik in Länder wie Australien und Neuseeland bringen. Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt von Französisch-Polynesien, Papeete, will sich auf Fälle konzentrieren, die das Überseegebiet direkt betreffen. Die Strafverfolgung wird Ländern überlassen, unter deren Flagge die aufgebrachten Schiffe fahren – oder den Zielländern der Drogen. Aus welchem Land das Schiff stammte, auf dem jetzt die Drogen beschlagnahmt wurden, teilten die französischen Behörden nicht mit. Mit dem Drogenfund, der bereits am Donnerstag erfolgte, wurden innerhalb eines Monats in der Region fast zwölf Tonnen Kokain beschlagnahmt.