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20.09.2026
19:23 Uhr
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CDU muss laut Hochrechnungen um Wiedereinzug bangen +++ Merz: Reformen müssen kommen +++ Grüne in Berlin für Koalition mit der Linken und SPD +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Berlin: Linke will regieren, Grüne und SPD bekräftigen ihre BedingungenWahlsiegerin Elif Eralp will in Berlin regieren, daran lässt sie am Wahlabend keine Zweifel. Und die beiden Partner, die sie dafür braucht, lassen schon erkennen, worum es in möglichen Koalitionsverhandlungen gehen wird:„Die Berlinerinnen und Berliner haben mir, haben uns, den klaren Auftrag fürs Rote Rathaus gegeben“, sagt Eralp, die für die Linke das beste Ergebnis jemals in der Hauptstadt erzielt hat. „Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben.“Auch die Grünen streben nach der Wahl eine rot-grün-rote Koalition an. „Wir wollen jetzt Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit SPD und Linken ein progressives Bündnis für Berlin schmieden“, erklärten die beiden Landesvorsitzenden Nina Stahr und Philmon Ghirmai Abend. Der grüne Bundesvorsitzende Felix Banaszak sagte in Bezug auf Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: „Wir stehen bereit, Verantwortung in beiden Landtagen zu übernehmen.“ Für eine Beteiligung an einer Koalition unter Führung der Linken in Berlin stellte er aber eine Bedingung: „Es braucht ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus, ansonsten wird es mit uns nicht funktionieren.“ SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wollte sich am Wahlabend noch nicht über Koalitionsoptionen äußern, nach den klaren Verlusten seiner Partei ist es aber auch mehr als fraglich, ob er in der Berliner SPD künftig überhaupt noch eine Rolle spielen wird. SPD-Innensenatorin Iris Spranger sieht die Initiative jetzt bei der Linken: „Einladen wird, wer oben steht. Und dann müssen wir gucken, wie die Koalitionsverhandlungen laufen“, sagte sie. Die Priorität der Grünen sei auch klar zu Gunsten der Linken. Die SPD werde entsprechende Gespräche auch führen. Spranger betonte ebenso wie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, bei den von den Linken gewünschten Enteignungen von Wohnungskonzernen gebe es klaren Widerstand der SPD. „Wenn die Linke jetzt weiter Enteignung fordert, dann wird die SPD natürlich auch eine rote Linie haben. Ich hoffe, dass das, was vorher gesagt wurde, dann auch die rote Linie ist.“ Zudem stehe ja auch fest: Ohne die SPD gebe es keine Koalition mit einer Mehrheit. Nach den aktuellen Hochrechnungen wäre in Berlin auch eine Koalition von CDU, Grünen und SPD möglich.
MV: CDU-Spitzenkandidat Peters sieht Ursache für Wahlniederlage in Polarisierung des WahlkampfesDer CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, sieht das schlechte Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl vor allem in der Polarisierung des Wahlkampfes begründet. „Die Ursache liegt zuallererst darin, dass wir in dem hochpolarisierten Wahlkampf zerrieben wurden“, sagte Peters am Sonntagabend in der ARD. Im Wahlkampf sei nicht über landespolitische Themen gesprochen worden, kritisierte Peters. „Es ging einzig um die Frage, wie man es mit der AfD hält.“Zu Stimmen in seiner Partei, die ein Ende der Brandmauer forderten, sagte Peters, dabei handele es sich um „ganz wenige Stimmen“. Er bekräftigte, weder mit AfD noch mit der Linkspartei koalieren zu wollen. „Für mich und die Partei steht fest: Wir sollten an dem Kurs weiter festhalten. Es geht um die Sache, und wir dürfen das Land nicht den politischen Rändern überlassen.“ Auch CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sah ihre Partei als Opfer einer Polarisierung im Wahlkampf. „Das ist ein erschütterndes Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern für uns“, sagte Hoppermann am Sonntagabend dem Sender phoenix. „Wir sind zerrieben worden in dem polarisierten Wahlkampf von Manuela Schwesig mit der AfD.“Für die CDU und Kanzler Friedrich Merz sei es nun wichtig, ein Zeichen der Stabilität und auch der Führung auszusenden, „dass er und die Bundesregierung und auch die CDU Deutschlands unser Land wieder fit für die Zukunft machen wollen.“ Die angestoßenen Reformen seien genau dafür gedacht.
Schwesig: SPD hat auch wegen Ukraine-Haltung Stimmen an AfD verlorenDie SPD hat nach Worten von Mecklenburg-Vorpommers Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) auch wegen ihrer Haltung zur Ukraine Wählerstimmen an die AfD verloren. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es viele Menschen, die die finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine ablehnten und sich zudem wünschten, dass wieder Energie durch die Nord-Stream-Pipeline geliefert werde. Beide Punkte unterstütze die SPD aber nicht und habe deshalb auch Stimmen verloren. Die AfD habe eine „großes Ergebnis“ eingefahren, aber ihr Ziel einer absoluten Mehrheit und eine Alleinregierung nicht erreicht.Schwesig sagte weiter: „Ich möchte allen Bürgerinnen und Bürgern sagen, die mich in den letzten Wochen mega unterstützt haben, die mich angesprochen haben, bis heute, vor dem Wahllokal, im Gottesdienst, auf den Straßen, dass sie sich wünschen, dass es gut in diesem Land weitergeht, dass ich meine Arbeit fortsetze. Und ich weiß, dass wir dafür heute auch als SPD MV sehr, sehr viel Vertrauen bekommen haben, über Parteigrenzen hinweg. Und deshalb möchte ich ganz klar sagen: Ich möchte gerne mit der SPD MV diesem Vertrauen gerecht werden. Darauf können sich alle verlassen.“
SPD-Chef Klingbeil will Regierungshandeln überprüfenSPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil will als Konsequenz aus den Wahlergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin das Regierungshandeln überprüfen. „Wir müssen für uns als Bundesregierung analysieren, warum es diese große Unsicherheit im Land gibt“, sagte Klingbeil am Sonntagabend in der ARD. Die Regierung habe es nicht geschafft, ihre Reformen so zu vermitteln, dass die Menschen darin Veränderungen zum Besseren sähen. Stattdessen seien häufig nur Kürzungsdebatten geführt worden. Mit Blick auf die umstrittene Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren sagte Klingbeil, man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen. „Dafür werden wir Lösungen finden.“ Einer Personaldebatte über seine Person und Ko-Chefin Bärbel Bas erteilte er eine Absage. „Wir führen keine innerparteilichen Debatten.“
Zentralrat der Juden beunruhigt über Ergebnis in BerlinDer Zentralrat der Juden zeigt sich besorgt über den deutlichen Sieg der Linken in Berlin. Die Partei sei im Wahlkampf wiederholt mit antisemitischen Grenzüberschreitungen aufgefallen, teilt Zentralratspräsident Josef Schuster mit. „Dass eine Partei, auf deren Wahlkampfbühne offen der Tod von Menschen gefordert wurde, als Siegerin aus der Wahl hervorgeht, beunruhigt mich zutiefst.“ Es sei zum Tod israelischer Soldaten und zur Intifada aufgerufen worden, im Publikum sei dazu getanzt worden. Er appelliere an SPD und Grüne, der Partei nicht ins Rote Rathaus zu verhelfen. „In der Bekämpfung des Judenhasses, den diese Partei in ihren Reihen duldet und frei gewähren lässt, besitzt die Linke keinerlei Glaubwürdigkeit mehr“, so Schuster. Neben einem rot-grün-roten Bündnis wäre angesichts der Hochrechnungen in Berlin auch eine Koalition unter Führung der CDU möglich. Die Grünen haben sich aber bereits für ein Linksbündnis ausgesprochen, auch aus der SPD kommen entsprechende Signale.
Amthor kritisiert CDU-Politiker, die sich für Zusammenarbeit mit AfD ausgesprochen habenDer christdemokratische Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor gibt denjenigen CDU-Politikern aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich für eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen hatten, eine Mitschuld am schlechten Wahlergebnis der Partei. „Das hat eher dazu beigetragen, dass es noch mehr Verunsicherung bei unseren Wählerinnen und Wählern hier in Mecklenburg-Vorpommern gab“, sagte der aus dem Bundesland stammende Staatsminister im Kanzleramt im ZDF. Doch auch die „schwierigen Personaldiskussionen“ der vergangenen Wochen hätten „natürlich den Wahlkampf sehr stark überlagert“. Deshalb sei es „gut und richtig, dass diese Personaldiskussionen jetzt nicht fortgesetzt werden“, so Amthor.
MV: FDP-Landeschef Domke kündigt nach Wahlschlappe Rückzug anNach der heftigen Wahlschlappe für seine Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern will FDP-Landeschef René Domke nicht abermals für ein Parteiamt kandidieren. Er stehe nicht mehr zur Verfügung, sagte Domke in Schwerin. „Ich übernehme die persönliche Verantwortung.“ Spitzenkandidat war der Vize-Bürgermeister der Hansestadt Wismar nicht. Ziel sei, dass das Personal, das für die Landtagswahl als Team gekämpft habe, nun einen Erneuerungsprozess gestalten könne. Man werde das alles in den Parteigremien beraten und er werde dafür liefern, was die Partei von ihm verlange. Die FDP verpasste ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF zufolge den Einzug in den Schweriner Landtag deutlich. Sie hat demnach nur zwischen 1,0 und 1,2 Prozent der Stimmen bekommen. Bei der Wahl 2021 hatten die Liberalen noch 5,8 Prozent der Stimmen bekommen und waren mit fünf Abgeordneten in den Landtag eingezogen. Nach dem Übertritt einer Abgeordneten zur CDU-Fraktion und einem Austritt waren es noch drei Abgeordnete. Weil einer Fraktion mindestens vier Abgeordnete angehören müssen, bildet die FDP seit Mitte 2025 eine Gruppe im Landtag. Die internen Streitigkeiten nannte Domke als einen Grund für das schwache Abschneiden der Partei.
Grünen-Party im GasometerDie Berliner Grünen feiern ihre Wahlparty im Schöneberger Gasometer; einem alten, riesigen Gasspeicher mitten im Kiez. Gas wird dort schon lange nicht mehr gebunkert, sondern es sind Büros und Wohnungen entstanden. Und die Möglichkeit, ein mittelprächtiges Wahlergebnis zu erörtern. Trotz großer Verluste für Union und SPD ist es den Grünen nicht gelungen, ihr Ergebnis vom letzten Mal zu verbessern.
Berliner FDP-Vorsitzender bietet Rücktritt an Die FDP wird in Berlin wieder nicht ins Abgeordnetenhaus einziehen. In den Hochrechnungen der ARD liegt sie bei 2,4 Prozent. Spitzenkandidat und Landeschef Christoph Meyer könnte damit der erste sein, der an diesem Wahlabend persönliche Konsequenzen zieht: Er hat seinen Rücktritt angeboten. „Das ist ein bitterer Abend für die FDP“, sagte Meyer er. „Wenn ich sage: Ich habe als Spitzenkandidat, wir haben nicht überzeugen können, dann heißt das auch, dass man Verantwortung übernimmt. Und Verantwortung bedeutet, dass ich den Landesvorsitz der FDP Berlin zur Verfügung stellen werde.“Die Berliner FDP hatte bereits bei der Wiederholungswahl 2023 den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus verpasst. Meyer hatte den Berliner FDP-Landesvorsitz im März 2018 übernommen, nachdem er dieses Amt schon von 2010 bis 2012 innehatte.
Banaszak kritisiert Schwesigs WahlkampfNach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Grünen-Ko-Chef Felix Banaszak den Wahlkampf von SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kritisiert. Schwesig habe einen Wahlkampf nicht nur gegen die AfD, sondern auch gegen die demokratischen Mitbewerber geführt, sagte Banaszak am Sonntagabend in der ARD. „Herzlichen Glückwunsch zu dem Ergebnis, aber man sieht ja, zu welchem Preis dieser Aufstieg noch mal ermöglicht wurde.“ Schwesig habe „einen enorm aggressiven Wahlkampf geführt. Ehrlicherweise nicht gegen die AfD, sondern gegen den demokratischen Mitbewerber“, so Banaszak. Nach jetzigem Stand seien die Grünen Teil des nächsten Landtags in Mecklenburg-Vorpommern und damit mit großer Wahrscheinlichkeit Teil der nächsten Landesregierung, sagte Banaszak. Das bedeute, dass das Gewicht der Grünen in den kommenden Monaten steigen werde.Auch in Berlin könnten die Grünen Teil der kommenden Landesregierung sein. Dazu sagte Banaszak: „Ich bin dafür, dass wir uns dafür einsetzen, dass Jüdinnen und Juden und Menschen muslimischen Glaubens gleichermaßen sicher sind in Berlin und hier ihre Heimat haben.“ Deswegen sei klar: „Das ist der Modus, mit dem wir in die Gespräche gehen werden. Wir haben nie gesagt, wir wollen mit Linken und SPD lieber ein Bündnis bilden, sondern sind mit allen gesprächsbereit. Die Anforderungen sind klar: Es braucht ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus, ansonsten wird es mit uns nicht funktionieren.“
SPD-Generalsekretär Klüssendorf fordert Korrekturen bei ReformvorhabenSPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern von der Bundesregierung Korrekturen bei ihren Reformvorhaben gefordert. „Ich denke, dass die Bundesregierung sich insgesamt hinterfragen muss“, sagte Klüssendorf am Sonntagabend im ZDF. Schon nach der Wahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen habe er gesagt, dass es bei den Reformdiskussionen der vergangenen Monate häufig nur um Kürzungen gegangen sei „und gar nicht so sehr um die strukturellen Reformen, die unser Land dringend braucht“, so Klüssendorf. Es gehe nun nicht darum, zu hinterfragen, ob es Veränderungen brauche, sondern, dass man nicht mit dem „Kopf durch die Wand“ könne und einfach so weitermachen könne wie bisher.Das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern nannte Klüssendorf einen „großen Erfolg“. Es sei „wirklich eine unglaubliche Aufholjagd“, die die SPD dort hingelegt habe, sagte Klüssendorf. Das starke Abschneiden der AfD sei zugleich „besorgniserregend“, ergänzte er. Das Ergebnis der SPD in Berlin bezeichnete Klüssendorf hingegen als „extrem enttäuschend“. Die SPD habe dort über viele Jahre Verantwortung getragen, und diese lange Zeit sei nun „ein Stück weit dann ein Rucksack“ gewesen, „den wir mitgetragen haben“. Es sei nun wichtig, dort „jeden Stein umzudrehen und zu überlegen: Wie können wir dort auch wieder Vertrauen zurückgewinnen“, sagte Klüssendorf.
Linke in MV offen für weitere Beteiligung an möglicher LandesregierungDie Spitzenkandidatin der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg, hat sich offen für eine weitere Beteiligung an einer möglichen neuen Landesregierung gezeigt. Die Linke sei der Garant für ein bezahlbares Leben und eine gute Bildungspolitik. „Das möchten wir natürlich weiter vorantreiben“, sagte die Spitzenkandidatin in der ARD. Der Ball für Gespräche liege aber bei der SPD. Man werde im Laufe des Abends und in den nächsten Tagen sehen, wie es weitergehe. Oldenburg sagte weiter: „Das Polarisieren hat niemandem genutzt, keiner demokratischen Partei, weder der SPD noch uns, sondern einzig und allein der AfD. Das ist in die falsche Richtung gegangen. Da haben alle demokratischen Parteien Federn gelassen.“Die Linke liegt laut ersten Hochrechnungen über der Fünfprozenthürde, muss aber Verluste hinnehmen. Die Partei regiert derzeit mit der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig das Bundesland in einer rot-roten Koalition. Oldenburg ist Bildungsministerin. Für eine Fortsetzung der rot-roten Koalition dürfte es nach den ersten Prognosen nicht reichen, nötig könnte eine Beteiligung der Grünen werden.
AfD-Spitzenkandidat Holm sieht Regierungsauftrag in MV AfD-Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm hat in Mecklenburg-Vorpommern nach der Landtagswahl Gespräche mit allen Parteien angekündigt. „Wir haben hier den Regierungsauftrag in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Holm nach der Veröffentlichung der Prognosen von ARD und ZDF, die seine Partei bei 37 bis 38 Prozent sehen und damit knapp vor der SPD. Er sprach von einem „wirklich starken Ergebnis“. Es sei „ein wunderbarer Abend für die Alternative für Deutschland“, sagte Holm. Er kündigte an, alle Parteien einzuladen. „Denn es geht ja hier nicht um uns oder irgendwen oder irgendwelche Parteien und Pfründe oder dieses oder jenes. Es geht darum, dass wir unser Land wieder auf Vordermann bringen.“ Holm sagte, er erwarte von den anderen Parteien Gesprächsbereitschaft. „Alles andere macht keinen Sinn. Wir müssen miteinander reden, denn wir wollen Mecklenburg-Vorpommern voranbringen“, sagte Holm.
Diese Dreier-Koalitionen sind in Berlin möglich – und diese ist wahrscheinlichJetzt kommen die ersten Hochrechnungen – und sie bestätigen die frühen Prognosen, denen zufolge die Linke mit etwa 25 Prozent ihr historisch bestes Ergebnis in der Hauptstadt erzielen kann. Um ins Rote Rathaus gewählt zu werden, wird die linke Spitzenkandidatin Elif Eralp demnach zwei Koalitionspartner brauchen: Grüne und SPD. Die CDU hat eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen. Mit der AfD, die laut den Hochrechnungen auf Platz drei (ARD) oder vier (ZDF) landet, wollen die anderen Parteien nicht zusammenarbeiten. Außerdem hat Eralp auch eine Zusammenarbeit mit dem BSW ausgeschlossen, das in den Hochrechnungen bei fünf Prozent liegt und damit wohl noch bis zum Ende der Auszählung um den Einzug ins Abgeordnetenhaus zittern muss.Denkbar wäre auch eine Koalition unter Führung der CDU, die laut den Hochrechnungen auf 20 Prozent kommt und damit gut acht Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Wahl verloren hat. Trotzdem könnte die CDU nach den aktuellen Hochrechnungen zusammen mit Grünen und SPD auf eine knappe Mehrheit im Abgeordnetenhaus kommen.Wahrscheinlich ist aber eine rot-grün-rote Koalition – für die Eralp nun kämpfen will: „Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben\", sagt sie der ARD. Auch die Grünen bevorzugen dieses Dreierbündnis: „Wir wollen jetzt Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit SPD und Linken ein progressives Bündnis für Berlin schmieden“, haben die beiden Landesvorsitzenden Nina Stahr und Philmon Ghirmai auch nach Bekanntgabe der ersten Prognosen noch einmal bekräftigt. Nur SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach will sich am Wahlabend noch nicht dazu äußern: „Es ist zu früh, um über Koalitionsoptionen zu sprechen“, sagte er auf die Frage, ob die SPD lieber eine Koalition mit der Linken oder der CDU wolle. Die SPD sei abgewählt worden und werde dies zunächst analysieren.