FAZ 21.11.2025
12:26 Uhr

Das Beste lesen mit FAZ+: Was ein Aida-Kapitän verdient und welchen Rat Warren Buffett gibt


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Das Beste lesen mit FAZ+: Was ein Aida-Kapitän verdient und welchen Rat Warren Buffett gibt

Liebe Leserin, lieber Leser, eigentlich war die Karriere des Aida-Kapitäns Tommy Möller vorbestimmt. Schon sein Vater, Großvater, Urgroßvater und Ururgroßvater sind zur See gefahren. Trotzdem hat er erst mit 35 Jahren sein Nautikstudium begonnen, um schließlich Kapitän zu werden. „Ich komme aus so einer richtigen Seefahrerfamilie“, erzählt Möller. Aufgewachsen an der Ostsee, waren das die perfekten Bedingungen, um selbst irgendwann in See zu stechen. Nach der zehnten Klasse begann er 1988 kurz vor der Wende in der ehemaligen DDR seine Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Er lernte die Arbeit auf Deck und auf der Brücke kennen, aber auch alles, was im Maschinenraum abläuft – parallel dazu machte er sein Abitur. Dann aber ging es zunächst nicht gradlinig zur Seefahrt weiter, und allein diese Geschichte ist schon interessant. Aber uns hat der Kreuzfahrtkapitän auch erzählt, wie er dann doch geworden ist, was er heute ist, was er verdient, wie lange er auf See ist – und wie ein typischer Tag abläuft. Das ist ein lesenswertes Stück geworden, nicht nur für Kreuzfahrt-Liebhaber. Der Großmeister des Investierens tritt bei Berkshire Hathaway Ende des Jahres ab. Mit einem Brief verabschiedete sich Warren Buffett von den Anlegern: „I’m going quiet“. Fortan werde sich sein Nachfolger Greg Abel um die Geschäfte kümmern. Einen Teil seines Vermögens spendet er. So mancher sieht in dem Schreiben auch einen Abschiedsbrief. So rät Buffett, nur in jene Unternehmen zu investieren, deren Geschäftsmodell man auch wirklich versteht. Der Grundsatz klingt simpel, ist in der Realität aber nicht ganz so einfach umzusetzen. Wer weiß schon, wie die Chips von Nvidia im Detail funktionieren? Oder die Cloud von Amazon? Keine Angst vor Fehlern haben Was Buffett mit diesem Ratschlag vor allem meint, ist, die Chancen und Risiken für das jeweilige Unternehmen gut zu kennen – und dadurch einschätzen zu können, wie sich das Geschäft künftig entwickelt. Das erfordert allerdings auch einen gewissen Aufwand. Denn dazu gehört, sich nicht zu schade dafür zu sein, Geschäftsberichte im Detail zu lesen. Womit ein zweiter Grundsatz wichtig wird: Qualitätsunternehmen zu einem guten Preis zu kaufen. Auch an seine drei Kinder wendet sich Buffett, die bereits selbst im Rentenalter sind. Eine Botschaft liegt ihm dabei offenbar besonders am Herzen: Er rät seinen Kindern, dass sie keine Angst vor Fehlern haben sollen. Nächstes Jahr wird es in Deutschland schwieriger, legal an Cannabis zu kommen. So viel ist jetzt klar. Nachdem die schwarz-rote Bundesregierung schon vor ein paar Wochen einen sehr weit reichenden Gesetzentwurf verabschiedet hat, um die Abgabe von Hanfblüten und Hanfextrakten auf Rezept zurückzudrängen, macht nun auch der Verband der Cannabisunternehmen einen Vorschlag für eine Neuregelung, die zu einem deutlichen Rückgang der Hanf-Rezepte führen dürfte. Das Impulspapier, das der F.A.S. vorliegt, zielt darauf ab, den zurzeit weitverbreiteten Bezug von Cannabis zu angeblich medizinischen Zwecken auf der Grundlage von simplen Fragebögen im Internet zu unterbinden. Der Mediziner Hendrik Streeck, der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, brachte seine Bilanz der Regelung neulich in der F.A.Z. auf die griffige Formel: „Wir haben Dealer in weißen Kitteln geschaffen.“ Das sieht nicht jeder so, die Diskussion über das Thema ist interessant, Sebastian Balzter hat sie zusammengefasst. Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit, darüber freuen wir uns sehr. Wenn Sie ein FAZ+ Abo und eine Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine Mail an c.knop@faz.de. IhrCarsten KnopHerausgeberFrankfurter Allgemeine Zeitung