Liebe Leserin, lieber Leser, der MSCI World hat seine Schwächen. Vor allem ist er sehr von Amerika abhängig. Denis Kremer stellt eine clevere Alternative zum Selbstbauen vor. Wer als deutscher Anleger in den vergangenen Jahren beispielsweise auf den MSCI World setzte, hat mit Ausnahme der jüngsten Zeit mit dem Index sehr gut verdient. Denn lange stiegen nicht nur die Kurse amerikanischer Aktien an, sondern zugleich gewann auch der Dollar gegenüber dem Euro an Wert. Es wäre also ein Fehler, den MSCI World nun in Bausch und Bogen zu verdammen. Selbst seine größten Fans werden aber eingestehen müssen: Ein echtes Weltportfolio steckt nicht dahinter. Denn zum US-Anteil von derzeit exakt 71,9 Prozent kommen andere wichtige Börsenländer in gerade einmal homöopathischen Dosen hinzu. Wie könnte nun eine kluge Alternative aussehen? Mithilfe von sieben ETF soll die Börsenwelt nahezu vollständig abgebildet werden. Auf die sieben Aktien-ETF kommt man infolge einer einfachen Überlegung. Die wichtigsten Anlageregionen der Welt sind zweifelsohne die Vereinigten Staaten, es folgen Japan, Europa und die Schwellenländer („Emerging Markets“), zu denen an der Börse an vorderster Stelle China zählt. Wozu aber nun auch noch einen Anleihe-ETF hinzunehmen? Weil Anleger ganz unabhängig von der Konstruktion zu ihrem Aktienanteil immer ein Gegengewicht mit weniger Risiko benötigen. Doch lesen Sie hier gerne selbst. Und vielleicht auch das Stück zu der Frage, ob man sich vom MSCI World nun trennen sollte. Der amerikanische Historiker Timothy Snyder zieht im Gespräch mit Konrad Schuller Parallelen zwischen Trumps Führungsstil und dem Dritten Reich. Doch damit nicht genug: Es gebe auch Verbindungslinien zu Putin: „Historische Vergleiche sagen nicht, dass ein Ding genau wie das andere ist. Sie helfen aber, sich von Erscheinungen der Gegenwart nicht unvorbereitet überraschen zu lassen. Hitler zum Beispiel hatte nach 1933 das Problem zu lösen, wie eine nationale Polizei mit paramilitärischen Elementen geschaffen werden kann. Wenn wir erkennen, dass das ein wichtiger Schritt hin zur totalitären Herrschaft war, verstehen wir besser, was die Sondermiliz ICE bedeuten kann. Auch hier geht es um die Schaffung einer nationalen Polizeimacht in einem föderal organisierten Staat.“ Und die Deutschen? „Ihr habt euch an den Gedanken gewöhnt, dass ihr nicht führen sollt. Aber wenn ihr nicht führt, legt ihr die Macht vollständig in die Hände der Amerikaner und der Russen. Und ob Deutschland seiner Bedeutung gerecht wird, hängt jetzt ganz konkret davon ab, was es für die Ukraine tut. Ob es der Ukraine genug Waffen gibt, ob es seine Industrie auf die Herstellung dieser Waffen ausrichtet und ob es Russland daran hindert, Öl und Gas zu exportieren.“ Wer Immobilien an die Kinder weitergeben möchte, nutzt oft das Mittel des Nießbrauchs. Doch dabei lauern Tücken. Keine Immobilienschenkung ohne Nießbrauch, heißt es immer wieder. Der Nießbrauch zählt zu den Klassikern der Vermögensnachfolge und bietet erhebliche steuerliche Vorteile. Wird etwa ein Mietshaus auf die Kinder übertragen, kann sich der Schenker das Recht vorbehalten, die Mieteinnahmen lebenslang weiterhin zu vereinnahmen. Dieser sogenannte Vorbehaltsnießbrauch mindert die Schenkungsteuer, weil sein Wert vom Immobilienwert abgezogen wird. Doch was passiert, wenn der Nießbraucher verstirbt oder auf sein Recht verzichtet – sei es unentgeltlich oder gegen Entschädigung? Hier klären wir auf. Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit – und ein schönes Wochenende! Wenn Sie ein FAZ+ Abo und eine Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.de. Viele Grüße Ihr Carsten KnopHerausgeberFrankfurter Allgemeine Zeitung
