Wie wenig wir daran gewöhnt sind, wichtige Entscheidungen einem Losverfahren zu überlassen, zeigte sich nach dem Vorschlag, die Wehrpflichtigen eines Jahrganges so auszuwählen. Er stieß auf wenig Verständnis. Dabei hat das Losverfahren nicht nur eine lange Geschichte, es wird auch neuerdings wieder stärker genutzt, etwa in Pattsituationen nach der politischen Wahl oder bei der Zuteilung von Organspenden. Das informativste Buch dazu hat der Greifswalder Politikwissenschaftler Hubertus Buchstein geschrieben. Als es vor fünfzehn Jahren erschien, fanden manche Kritiker es ein wenig zu lang geraten.
