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19.02.2026
15:14 Uhr
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Airbus will 2026 so viele Flugzeuge ausliefern wie nie +++ Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab +++ Nestlé schrumpft und baut Konzern um +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Am Donnerstag hielten mehrere Fahrzeuge vor Andrews Unterkunft - und nahmen am Ende den Ex-Prinzen mit. (Foto: Peter Nicholls/Getty Images)
Hochtief profitiert vom Bauboom für RechenzentrenDie starke Nachfrage nach Rechenzentren und ein Bauboom im Energiesektor sowie in der Verteidigung haben den Essener Baukonzern Hochtief im abgelaufenen Geschäftsjahr beflügelt. Das Unternehmen hat einen Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro erreicht und mit seinem Konzerngewinn von 789 Millionen Euro die eigenen Jahresziele gleich zweimal übertroffen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Wie das Unternehmen am Donnerstagnachmittag mitteilte, soll eine Dividende von 6,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Größter Anteilseigner an Hochtief ist der spanische Baukonzern ACS, aber Hochtief ist derzeit offenbar für viele weitere Anleger attraktiv: Binnen eines Jahres ist der Aktienkurs von Hochtief um 160 Prozent gestiegen und hat kürzlich ein Rekordhoch von 406 Euro erreicht.
Strabag-Aktionär macht KasseDer steile Kursanstieg des Baukonzerns Strabag zieht Verkaufswillige an. Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat Aktien im Wert von rund 180 Millionen Euro am Markt platziert. In einer Analyse der Erste Group zur Strabag wird auf einen Bloomberg-Artikel verwiesen, nach dem Raiffeisen 2,08 Millionen Anteilscheine zu einem Preis von 86,5 Euro je Aktie angeboten habe. Das entspreche einem Abschlag von über elf Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Mittwoch. „Die Strabag Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt, und wir haben uns entschieden, als Teil unserer laufenden Portfolio- und Risikomanagement-Überlegungen einen geringen Teil unserer Beteiligung zu verkaufen. Ein höherer Streubesitz macht sie für Anleger attraktiver“, argumentiert die Raiffeisen Holding. Allein in den vergangenen 52 Wochen hat der Kurs um 84,82 Prozent zugelegt. Am heutigen Donnerstag fiel er im Zuge der Platzierung allerdings um rund sieben Prozent auf etwa 90 Euro. Mit der Transaktion wird der Streubesitz geringfügig auf 18 Prozent steigen. An dem bestehenden Syndikat zwischen Raiffeisen Holding, Uniqa und der Privatstiftung Haselsteiner ändert sich nach der Platzierung nichts. Angeboten worden seien nur Aktien, die nicht Teil des Syndikats waren, hieß es aus der Raiffeisen.
Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab Der Bund hat dem Softwareriesen im vergangenen Jahr 481,4 Millionen Euro für seine Produkte und Dienste gezahlt. 2023 waren es 274 Millionen Euro; 2024 waren es knapp 348 Millionen Euro. Ein Ende dieser Entwicklung zeichnet sich bislang kaum ab. Dabei gebe es hierzulande genügend Alternativen.
Stilles und Wasser mit Geschmack treiben GerolsteinerGerolsteiner Brunnen, der nach eigenen Angaben größte deutsche Hersteller von Markenmineralwasser, hat im vergangenen Jahr 3,4 Prozent mehr Getränke verkauft und so seinen Umsatz um 2,7 Prozent auf knapp 349 Millionen Euro gesteigert. Damit ist das Eifeler Unternehmen schneller gewachsen als der Markt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vom Januar ist die Nachfrage nach dem „Naturprodukt Mineralwasser\" im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Liter oder knapp 129 Liter pro Kopf gestiegen, in der Corona-Pandemie war sie kurzzeitig gesunken. Als Wachstumstreiber nennt Gerolsteiner Wasser ohne Kohlensäure und Wasser mit Geschmack. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Bitburger-Unternehmensgruppe und beschäftigt 850 Mitarbeiter.
Renault sieht 2026 niedrigere Gewinnmarge Renault stellt sich im laufenden Jahr auf eine geringere Profitabilität ein. Als Gründe hierfür nannte der französische Autobauer die internationale Expansion unter anderem nach Südamerika und in Asien, den Anlauf neuer Elektrofahrzeugmodelle sowie zunehmende Konkurrenz in Europa. Die operative Marge dürfte daher 2026 auf 5,5 Prozent sinken, nach 6,3 Prozent im vergangenen Jahr, wie Renault am Donnerstag mitteilte.Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller weltweit gut 2,3 Millionen Fahrzeuge, das war ein Plus von 3,2 Prozent in einem Markt, der den Angaben zufolge lediglich um 1,6 Prozent wuchs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro.Unter dem Strich verzeichneten die Franzosen jedoch einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür waren die milliardenschweren, nicht zahlungswirksamen Belastungen im Zusammenhang mit der bereits im vergangenen Sommer geänderten bilanziellen Behandlung des Nissan-Anteils. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen und bestimmte Produktionsanlagen.
Weltmarktführer Krones erwartet weniger WachstumDer weltgrößte Abfüllanlagenbauer Krones hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr steigern können, zeigt sich aber angesichts der geopolitischen Spannungen, des schwachen Dollars und der US-Zollpolitik vorsichtiger. Wie das im M-Dax der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz 2025 um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Damit wurde das untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne von sieben bis neun Prozent erreicht. Wechselkurseffekte belasteten nach Angaben von Krones das Umsatzwachstum mit 99 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn vor Anschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich um zwölf Prozent auf 602 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 10,6 Prozent (2024 betrug sie 10,1) in der oberen Hälfte der angepeilten Spanne von 10,2 bis 10,8 Prozent. Der Nettogewinn legte um sieben Prozent auf 299 Millionen Euro zu. Für das laufende Jahr klammert Krones Währungseffekte aus der Umsatzprognose aus und rechnet auf dieser Basis mit einem Wachstum von drei bis fünf Prozent. „Krones ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet“, hieß es in der Mitteilung. Doch gebe es Unwägbarkeiten wie die weltweite Entwicklung der Zölle, Materialengpässe und wacklige Lieferketten. Die operative Umsatzrendite soll sich 2026 trotzdem auf 10,7 bis 11,1 Prozent verbessern. Neben steigenden Umsätzen sollen dazu „eine weiterhin disziplinierte Preisstrategie“ und die Umsetzung von Sparmaßnahmen beitragen. Zum Jahreswechsel hatte Krones Aufträge über 4,19 Milliarden Euro in den Büchern. 2025 kamen neue Aufträge über insgesamt 5,56 Milliarden Euro herein, knapp zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Knorr-Bremse steigert GewinnDer Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat 2025 dank Einsparungen trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr verdient. Für 2026 plant der Vorstandsvorsitzende Marc Llistosella aber wieder mit Wachstum. Der Umsatz solle im laufenden Jahr auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2025 mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt in der oberen Hälfte der Spanne. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht das Management 2026 bei rund 14 Prozent.Beim Ausblick stützt sich die Unternehmensführung auf den Auftragseingang, der 2025 um 2,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro zulegte. Dabei glichen gestiegene Bestellungen im Bahngeschäft die rückläufige Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft mehr als aus.Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Dies entspricht auch den Erwartungen von Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis stieg indessen um 5,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Unter dem Strich stand ein um ein Fünftel gestiegener Gewinn von gut 574 Millionen Euro.
Nestlé schrumpft und baut Konzern umEin schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben dem Nahrungsmittelriesen 2025 abermals einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9,0 Milliarden Franken, ein Minus von 17 Prozent. Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Nettogewinn von 10,08 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa drei bis hin zu vier Prozent an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.Der neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks fokussieren.
Versicherer Zurich hebt nach Rekordgewinn Dividende an Gestützt von geringeren Katastrophenschäden und gut laufenden operativen Geschäften hat der Versicherer Zurich Insurance Group 2025 mehr verdient. Der Betriebsgewinn kletterte um 14 Prozent auf den Rekordwert von 8,9 Milliarden Dollar, teilte der Schweizer Versicherungskonzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich stand mit 6,8 Milliarden Dollar 17 Prozent mehr Nettogewinn. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Betriebsgewinn von 8,7 Milliarden Dollar und einem Nettogewinn von 6,5 Milliarden Dollar gerechnet.Die Anleger sollen in den Genuss einer höheren Ausschüttung kommen, Zurich will die Dividende um sieben Prozent auf 30 Franken je Titel anheben. Europas fünftgrößter Versicherungskonzern bekräftigte seine Mittelfristprognose. „Das Resultat verdeutlicht, dass wir auf sehr gutem Weg sind, unsere Ziele für 2027 zu erreichen oder sogar zu übertreffen und wir bestens positioniert sind, um zukünftige Wachstumschancen zu nutzen“, erklärte Konzernchef Mario Greco.Für den Zeitraum 2025 bis 2027 peilt Zurich auf bereinigter Basis eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von mehr als 23 Prozent an und will den Gewinn je Aktie pro Jahr um mehr als neun Prozent steigern. 2025 betrug der ROE 26,9 Prozent und der Gewinn je Aktie stieg um 13 Prozent. In dem dreijährigen Planungszeitraum sollen die verschiedenen Geschäftseinheiten in Summe zudem mehr als 19 Milliarden Dollar Barmittel generieren – die Basis für Dividendenzahlungen.
Neuer Chef von DB Cargo baut fast die Hälfte der Stellen ab Der Chef der seit Jahren kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo, Bernhard Osburg, hat den Abbau von fast der Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland angekündigt. Von den derzeit rund 14.000 Vollzeitstellen hierzulande sollen 6.200 wegfallen, sagte Osburg der Deutschen Presse-Agentur. Das betreffe fast alle Bereiche, etwa Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration sowie Vertrieb und die IT.Vorgängerin mit Umstrukturierung gescheitertDer Stellenabbau ist Teil eines Umstrukturierungsplans, mit dem Osburg das hochdefizitäre Unternehmen wieder in die Spur bringen will. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Noch in diesem Jahr muss DB Cargo infolge eines EU-Beihilfeverfahrens wieder schwarze Zahlen schreiben. Sonst droht das Aus. Das operative Minus belief sich Osburg zufolge im vergangenen Jahr noch auf einen mittleren zweistelligen Betrag.Schon Osburgs Vorgängerin, Sigrid Nikutta, wollte den Konzern neu aufstellen, musste aber gehen, nachdem ihr Sanierungskonzept in einem externen Gutachten durchgefallen war.Osburg betont nun, eine Strategie mit mittelfristiger Ausrichtung bis zum Jahr 2030 vorgelegt zu haben. Die gutachterliche Bestätigung wird für Ende Februar erwartet. In dieser Woche wurden die Beschäftigten sowie der Aufsichtsrat von DB Cargo informiert.
Airbus will Auslieferungsrekord brechenDer weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will im laufenden Jahr so viele Jets an seine Kunden übergeben wie nie zuvor. Nach dem schwierigen Produktionsausbau der vergangenen Jahre plant Vorstandschef Guillaume Faury nun die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Damit würde er seinen Rekord von 863 Jets aus dem Jahr 2019 übertreffen, den er seit der Corona-Krise nicht annähernd wieder erreicht hatte.Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) soll auf rund 7,5 Milliarden Euro nach oben klettern. Branchenexperten hatten sich jedoch noch mehr Flugzeug-Auslieferungen und im Tagesgeschäft einen stärkeren Gewinnanstieg ausgerechnet.Im vergangenen Jahr steigerte Airbus den Umsatz um sechs Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn sprang um ein Drittel auf etwas mehr als 7,1 Milliarden Euro nach oben, und unter dem Strich stand ein Überschuss von rund 5,2 Milliarden Euro, fast ein Viertel mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll von 3 Euro auf 3,20 Euro steigen.Mit den Gewinnzahlen und der Dividende übertraf der Konzern die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Gegen Ende vergangenen Jahres hatten Qualitätsprobleme an Rumpfverkleidungen Airbus gebremst. Der Hersteller musste Hunderte Jets überprüfen und lieferte deshalb statt der ursprünglich geplanten 820 Maschinen nur 793 Flugzeuge an seine Kunden aus.
Brauerei Eichbaum streicht fast jede dritte StelleDie angeschlagene Mannheimer Brauerei Eichbaum wird in den kommenden Monaten fast jede dritte Stelle streichen. Die Zahl der Mitarbeiter soll von derzeit 290 auf unter 200 sinken, berichtet der Mannheimer Morgen nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung. Die Kündigungen könnten schon in der kommenden Woche ausgesprochen werden. Der Schritt sei schmerzhaft, aber die einzige Chance, den Rest der Brauerei zu retten, zitiert das Blatt das Management. Eichbaum sucht offenbar Investoren, die Interesse an einer Übernahme der Brauerei haben, aber auch dafür sei eine Verschlankung notwendig.Eichbaum leidet schon länger an einer zu geringen Auslastung. Im Herbst musste die Mannheimer Brauerei Insolvenz anmelden. Kurz zuvor hatte das Unternehmen noch versucht, sich über den Verkauf der Malzbiermarke Karamalz samt Produktion an Veltins etwas Luft zu verschaffen, doch der daraus erzielte Erlös konnte die finanzielle Lage offenbar nicht ausreichend stabilisieren. Anfang Januar ist das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Die Mitarbeiter hoffen auf eine erfolgreiche Sanierung.
Rheinmetall darf Blohm+Voss und NVL übernehmen Rheinmetall darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werften-Gruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.„Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor“, teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.Mit der Übernahme will sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Der Konzern baut bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine, etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis.
Deutscher Flugverkehr bleibt hinter Vor-Corona-Zahlen zurück219,6 Millionen Passagiere sind im vergangenen Jahr an deutschen Flughäfen ein-, aus- oder umgestiegen. Das waren 3,6 Prozent mehr als 2024, aber 11,5 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019, als 248,1 Millionen Passagiere gezählt wurden. Das teilte der Luftfahrtverband BDL am Mittwoch mit. Im Rest Europas übersteigt das Platzangebot auf Flügen die Vorkrisenwerte um acht Prozent. „Während in Europa so viel geflogen wird wie nie zuvor, bleibt Deutschland weiter abgekoppelt vom Luftfahrt-Boom“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.Der Urlaubsflugverkehr von Deutschland aus mit Ferienfliegern wie Condor, Tuifly, Eurowings und Sun Express überstieg das Vor-Corona-Niveau um ein Drittel, das Inlandsflugangebot hat sich halbiert. Bei - nicht über Drehkreuze führenden - Direktverbindungen zu Städten im europäischen Ausland bleibt ein Minus von 18 Prozent gegenüber 2019. Dieses Marktsegment, in dem Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizzair stark sind, übertraf im Rest Europas frühere Werte um 31 Prozent. Als Hauptursache macht der BDL hohe Standortkosten in Deutschland aus. „Unter diesen Bedingungen gelingt es dem deutschen Luftverkehr nicht, schneller zu wachsen als der europäische Durchschnitt – das wäre aber notwendig, um die Lücke zu schließen“, sagte Dr. Lang. Die angekündigte Senkung der Luftverkehrsteuer genüge nicht für eine Belebung, es müssten „weitere Schritte folgen“. Der Zollstreit mit den USA hat den Luftfrachtverkehr 2025 angetrieben. 4,86 Millionen Tonnen wurden an hiesigen Airports umgeschlagen - ein Plus sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber 2019. Treiber dieser Entwicklung seien vor allem temporäre Nachfragespitzen infolge der US-Zollpolitik gewesen, teilte der BDL mit. „Parallel zur Androhung neuer Zollschranken füllten Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks kurzfristig ihre Lagerflächen mit Vorprodukten und Ersatzteilen.\"