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05.03.2026
17:51 Uhr
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Berlusconi bekommt mehr Macht denn je +++ USA verlängern Ausnahme von Sanktionen für Rosneft Deutschland +++ Google eröffnet KI-Zentrum in Berlin +++ Merck erwartet für 2026 einen Gewinnrückgang +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete KleidungDer asiatische Billig-Modehändler Shein bietet auf seiner Plattform nach Recherchen von Greenpeace weiterhin Kleidung an, die mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Eine Untersuchung des Bremer Umweltinstituts im Januar habe ergeben, dass viele der angebotenen Kleidungsstücke nach wie vor die Grenzwerte der europäischen Chemikalienverordnung überschritten, erklärten die Umweltschützer am Donnerstag. Shein versprach, den Ergebnissen der Untersuchung nachzugehen und räumte Fehler ein.Greenpeace hatte den Angaben nach bereits im November eine Reihe von mit gefährlichen Chemikalien belasteten Produkten von Shein gefunden. Das Unternehmen habe daraufhin angekündigt, die betroffenen Artikel vom Markt zu nehmen. Im Januar seien dann identische oder sehr ähnliche Produkte wie im November untersucht worden – mit sehr ähnlichen Ergebnissen, erklärte Greenpeace. Tatsächlich habe Shein lediglich beanstandete Produktnummern entfernt.In einigen Fällen seien die beanstandeten Produkte schlicht nicht aus dem Sortiment genommen worden. So werde eine mit Chemikalien belastete Outdoor-Jacke weiterhin vom selben Händler auf der Plattform angeboten, erklärte Greenpeace. Oder es blieben sehr ähnliche Produkte im Sortiment: Etwa Sandalen, mit chemisch belasteten Fußbetten. Laut Greenpeace nahm Shein lediglich eine Farbvariante aus dem Sortiment. Shein gestand Fehler ein: „Wir (...) erkennen an, dass dieser Vorgang Bereiche aufzeigt, in denen unsere Kontrollen weiter gestärkt werden können“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Infolge der ersten Untersuchung seien die von Greenpeace genannten Produkte „umgehend weltweit von unserer Plattform entfernt“. Und auch die in dem neuen Bericht identifizierten Produkte seien nun sofort entfernt worden. „Gleichzeitig führen wir weitere eigene Tests durch“, führte der Sprecher aus.
Berlusconi bekommt mehr Macht denn jeDer Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat1-Muttergesellschaft, Pier Silvio Berlusconi, zementiert seine Macht. Er wird beim italienischen Medienkonzern Media for Europe (MFE) nun zusätzlich Verwaltungsratsvorsitzender. Damit löst Berlusconi den 88 Jahre alten Fedele Confalonieri ab, der ein alter Weggefährte seines verstorbenen Vaters Silvio Berlusconi ist. Pier Silvio ist mit anderen Familienmitgliedern auch der maßgebliche Eigentümer des in Italien börsennotierten Medienkonzerns, der sich vor allem auf das Fernsehgeschäft konzentriert.Zudem will MFE nun Strukturen einziehen, die den Konzern zu einer „international integrierten Unternehmensgruppe“ machen, wie Berlusconi mitteilte. Alle Funktionen des Top-Managements sollen konzernweite Zuständigkeit bekommen, was vor allem die Märkte Italien, Spanien und Deutschland betrifft. Der von MFE geschickte ProSiebenSat1-Vorstandsvorsitzende Marco Giordani wird Finanzvorstand der Gruppe und zuständig für die gesamte internationale Geschäftsentwicklung. Vom Münchner ProSiebenSat1-Standort aus sollen künftige digitale Innovationen und Künstliche Intelligenz entwickelt und verbreitet werden. Dirk Voigtländer, langjähriger Leiter des Bereichs Investor Relations, wird die entsprechende Abteilung leiten, teilt das Unternehmen mit.
USA verlängern Ausnahme von Sanktionen für Rosneft DeutschlandDas US-Finanzministerium hat die ursprünglich bis Ende April begrenzte Ausnahmeregelung von Sanktionen für die deutschen Tochtergesellschaften des russischen Ölkonzerns Rosneft unbefristet verlängert. Die entsprechende erweiterte General License hat das Office of Foreign Asset Control (OFAC) am Donnerstag veröffentlicht. Die Verlängerung der Ausnahmeregelung ist vor allem für die mehrheitlich von Rosneft Deutschland kontrollierte PCK Raffinerie in Schwedt von Bedeutung. Mitte Januar hatte die Geschäftsführung der PCK in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) von Beeinträchtigungen im Geschäftsbetrieb berichtet und die Ministerin gebeten, möglichst schnell für eine Verlängerung der Ausnahme von US-Sanktionen zu sorgen. Die Raffinerie versorgt weite Teile von Ostdeutschland und Berlin mit Treibstoff.Auch die seit dreieinhalb Jahren bestehende Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur über Rosneft Deutschland wurde vor wenigen Tagen unbefristet verlängert. Zu den Vermögenswerten gehören neben der Beteiligung an der PCK-Raffinerie im ostdeutschen Schwedt auch Minderheitsanteile an Raffinerien in Karlsruhe und im bayerischen Vohburg.
Cum-Ex: Frühere Warburg-Mitarbeiter vor GerichtEin weiteres Cum-Ex-Verfahren beginnt am 24. März im neuen Prozessgebäude in Siegburg bei Bonn. Eine Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts hat die Anklage gegen drei ehemalige Mitarbeiter der Hamburger Privatbank M.M. Warburg wegen Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Die Staatsanwaltschaft Köln wirft den Angeklagten – einem früheren Abteilungsleiter, einem damaligen Mitarbeiter im Risikocontrolling und einem einstigen Syndikusanwalt der Bank – vor, an den illegalen Aktienkreisgeschäften zulasten der Staatskasse mitgewirkt oder diese unterstützt zu haben. Die Taten sollen zwischen 2007 und 2019 stattgefunden haben.Eine ebenfalls angeklagte Steuerbeamtin des Finanzamts für Großunternehmen in Hamburg muss sich hingegen nicht wegen Beihilfe verantworten. In ihrem Fall fehle es an hinreichenden Anhaltspunkten für einen Gehilfenvorsatz. Sie habe im Rahmen der Betriebsprüfung keine Kenntnis der falschen Angaben des Bankhauses gehabt, so das Gericht. Wegen der Beteiligung der Angeschuldigten und einer möglichen Abtrennung ihres Verfahrens hatte es bereits einen juristischen Streit bis hin zum Oberlandesgericht Köln gegeben.Die Warburg-Bank war mehr als Jahre im Cum-Ex-Handel aktiv. In Bonn wurden schon mehrere ehemalige Mitarbeiter der Bank zu Haftstrafen verurteilt. Das Landgericht setzte auch die Einziehung von 176,5 Millionen Euro an Taterträgen aus Cum-Ex-Geschäften bei der Privatbank durch. Der Strafprozess gegen Christian Olearius, Miteigentümer der Warburg-Bank, wurde hingegen im Juni 2024 eingestellt.
Google eröffnet KI-Zentrum in Berlin Der US-Technologiekonzern Google hat in Berlin ein Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet. Das neue „Google AI Center“ ist zentraler Bestandteil eines großangelegten Investitionsprogramms von 5,5 Milliarden Euro, mit dem der Konzern bis 2029 seine Infrastruktur in Deutschland ausbaut und die hiesige Wirtschaft bei der KI-Nutzung unterstützen will. Das Zentrum soll weiterhin eine vertiefte Zusammenarbeit mit Vertretern der Wissenschaft und der Politik fördern. In den historischen Räumen des Forums an der Museumsinsel im Berliner Ortsteil Mitte bündelt Google künftig Teams von Google DeepMind, Google Research und Google Cloud unter einem Dach. Das Zentrum umfasst nun auch einen „AI-Demo-Space“ zur Präsentation neuester KI-Technologien. Philipp Justus, Google-Chef für Zentraleuropa, sagte, das Zentrum sei ein „Ort für Zusammenarbeit und Debatten“, der den KI-Standort Deutschland voranbringen solle.Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sagte: „Das ist ein guter Tag für Deutschland – für den KI-Standort Deutschland.“ Die Entscheidung von Google zeige, dass die Bundesrepublik ein attraktiver Hightech-Standort sei. „Hier vor Ort entstehen neue Ideen, Kooperationen und Produkte, von denen Start-ups, Mittelstand und Industrie profitieren.“ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sah in dem neuen Zentrum „einen klaren Vertrauensbeweis in die Stärke und Zukunftsfähigkeit“ der Hauptstadt.
Merck erwartet für 2026 einen Gewinnrückgang Für Belén Garijo war es das letzte Mal, dass sie als Geschäftsführerin des Darmstädter Pharmakonzerns Merck vor die Presse trat. Im Mai wird die Spanierin die Konzernleitung an ihren Nachfolger Kai Beckmann übergeben, der bislang die Electronics-Sparte verantwortet hat. Während Garijo im Jahr 2021 als „Covid-CEO“ kam, wird Beckmann ein ähnlich volatiles Marktumfeld vorfinden. Dieses macht sich auch in den Geschäftszahlen für 2025 bemerkbar: Mit Umsatzerlösen von 21,1 Milliarden Euro lag das Ergebnis zwar im Rahmen der Prognose. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze aber um 0,3 Prozent zurück. Grund dafür seien vor allem negative Währungseffekte durch den US-Dollar und asiatische Währungen. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA pre) betrug 6,1 Milliarden Euro und wuchs damit um 5,6 Prozent. Das Unternehmen plant, seinen Aktionären erneut eine Dividende von 2,20 Euro auszuzahlen. Bei der Prognose für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Merck vorsichtig und stellt sogar einen Gewinnrückgang in Aussicht. So geht das Unternehmen für 2026 von einem Ergebnis vor Sondereffekten zwischen 5,5 und sechs Milliarden Euro aus. Auch die Umsätze dürften stagnieren. Die Aktie verlor bis zum späten Nachmittag um vier Prozent ihres Werts. Grund für die Zurückhaltung ist die auslaufende Exklusivität des Medikaments Mavenclad zur Behandlung von Multipler Sklerose, das 2025 noch 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hatte. Folglich rechnet Merck mit einem hohen Wettbewerb durch Generika-Hersteller in den USA. Laut der Finanzchefin Helene von Roeder entfiel rund die Hälfte der zuletzt erzielten Umsätze mit Mavenclad auf die USA, die übrigen 50 Prozent würden in Europa erwirtschaftet. „Wenn wir uns die USA ansehen, gibt es eine Reihe von Generika, die auf den Markt kommen könnten. Sie könnten schon morgen in den Verkauf gehen“, sagte von Roeder. Für Ausgleich könnte in der Pharma-Sparte hingegen der 2025 von Merck übernommene US-Konzern Springworks sorgen. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 2026 werde das Biotech-Unternehmen, das sich auf seltene Tumore, etwa in Nerven und Muskeln spezialisiert, zum organischen Wachstum beitragen, so die Erwartung.
DHL trotzt den schweren Zeiten, bleibt aber vorsichtigDer Bonner Logistikkonzern DHL muss für das Jahr 2025 sinkende Umsätze vermelden, hat aber trotzdem – auch Dank der Effekte seines Sparprogramms – Gewinn gemacht. Das teilte DHL am Donnerstag anlässlich der Veröffentlichung seiner Jahresbilanz mit. In einem Umfeld, in dem das Unternehmen mit der US-Zollpolitik und nun auch mit dem Iran-Krieg konfrontiert ist, äußert sich Konzernchef Tobias Meyer vorsichtig für die Zukunft: „Die Volatilität der Weltwirtschaft wird uns auch 2026 begleiten“, sagte der Manager, dessen Vertrag der DHL-Aufsichtsrat am Mittwoch bis zum März 2031 verlängert hatte.Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im abgelaufenen Jahr bei 6,1 Milliarden Euro; der Umsatz sank hingegen um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro. Obwohl DHL im Expressgeschäft mit schrumpfenden Sendungsvolumina in Richtung USA zurechtkommen musste, konnte der Konzern in dieser Sparte ein Ergebniswachstum verbuchen. Die Lieferkettensparte Supply Chain wuchs ebenfalls. Das internationale Frachtgeschäft lief hingegen nicht gut – wegen schwacher Konjunktur und niedriger Preise für Frachttransporte. Recht positiv fielen die Zahlen in der Sorgenkind-Sparte Post und Paket Deutschland aus. Dort zeigt anscheinend das im vergangenen Jahr verkündete Sparprogramm Wirkung; das Betriebsergebnis verbesserte sich.
US-Gericht: Unternehmen haben Anspruch auf Zoll-Rückzahlung Die US-Regierung hat im Rechtsstreit um ihre Zölle eine weitere Niederlage kassiert. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied, dass Importeure Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben, die das oberste US-Gericht jüngst für unrechtmäßig erklärt hatte. Kläger war in dem konkreten Fall ein Unternehmen aus dem Bundesstaat Tennessee. Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese Zölle in einer wegweisenden Entscheidung im vergangenen Monat für rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-Präsidenten nicht, eigenständig Zölle zu verhängen, urteilten die Richterinnen und Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurückzahlen muss, entschieden sie dabei nicht. Mehrere Unternehmen, wie beispielsweise auch der US-Logistikkonzern Fedex, hatten daraufhin beim Gericht für internationalen Handel in New York Klagen gegen die Regierung eingereicht, um eine Rückerstattung bereits gezahlter Zölle durchzusetzen. Bereits unmittelbar nach dem Urteil des Supreme Courts wurde mit einer Welle an Rückforderungen solcher Zölle gerechnet. Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es für den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar. Das entspräche etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts.
Nvidia-Chef: Keine 100-Milliarden-Investition in OpenAI wegen Börsengang Nvidia hat einer milliardenschweren Investition in den ChatGPT-Entwickler OpenAI eine Absage erteilt. Die Möglichkeit, 100 Milliarden Dollar in das KI-Unternehmen zu stecken, sei wahrscheinlich vom Tisch, sagte Konzernchef Jensen Huang am Mittwoch auf einer Konferenz der Bank Morgan Stanley. Da OpenAI noch in diesem Jahr an die Börse gehen wolle, sei das Zeitfenster für derartige Einstiege geschlossen.Nvidia hatte Ende Februar eine Investition von 30 Milliarden Dollar zugesagt. Dies sei womöglich das letzte Mal gewesen, dass sich die Gelegenheit geboten habe, „in ein so bedeutendes Unternehmen wie dieses zu investieren“, erklärte Huang. Auch die Beteiligung von zehn Milliarden Dollar am OpenAI-Konkurrenten Anthropic werde wohl die letzte ihrer Art sein. Stellungnahmen von OpenAI und Anthropic lagen Reuters zunächst nicht vor.OpenAI hatte sich im Februar in einer Finanzierungsrunde insgesamt 110 Milliarden Dollar gesichert und kam damit auf eine Bewertung von 840 Milliarden Dollar. Neben Nvidia zählten Amazon mit einer Zusage über 50 Milliarden Dollar sowie SoftBank mit 30 Milliarden Dollar zu den größten Geldgebern. Die Kapitalspritze dient der Vorbereitung auf den erwarteten Börsengang. Unklar war bislang geblieben, ob die 30 Milliarden Dollar von Nvidia die im Raum stehende Summe von 100 Milliarden ersetzen würden – dies hat Huang nun bestätigt.
Börsen in Japan und Südkorea erholen sich deutlich Die Börsenkurse in Japan und Südkorea haben sich nach den Einbrüchen infolge des neuen Konflikts im Nahen Osten erstmals wieder deutlich erholt. Der japanische Nikkei-Index schaffte bis 10.00 Uhr (Ortszeit) ein Plus von über vier Prozent, der südkoreanische Leitindex KOSPI stieg sogar um knapp zwölf Prozent. Die Markterholung wird von Beobachtern unter anderem mit dem sich stabilisierenden Ölpreis erklärt. Die Börsen in Tokio und Seoul können damit einen Teil der Verluste von Beginn der Woche wieder kompensieren. Wegen des sich ausweitenden Iran-Kriegs kam es zu massiven Verkäufen, der KOSPI erlitt am Mittwoch mit Minus zwölf Prozent den stärksten Kurseinbruch in der Geschichte des Leitindexes.Südkorea und Japan hängen stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten ab, die größtenteils über die Straße von Hormus transportiert werden. Derzeit ist der Schiffsverkehr in der Meeresenge wegen des Iran-Kriegs stark eingeschränkt und gilt als sehr riskant. Zudem sind die Preise für Rohöl seit Beginn des Kriegs deutlich gestiegen.
Wohnungskonzern LEG profitiert von Zukauf und erhöht DividendeDie ungebrochen hohe Nachfrage nach Wohnraum und dadurch steigende Mieten treiben den Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG an. Der mit rund 171.000 Wohnungen hinter Vonovia zweitgrößte private Vermieter im Land hat seinen Betriebsgewinn (AFFO) um zehn Prozent steigern können. Die für das Unternehmen wichtigste Ertragskennzahl stieg von 200,4 auf 220,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025. Das lag auch an der Übernahme des Portfolios der Brack Capital Properties. Für das aktuelle Jahr erwartet die LEG, die hauptsächlich Wohnungen in Nordrhein-Westfalen vermietet, einen AFFO zwischen 220 und 240 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen vom Wachstum profitieren, LEG will den gesamten AFFO ausschütten und die Dividende um acht Prozent auf 2,92 Euro je Aktie erhöhen. Die Miete erhöhte der Konzern auf den Gesamtbestand gerechnet im Schnitt um 3,5 Prozent auf jetzt 7,04 Euro je Quadratmeter. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen Mietsteigerungen zwischen 3,8 und vier Prozent.
Medienbericht: Morgan Stanley streicht 2500 Stellen Die US-Investmentbank Morgan Stanley streicht rund 2500 Stellen. Dies sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kürzungen entsprechen etwa drei Prozent der Belegschaft. Betroffen seien Mitarbeiter in den drei Hauptsparten Investmentbanking und Handel, Vermögensverwaltung sowie Investmentmanagement. Finanzberater seien von dem Schritt jedoch nicht betroffen, sagte die Person. Das „Wall Street Journal“ hatte zuerst über den Stellenabbau berichtet. Die Kürzungen basierten auf der Strategie und der individuellen Leistung, sagte die Person weiter. Die Bank beabsichtige zudem, in anderen Bereichen Personal aufzustocken. Der Stellenabbau erfolgt, obwohl Morgan Stanley 2025 ein Rekordjahr verzeichnete und auch im vierten Quartal die Gewinnerwartungen übertraf. Zu Jahresbeginn haben jedoch zahlreiche US-Unternehmen massive Entlassungen angekündigt. Sie wollen angesichts des zunehmenden Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) ihre Betriebsabläufe straffen.
Deutsche-Bank-Chef fürchtet längere Phase der Volatilität Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank fürchtet in Folge des Irankriegs eine längere Phase der Volatilität an den Märkten. „Je länger dieser Konflikt andauert, wird das auch die eine oder andere wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Auswirkung auf Deutschland und Europa haben“, sagte Christian Sewing auf dem „Finanzplatztag\" der „Börsen-Zeitung\". Gleichzeitig mache die aktuelle Lage deutlich, wie dringend Deutschland und Europa ihre langfristige Resilienz und ihre wirtschaftliche und finanzielle Souveränität stärken müssten. Mit Blick auf die Regulierung der Finanzbranche in Europa sprach sich Sewing nicht gegen eine Aufweichung aus, aber wandte sich entschieden gegen eine Verschärfung. Es gehe um die Schaffung gleicher Spielregeln in den USA, Großbritannien und der EU, so der Chef der größten Geschäftsbank Deutschlands.
Rheinmetall übernimmt Spezialisten für unbemannte Fahrzeuge Rheinmetall übernimmt die Mehrheit an dem kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING. Rheinmetall erwerbe 51 Prozent des Unternehmens, der Gründer und bisherige Alleineigentümer Vjekoslav Majetic behalte den restlichen Anteil von 49 Prozent, teilte Rheinmetall am Mittwoch mit. Zur Höhe des Kaufpreises vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. „Unser Ziel ist es, in dieser neuen Aufstellung eine starke Marktposition im Segment der unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge zu erreichen“, sagte Björn Bernhard, Chef der Rheinmetall-Division Vehicle Systems Europe. DOK-ING habe sich mit der unbemannten Minenräumung an Land einen Namen gemacht. Die Systeme hätten sich schon in der Ukraine als sehr effektiv erwiesen.Die Unternehmen betreiben bereits ein Gemeinschaftsunternehmen für unbemannte Militärfahrzeuge, die etwa Panzer im Kampfeinsatz begleiten oder Minen räumen. Die Fahrzeuge können aber auch Sprengkörper auslegen.