FAZ 02.06.2026
03:42 Uhr

Business-Ticker: GoPro wegen Speicherpreis-Schock in Existenznöten


Florida verklagt OpenAI +++ Tech-Milliardär Peter Thiel wohnt jetzt in Buenos Aires +++ Softbank will 75 Milliarden Euro in französische KI-Infrastruktur investieren +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: GoPro wegen Speicherpreis-Schock in Existenznöten

Schwerer Rückschlag für Blue Origin: Reparaturen an der Startrampe könnten bis 2028 dauernDie Reparatur ​der bei einem fehlgeschlagenen Raketentest beschädigten Startrampe ⁠der Weltraumfirma des Milliardärs Jeff Bezos, Blue Origin, wird nach Einschätzung der US-Raumfahrtbehörde NASA erhebliche ‌Zeit in Anspruch nehmen. Dies sagte NASA-Chef Jared Isaacman dem US-Sender CNBC. Möglicherweise könnten ‌die ‌Reparaturen bis 2028 dauern.Die riesige „New Glenn“-Rakete des Unternehmens war am vergangenen Donnerstag bei einer Triebwerkszündung am ​Boden explodiert. Branchenkreisen zufolge ⁠wurde die Startrampe „praktisch zerstört“. Verletzt wurde bei dem Vorfall auf ​dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida niemand. Auch ⁠waren zum Zeitpunkt ‌der Explosion keine der geplanten 48 Amazon-Satelliten an Bord. Die „New Glenn“-Rakete des Amazon-Gründers Jeff Bezos ⁠soll eine ⁠zentrale Rolle bei den „Artemis“-Mondmissionen der NASA spielen. ⁠Der ​Vorfall ⁠ist ein Rückschlag im Wettbewerb ​mit dem Konkurrenten SpaceX von ‌Elon Musk.

Florida verklagt ChatGPT-Entwickler OpenAIDer US-Bundesstaat Florida wirft der KI-Firma OpenAI in einer Klage vor, die Nutzer ihrer Software ChatGPT zu gefährden. Der Chatbot sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit, heißt es in der von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier eingereichten Klageschrift. Darin wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben soll. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch, kritisierte Uthmeier.OpenAI verwies in einer Reaktion auf Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Maßnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein. ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz auslöste und kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzer pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.

Peter Thiel verschlägt es nach ArgentinienDen Tech-Investor Peter Thiel zieht es nach Argentinien. Laut einem Bericht der „New York Times“ (NYT) hat sich der Paypal-Mitgründer und Weggefährte von Elon Musk schon im April eine Villa in einem exklusiven Viertel der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gekauft. Auch seine Kinder sollen vor Ort in die Schule gehen. Das Land Argentinien könne eine weitere Absicherung für den Tech-Milliardär sein, um sich aus den USA notfalls zurückziehen zu können, schreibt die NYT unter Berufung auf zwei Personen aus Thiels Umfeld. Thiel besitzt bereits mehrere Staatsbürgerschaften. In Deutschland geboren und in den Vereinigten Staaten aufgewachsen, erhielt er im Jahr 2011 die neuseeländische Staatsbürgerschaft und beantragte 2022 auch einen maltesischen Pass. Für den Umzug nach Argentinien sprechen dabei mehrere Gründe: Zum einen sei Thiel besorgt darüber, dass sich insbesondere in Kalifornien die Steuerbedingungen für Milliardäre verschlechtern könnten. So setzen sich derzeit politische Gruppen für eine fünfprozentige Vermögenssteuer auf Milliardäre ein. Zum anderen bietet das südamerikanische Land Schutz vor anderen Risiken, die Thiel beschäftigen, wie einem möglichen Atomkrieg oder dem außer Kontrolle geraten von Künstlicher Intelligenz. „In dem Moment, in dem China Taiwan einnimmt oder Russland Litauen, bin ich in Buenos Aires“, soll Thiel laut NYT-Bericht gesagt haben. „Es ist gut, einen Plan B für die Zivilisation zu haben.“ Auch berichteten die Insider, dass die radikale Wirtschaftspolitik des argentinischen Präsidenten Javier Mileis den Tech-Milliardär inspiriere. Beide teilen eine Abneigung gegen Steuern, Sozialismus und befürworten Deregulierung. Das erste Mal trafen sie im Jahr 2024 aufeinander, initiiert durch Argentiniens Botschafter Alec Oxenford. Ein gemeinsamer Abend im Präsidentenpalast vor einigen Wochen endete laut Milei mit einem Gespräch zwischen zwei „Anarcho-Kapitalisten“ auf Augenhöhe. Mileis Kabinettschef Manuel Adorni ließ anschließend vor dem Kongress verlauten, alle Milliardäre der Welt, die „Länder mit immer mehr Regulierung und höheren Steuern“ fliehen wollten, seien in Argentinien willkommen. Ob das Land für Thiel nur eine temporäre Station ist oder ob es ihn dauerhaft dorthin verschlägt, ist nicht bekannt. Die argentinische Regierung soll aber erwogen haben, dem Milliardär eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder sogar Staatsbürgerschaft anzubieten, heißt es von zwei Personen, die mit Thiels Aktivitäten vor Ort vertraut sind. 

Softbank will 75 Milliarden Euro in französische KI-Infrastruktur investierenDer japanische Investor Softbank will nach eigenen Angaben die Rekordsumme von 75 Milliarden Euro in den Ausbau der KI-Infrastruktur in Frankreich investieren. „Es wird die größte Investition in Europa in die Infrastruktur im Bereich der Künstlichen Intelligenz sein“, sagte Softbank-Chef Masayoshi Son am Samstag der Zeitung „La Tribune Dimanche“. 45 Milliarden Euro sollen demnach bis 2031 in den Bau von Rechenzentren in der nördlichen Region Hauts-de-France fließen. Die Ankündigung erfolgt kurz vor dem Wirtschaftsgipfel „Choose France“ auf Schloss Versailles, bei dem Präsident Emmanuel Macron am Montag um ausländische Investitionen werben will. Softbank kooperiert bei dem Großprojekt mit dem französischen Konzern Schneider Electric. „Es ist eine wichtige Partnerschaft, ein großes Projekt, das größte, das es in Frankreich je in diesem Bereich gegeben hat“, sagte der Chef von Schneider Electric, Olivier Blum, der Nachrichtenagentur AFP. 

Erste Windows-PCs mit Nvidia-Chips sollen vorgestellt werden Der KI-Chip-Hersteller Nvidia und ​Microsoft werden einem Medienbericht zufolge in ⁠der kommenden Woche wohl erstmals Windows-PCs präsentieren, die Nvidia-Chips als Hauptprozessor ‌nutzen. Die Vorstellung solle auf der Computex-Messe in Taiwan und Microsofts Build-Entwicklerkonferenz in ‌San ‌Francisco erfolgen, berichtete Axios am Samstag unter Berufung auf Insider.Mit Nvidida-Chips ausgestattete ​Computer würden sowohl ⁠von Microsofts Surface-Marke als auch von anderen PC-Herstellern wie Dell ​erwartet. Microsofts Bemühungen, auf akkuschonendere Chips ⁠umzusteigen, haben bislang ‌keinen nennenswerten Verkaufsboom ausgelöst. Der wichtigste Konkurrent Apple, der eigene Chips ⁠verwendet, stellte im ⁠März aktualisierte MacBooks mit den neuesten ⁠M5-Chips ​vor. ⁠Reuters hatte erstmals 2023 ​über Nvidias Pläne berichtet, ‌CPUs zu entwickeln, die Microsofts Windows-Betriebssystem nutzen ​und auf Arm-Technologie ​basieren.

Northvolt-Pleite: Landtag wurde nicht ausreichend informiertIm Zusammenhang mit der Förderung der Northvolt-Batteriefabrik in Schleswig-Holstein hat die Landesregierung den Landtag nicht ausreichend informiert. Das entschied das Landesverfassungsgericht in Schleswig am Freitag und gab damit einem Antrag der FDP-Fraktion statt, dem sich die SPD-Fraktion angeschlossen hatte. Der schwedische Batteriehersteller Northvolt wollte eine Fabrik mit rund 3000 Arbeitsplätzen in Schleswig-Holstein errichten, ging dann aber in die Insolvenz.Über Bedenken bezüglich der Finanzierung und der Rückzahlung einer sogenannten Wandelanleihe hätte die schwarz-grüne Landesregierung die Abgeordneten früher vollständig informieren müssen, nämlich vor einer entscheidenden Sitzung des Wirtschafts- und Digitalisierungsausschusses sowie des Finanzausschusses im Januar 2024, urteilte nun das Gericht. In dieser Sitzung stimmten die Abgeordneten für die Förderung der geplanten Fabrik durch die Wandelanleihe von rund 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW. Dafür bürgten Bund und Land jeweils zur Hälfte.

Kartellamt will Verhalten von Tankstellen im Mai „eingehend untersuchen“Das Bundeskartellamt plant mit Blick auf die Spritpreisentwicklung im Mai „eingehend“ zu untersuchen, „wie umfänglich die Steuersenkung tatsächlich an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergegeben wurde“. Das teilte der Chef der Behörde, Andreas Mundt, am Freitag mit. Zwar seien die Preise im Mai kräftig gefallen – die Benzinpreise um ungefähr weitere fünf Cent und die Dieselpreise sogar um rund 17,7 Cent. „Gefallen sind aber auch die Rohölpreise in Hoffnung auf eine Entspannung in der Straße von Hormus\", so Mundt weiter. Wegen der hohen Kraftstoffpreise nach Beginn des Irankriegs hatte die Bundesregierung für Mai und Juni die Energiesteuer bei Diesel und Benzin um 14,04 Cent je Liter gesenkt, was unter Einbeziehung des reduzierten Umsatzsteueranteils einer Entlastung von rund 17 Cent je Liter gleichkommt.Der Dieselpreis liege mittlerweile wieder unter dem Preis von E10, teilte das Kartellamt mit Verweis auf seine Auswertungen weiter mit. „Grund hierfür ist, dass sich die Verfügbarkeit und Absatzerwartungen bei Diesel und Benzin umgedreht haben.“ Diesel sei wieder recht gut verfügbar. Unter anderem seien Importe aus dem Nahen Osten teilweise durch Importe aus EU-Staaten ersetzt worden, etwa aus Schweden, Polen und den Niederlanden.Die sogenannte 12-Uhr-Regel werde weiterhin nicht durchgehend eingehalten, so Mundt. „Die Zahl der Abweichungen ist durchaus hoch.“ Meist handele es sich nur um wenige Minuten und viele Abweichungen schienen Anfangsfehler technischer Art zu sein. Es gebe aber auch „grobe Abweichungen“. Das Amt wisse bislang erst aus wenigen Bundesländern, an welche Ansprechpartner es die entsprechenden Daten übermitteln könne. Die Behörde selbst könne die Verstöße nur beobachten, jedoch nicht die Regeln durchsetzen oder Bußgelder verhängen. Die 12-Uhr-Regel besagt, dass Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag – um 12 Uhr mittags  –  erhöhen dürfen.

Whistleblower scheitern mit Klagen gegen Volkswagen VW muss zwei Mitarbeitern, die sich nach Hinweisen auf Missstände benachteiligt fühlten, keinen Schadenersatz zahlen. Die Klagen der beiden wurden vom Landesarbeitsgericht Niedersachsen auch in zweiter Instanz zurückgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Laut Gericht verlangen die beiden zusammen 7,5 Millionen Euro von ihrem Arbeitgeber. Die beiden hätten nicht hinreichend darlegen können, dass ihnen tatsächlich eine Beförderung zugestanden hätte und zu Unrecht verwehrt worden sei, sagte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsverkündung. Sie bestätigte damit die Urteile des Arbeitsgerichts Braunschweig. Dieses hatte die Klagen der beiden im vergangenen Juni abgewiesen. Einen Schaden, der auf Repressalien zurückzuführen sei, hätten die beiden nicht darlegen können, so das Gericht damals. 

Australische Behörde verklagt Amazon wegen fehlender Warnhinweise bei RucksäckenDie australische Wettbewerbsbehörde ACCC hat ​den US-Onlinehändler Amazon wegen mutmaßlicher Verstöße gegen ⁠Produktsicherheitsgesetze verklagt. Es gehe um fehlende Warnhinweise für Knopfzellen bei Rucksäcken für Kleinkinder, teilte die ‌Behörde am Freitag mit. Die Rucksäcke seien mit einem leuchtenden Einhorn-Plüschtier ausgestattet gewesen, das die beim ‌Verschlucken potenziell lebensgefährlichen ‌Batterien enthielt. Zwischen Juni und November 2022 seien 41 dieser Rucksäcke über die australische Amazon-Plattform verkauft ​worden, während sich weitere ⁠267 Stück in den Logistikzentren des Unternehmens befunden hätten. Amazon teilte mit, ​man prüfe die Klage. Der Konzern ⁠verfüge über Richtlinien und ‌Kontrollen, um sicherzustellen, dass die angebotenen Produkte den Sicherheitsvorgaben entsprächen. Die ACCC fordert vor dem ⁠Bundesgericht unter anderem ⁠Strafzahlungen. Es ist der Behörde zufolge das erste ⁠Mal, ​dass ⁠sie einen Online-Marktplatz wegen derartiger ​Verstöße vor dem Bundesgericht verklagt. 

KI-Boom sorgt für glänzende Geschäfte bei Dell – Aktie legt um 40 Prozent zuDer US-Computerkonzern Dell rechnet getrieben vom Boom der Künstlichen Intelligenz (KI) mit einem noch besseren Geschäftsjahr als Experten bereits erwartet hatten. Der Umsatz mit KI-Servern werde 2026/27 bei 60 Milliarden US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach dem New Yorker Börsenschluss mit. Zuvor hatte die Prognose um zehn Milliarden Dollar niedriger gelegen. Insgesamt rechnet Dell bei den Erlösen jetzt mit 165 bis 169 Milliarden Dollar nach 138 bis 142 zuvor. Die Dell bereits seit einiger Zeit als einer der KI-Gewinner sehenden Experten erwarten bisher das obere Ende der alten Spanne.Auch beim Gewinn je Aktie wurde Dell optimistischer. Dort rechnet das Unternehmen nun mit einer Spannenmitte von 17,9 Dollar und damit fünf Dollar mehr als zuvor. Analysten rechnen hier noch mit 13,14 Dollar. Im ersten Geschäftsquartal war der Umsatz mit KI-Servern im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 757 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar nach oben gesprungen. Die Erlöse der entsprechenden Sparte ISG legten immerhin noch um 181 Prozent ebenfalls auf einen Rekordwert zu. Dagegen verblasste der eigentlich sehr ordentliche Umsatzanstieg in der Sparte CSG, zu der auch Personalcomputer gehören, von 17 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte unter dem Strich um 256 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar zu. Auch mit den Quartalszahlen übertraf Dell die Marktwartungen deutlich. Anleger zeigten sich begeistert. Die Aktie des Unternehmens legte nachbörslich 40 Prozent zu.

KI-Boom stimmt taiwanischen Techkonzern Foxconn zuversichtlichDer taiwanische Techkonzern Foxconn blickt dank der ​rasant steigenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) sehr optimistisch auf die kommenden Monate. ⁠Die traditionelle Flaute zur Jahresmitte gebe es für Technologiezulieferer nicht mehr, sagte der Verwaltungsratschef des weltgrößten Elektronik-Auftragsfertigers, Young Liu, am Freitag auf der Hauptversammlung ‌in Neu-Taipeh. Sofern kein schwerwiegendes, unvorhersehbares Ereignis auftrete, sehe das zweite Halbjahr sehr gut aus. Das Unternehmen profitiere von den massiven KI-Investitionen großer ‌Cloud-Anbieter, die in ‌diesem Jahr bereits 700 Milliarden Dollar erreicht hätten und im kommenden Jahr auf eine Billion Dollar steigen könnten. „Ihre Investitionsausgaben sind unser Markt“, sagte Liu. ​Dies gebe dem Konzern immenses Vertrauen ⁠in die künftige Wachstumsdynamik.Die weltweite Knappheit bei Speicherchips wirke sich zwar auf einige Premium-Kunden aus, ​jedoch nicht in erheblichem Maße. Die Folgen für die Kunden seien bis ⁠zum Jahresende begrenzt. Foxconn, ‌zuvor bekannt unter dem Namen Hon Hai Precision Industry, ist der größte Serverhersteller für Nvidia und der wichtigste iPhone-Monteur für Apple. Um die Produktionskapazitäten ⁠für KI-Server ⁠auszubauen, sollen die Investitionen im laufenden Jahr um 30 Prozent im Vergleich ⁠zum Vorjahr ​steigen. 

Samsung liefert erste Muster für neuen KI-Speicherchip ausSamsung Electronics hat nach ​eigenen Angaben als branchenweit erstes Unternehmen ⁠mit der Auslieferung von Mustern seines neuesten Speicherchips mit hoher Bandbreite (HBM) begonnen. ‌Der südkoreanische Technologiekonzern teilte am Freitag mit, der zwölflagige Chip mit der Bezeichnung HBM4E ‌sei mehr ‌als 20 Prozent schneller als das Vorgängermodell HBM4. Bei der Fertigung komme die neueste ​1c-DRAM-Prozesstechnologie zum Einsatz. Der ⁠Schritt erfolgt drei Monate nach dem Start der HBM4-Auslieferung ​und unterstreicht die Bemühungen von Samsung, seine ⁠Position auf dem ‌Markt für Speicherchips für Künstliche Intelligenz (KI) zu stärken. Zu den Kunden ⁠des Unternehmens zählen angesichts ⁠der rasant steigenden Nachfrage nach KI-Prozessoren ⁠und -Servern Tech-Riesen ​wie ⁠AMD, Nvidia und Google. 

Anthropic überholt Open AIAnthropic nähert sich mit seiner Bewertung der Marke von einer Billion Dollar. Das auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen teilte am Donnerstag mit, weiteres Geld von Investoren eingesammelt zu haben und dabei mit 965 Milliarden Dollar bewertet zu sein. Damit konnte es innerhalb weniger Monate seine Bewertung dramatisch erhöhen. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde im Februar dieses Jahres waren es noch 380 Milliarden Dollar.Zumindest für den Moment hat Anthropic damit auch seinen großen Rivalen Open AI überholt, der bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde Ende März mit 852 Milliarden Dollar bewertet wurde. Sowohl Open AI als auch Anthropic bereiten gerade ihren Börsengang vor.Anthropic baut auch sein Geschäft weiter rasant aus. Wie es in der Mitteilung am Donnerstag hieß, liegt der aufs Jahr hochgerechnete Umsatz nun bei 47 Milliarden Dollar. Im April war noch von 30 Milliarden Dollar die Rede, im Februar von 14 Milliarden Dollar.Im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde hat Anthropic insgesamt 65 Milliarden Dollar von Investoren bekommen. Im Februar waren es 30 Milliarden Dollar.

EU-Kommission genehmigt Fusion zu Europas größter MolkereigenossenschaftDie deutsche Molkereigenossenschaft DMK darf aus EU-Sicht vom dänisch-schwedischen Branchenriesen Arla Foods übernommen werden. Die Europäische Kommission hat einer Mitteilung zufolge keine Bedenken, dass dies den Wettbewerb verzerren könnte und genehmigt die Pläne ohne Auflagen. Bei großen Zusammenschlüssen prüft die Brüsseler Behörde dies standardmäßig. Die Genossenschaften kaufen jeweils Rohmilch von ihnen angeschlossenen Landwirten und verarbeiten sie weiter. Die Frischmilch, Butter, Joghurt, Sahne, Käse oder Zutaten auf Molkebasis verkaufen sie dann in verschiedenen EU-Ländern weiter.Die Unternehmen seien zwar bei der Rohmilchbeschaffung vor allem in Norddeutschland Konkurrenten, schreiben die Wettbewerbshüter. Arla sei aber aufgrund ihrer genossenschaftlichen Struktur verpflichtet, die gesamte Milch ihrer angeschlossenen Landwirte abzunehmen und allen denselben Preis zu zahlen, unabhängig von ihrem Standort. Arla könne deshalb den Milchpreis in Gebieten mit hohen Marktanteilen gar nicht senken – und habe auch keinen Anreiz dafür, da Landwirte dann zu anderen Genossenschaften wechseln würden.