FAZ 04.03.2026
09:24 Uhr

Business-Ticker: Glyphosat-Rechtsstreit treibt Bayer tief in die Verlustzone


Adidas verlängert Vertrag von Chef Björn Gulden bis Ende 2030 +++ Trump zieht im Streit mit US-Kanzleien zurück +++ Lieferdienst Flink erhält frisches Kapital +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: Glyphosat-Rechtsstreit treibt Bayer tief in die Verlustzone

Continental verzeichnet Verlust nach UmbauDer Reifenhersteller und Kunststofftechnikkonzern Continental ist 2025 in die roten Zahlen gerutscht. Wegen Sonderkosten für die Abspaltung des Autozuliefergeschäfts unter dem Namen Aumovio sowie für den Verkauf eines Teils der Kunststofftechniksparte Contitech wies Conti unter dem Strich einen Verlust aus. Weil die Umbauaktionen buchhalterisch mit rund 1,2 Milliarden Euro an Belastungen zu Buche schlugen, stand nach 1,2 Milliarden Euro Gewinn ein Jahr zuvor nun ein Minus von 165 Millionen Euro, wie die Hannoveraner mitteilten. Die Dividende soll aber von 2,50 auf 2,70 Euro steigen.Nach dem Jahresverlust setzt Conti auf Besserung bei der Profitabilität im Tagesgeschäft des neuen Jahres. So geht der Dax-Konzern bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern im neuen Jahr von 11,0 bis 12,5 Prozent aus. Im Vorjahr war die Marge wie bereits im Wesentlichen bekannt von 11,0 auf 10,3 gefallen. Beim Umsatz rechnet Unternehmenschef Christian Kötz unter anderem wegen Zollbarrieren mit einem weiteren Rückgang auf 17,3 bis 18,9 Milliarden Euro. 2025 war der Erlös im schwierigen Umfeld wie bekannt um zwei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro gesunken. 

Druckmaschinen-Champion Manroland insolventDas Traditionsunternehmen Manroland Sheetfed aus Offenbach steckt in der Krise und will ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchführen. Nach Einschätzung von „OP-Online“ ist ein weitreichender Stellenabbau zu befürchten. Das Unternehmen bietet mehr als 700 Arbeitsplätze. Laut „Wirtschaftswoche“ hat der Hersteller von Druckmaschinen im vergangenen Geschäftsjahr weit weniger neue Aufträge erhalten als geplant. Vor allem Bestellungen aus China, ein für Manroland wichtiger Absatzmarkt, seien eingebrochen. Die Branche der Druckmaschinenhersteller steht stark unter Druck, weil der Bedarf an gedruckten Informationen durch die Digitalisierung zurückgegangen ist. In dieser Situation hat sich Manroland als Marktführer bisher ziemlich wacker geschlagen und schon ein im Jahr 2011 gestartetes Insolvenzverfahren überlebt. Seither gehört das Unternehmen unter dem Namen Manroland Sheetfed zum britischen Maschinenbaukonzern Langley Holdings. 

Adidas-Chef Björn Gulden bleibt bis Ende 2030 Rekordumsatz und Gewinnsteigerung um 75 Prozent: Der Sportartikelhersteller Adidas verlängert den Vertrag seines Vorstandschefs Björn Gulden bis Ende 2030. „Unter seiner Leitung hat Adidas in einem herausfordernden Umfeld großartige operative und finanzielle Fortschritte erzielt und ein starkes Fundament für zukünftiges nachhaltiges Umsatz- und Gewinnwachstum gelegt“, erklärte Aufsichtsratschef Thomas Rabe am Mittwoch. Der Aufsichtsrat sei überzeugt, dass Gulden Adidas „langfristig erfolgreich machen wird“.Der Hersteller aus Herzogenaurach hatte schon Ende Januar für 2025 einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro gemeldet, eine Steigerung um fünf Prozent im Vorjahresvergleich. Vor allem das Geschäft mit Retro-Schuhen wie Samba und Gazelle lief gut. Im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2026 erwartet Adidas noch einmal zwei Milliarden Euro mehr Umsatz. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn stieg im vergangenen Jahr um rund 75 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Der Norweger Gulden, ein Ex-Fußballer, führt Adidas seit 2023. Vorher war er zehn Jahre lang Chef des Adidas-Rivalen Puma. Adidas gab am Mittwoch außerdem bekannt, dass Aufsichtsratschef Thomas Rabe abtritt. Seinen Posten soll nach der Hauptversammlung im Mai der ägyptische Unternehmer Nassef Sawiris übernehmen, der dem Kontrollgremium seit Juni 2016 angehört und über seine Holding NNS an Adidas beteiligt ist. Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Adidas soll der Chef von Axel Springer, Mathias Döpfner, werden. 

Trump zieht im Streit mit US-Kanzleien zurückFür die Wirtschaftskanzleien in den Vereinigten Staaten, insbesondere aber die „Rule of Law\" (Rechtsstaatlichkeit) in Amerika ist es ein Triumph. Die US-Justizministerin hat Trumps Berufung im Rechtsstreit mit vier großen Anwaltskanzleien zurückgezogen. Damit sind die mehrere Gerichtsurteile aus dem vergangenen Jahr rechtskräftig. In den Entscheidungen hatten Bundesgerichte weitgehende Erlasse des US-Präsidenten Donald Trump für verfassungswidrig erklärt. Trump hatte per „Executive Order\" einzelnen Anwälten und diversen Kanzleien wichtige Sicherheitsfreigaben entzogen und ihnen den Zutritt zu Bundesgebäuden verboten. Außerdem drohte er mit der Kündigung von Regierungsaufträgen und ordnete eine umfassende Untersuchung der Einstellungs- und Diversitätspraktiken in mehr als 20 internationalen Großkanzleien an. Der Zorn des US-Präsidenten richtete sich dabei vor allem gegen Einheiten, die in jüngerer Vergangenheit die Interessen demokratischer Politiker und von Sondermittlern vertreten hatten.  In den Fällen hätten in den kommenden Tagen mündliche Verhandlungen vor einem US-Berufungsgericht in Washington D.C. stattfinden sollen. Bei den Großkanzleien handelt es sich um Jenner & Block, Susman Godfrey, Wilmer Hale sowie Perkins Coie. Letztgenannte wird in den kommenden Wochen mit der australisch-britischen Großkanzlei Ashurst fusionieren. 

Lieferdienst Flink erhält frisches KapitalDer 2021 in Berlin gegründete Lebensmittellieferdienst Flink erhält von Investoren 100 Millionen Dollar frisches Wachstumskapital. Die Finanzierungsrunde wird vom Bestandsinvestor Prosus angeführt. Die südafrikanische Beteiligungsgesellschaft hat im vergangenen Jahr den Restaurantlieferdienst Lieferando übernommen und war zuvor schon am M-Dax-Konzern Delivery Hero beteiligt, musste diese Beteiligung aber im Zuge der Lieferando-Übernahme aus regulatorischen Gründen reduzieren. Als neuer Flink-Investor ist der Wagniskapitalarm des Tabakkonzerns BAT an Bord. Insgesamt hat Flink seit Gründung mehr als 1,3 Milliarden Dollar an Investorengeldern eingesammelt. Die Bewertung nach der neuen Runde soll laut Bloomberg bei 900 Millionen Dollar liegen. Das wäre weniger als zu Coronazeiten, aber mehr als in den vergangenen Jahren, als das Unternehmen darunter litt, dass viele Menschen Lebensmittel wieder lieber vor Ort einkauften.Mit dem neuen Geld will Flink 2026 unter anderem in neue deutsche Märkte expandieren. Aktuell betreibt Flink 160 sogenannte Hubs in Deutschland und den Niederlanden. Nach Gründung in der Coronazeit war das Geschäft mit dem schnellen Ausliefern von Supermarktprodukten über Fahrradkuriere in Städten von einem harten Wettbewerb geprägt und hochdefizitär. Die einstigen Flink-Rivalen Gorillas und Getir sind inzwischen nach einer zwischenzeitlichen Fusion vom deutschen Markt verschwunden. Flink hatte sich stärker darauf konzentriert, profitabel zu arbeiten, seine Expansionspläne begraben und ist auch vom alten Versprechen abgerückt, innerhalb von 10 Minuten zu liefern. Die durchschnittliche Lieferzeit beträgt laut Flink inzwischen 30 Minuten, der durchschnittliche Warenkorb sei 45 Euro groß. Durch den harten Sparkurs der vergangenen Jahre wirtschafte Flink inzwischen zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen profitabel. 

EZB-Chefvolkswirt warnt vor InflationsschubEin längerer Krieg im Nahen Osten kann nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt ​Philip Lane die Inflation in der Europäische Währungsunion anheizen und die Wirtschaft ausbremsen. \"Ein Anstieg der Energiepreise übt ⁠tendenziell Inflationsdruck aus, insbesondere kurzfristig\", sagte Lane der \"Financial Times\" in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, aus dem der Finanzdienst Reuters zitiert. Das könne sich auch negativ auf die Konjunktur auswirken.Am Montag hatte sich der Krieg der USA und Israels ‌gegen den Iran ausgeweitet. Israel griff den Libanon an, während der Iran seine Attacken auf die ölreichen Golfstaaten fortsetzte. Dies trieb die Ölpreise um mehr als zehn Prozent in die Höhe.Die Folgen ‌für die Inflation hängen von ‌der Dauer des Konflikts ab, sagte der Notenbanker weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde die Lage beobachten. Lane verwies auf frühere Analysen der Währungshüter. Diesen zufolge würde ein längerer Krieg zu einem \"deutlichen Anstieg\" der energiepreisbedingten Inflation und einem \"starken Rückgang\" ​der Wirtschaftsleistung führen, sollte es zu einem dauerhaften Rückgang ⁠der Energielieferungen aus der Region kommen. Eine separate Analyse der EZB vom Dezember deutet darauf hin, dass ein dauerhafter Ölpreisanstieg in ​dieser Größenordnung die Inflation um 0,5 Prozentpunkte anheben und das Wachstum um 0,1 Prozentpunkte dämpfen könnte.

OpenAI schränkt Militär-Kooperation mit USA einOpenAI-Chef Sam ​Altman hat am Montag angekündigt, dass ⁠sein Unternehmen die Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium überarbeitet. \"Wir haben mit dem ‌Kriegsministerium daran gearbeitet, einige Ergänzungen in unsere Vereinbarung aufzunehmen, um unsere Prinzipien sehr ‌deutlich ‌zu machen\", erklärte Altman auf der Plattform X. Eine der Ergänzungen besage, ​dass das Pentagon zugesichert ⁠habe, OpenAI-Dienste würden nicht von militärischen Geheimdiensten wie der ​NSA genutzt. Jegliche Dienste für ⁠diese Behörden würden eine ‌gesonderte Vertragsänderung erfordern, betonte der ChatGPT-Entwickler. In der vergangenen Woche ⁠hatte das KI-Unternehmen eine ⁠Vereinbarung über den Einsatz seiner Technologie ⁠im ​klassifizierten ⁠Netzwerk des Verteidigungsministeriums bekannt ​gegeben. 

SAP-Cloudvorstand Saueressig wird zusätzlich Vertriebschef  Der Softwarekonzern SAP regelt die Zuständigkeiten ​im Vorstand neu. Der Cloud-Chef Thomas Saueressig erhalte zusätzliche ⁠Aufgaben, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dem „Handelsblatt“ und der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge übernimmt er den Vertrieb, den bislang Firmenchef Christian ‌Klein verantwortete. Saueressig gehört dem SAP-Vorstand seit 2019 an und leitet den Bereich „Customer Services & Delivery“, der das Geschäft ‌rund um Cloud-Angebote ‌umfasst.Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete darüber hinaus unter Berufung auf ein internes Rundschreiben, dass sich Klein künftig verstärkt dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) ​widmen will. Anbieter von Unternehmenssoftware ⁠stehen weltweit unter Druck. Anleger befürchten, dass KI-Modelle diese Programme überflüssig machen könnten. In ​den vergangenen Wochen hatten die Ankündigungen neuer Funktionen für die KI „Claude“ ⁠von Anthropic an den ‌Börsen mehrfach Kursturbulenzen ausgelöst. Im Vergleich zu ihrem Rekordhoch vom Februar 2025 hat die SAP-Aktie rund 40 Prozent ihres ⁠Wertes eingebüßt.SAP teilte ⁠am Montag zudem mit, dass Produktchef Muhammad Alam seinen Vertrag ⁠aus ​persönlichen Gründen ⁠nicht verlängern werde. Er werde ​bis zum Ende seiner Amtszeit 2027 ‌im Unternehmen bleiben. Alam ist seit 2024 Mitglied im SAP-Vorstand. 

Kräftige Kursgewinne an der Börse von Tel Aviv  Die Unternehmen an der Börse von Tel Aviv haben zum Wochenauftakt deutliche Kursgewinne verbucht. 1212 Kursgewinner standen lediglich elf Kursverlieren gegenüber. Dabei standen Aktien der Finanz-, Technologie- und Rüstungsindustrie ganz oben auf den Kauflisten der Anleger. Während sich der Irankrieg in der Region am Montag ausweitete und sich die geopolitische Lage weiter zu verschlechtern schien, zeigte sich der Schekel in einem robusten Zustand. An der Aktienbörse legte der richtungsweisende TA-125-Aktienindex 5,9 Prozent zu und notierte auf einem Rekordwert von 4249 Zählern. Banken und Versicherungsunternehmen standen bei den Kursgewinnern ganz oben. Der Kurs der Aktie des Finanz- und Versicherungshauses Harel Insurance erhöhte sich um 8,6 Prozent, der Preis für einen Anteilsschein von Clal Insurance zog 7,9 Prozent an. Die First International Bank of Israel Fibi sah ihren Kurs um 3,9 Prozent steigen.  Die Aktie des Sicherheitsspezialisten Elbit Systems, der unter anderem das heimische Militär mit Elektronik beliefert, stieg knapp 3,5 Prozent an. Die Papiere des Kameraunternehmens Next Vision erhöhten sich um etwa 8,3 Prozent. Der Anteilsschein der Bau- und Immobiliengesellschaft Azrieli Group verbuchte ein Plus von 3,8 Prozent, der von Airport City legte knapp 5,3 Prozent zu. 

Etappensieg für Alt-Aktionäre von YukosEhemalige Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos können Ansprüche gegen Russland von inzwischen mehr als 65 Milliarden Dollar aus einem Schiedsspruch in Großbritannien vollstrecken. Das entschied der Londoner High Court am Montag und gab damit den Klägern die Möglichkeit, die Forderung in England durchzusetzen. Russland hatte argumentiert, der Schiedsspruch dürfe nicht anerkannt oder vollstreckt werden. Die Regierung in Moskau verwies dabei unter anderem auf angeblichen Betrug seitens der früheren Yukos-Eigentümer. Richter Robert Bright wies dies jedoch zurück.„Die von der Russischen Föderation angeführten moralischen Verfehlungen (...) eignen sich schlichtweg nicht als Verteidigungsgrund“, erklärte er am Montag in seiner Urteilsbegründung. Eine Bitte um Stellungnahme bei der russischen Botschaft in London blieb zunächst unbeantwortet. Der Prozess der Vollstreckung dürfte sich über mehrere Jahre hinziehen. Es wird erwartet, dass Russland gegen das Urteil vom Montag Berufung einlegt. Bislang konnten die ehemaligen Investoren jedoch nur 1,6 Millionen Euro durch die Versteigerung von 18 russischen Wodkamarken, darunter Stolichnaya und Moskovskaya, eintreiben.Ein Schiedsgericht in Den Haag hatte den drei ehemaligen Yukos-Aktionären Hulley Enterprises, Yukos Universal und Veteran Petroleum im Jahr 2014 bereits gut 50 Milliarden Dollar zugesprochen. Seitdem kämpfen die Kläger in Großbritannien, den USA und den Niederlanden um die Vollstreckung des Schiedsspruchs, der durch Zinsen auf mehr als 65 Milliarden Dollar angewachsen ist. Yukos war 2006 zerschlagen worden, nachdem der Ölmagnat Chodorkowski sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin überworfen hatte (Reuters).

Rheinmetall schließt Kauf der Lürssen-Marinetochter ab Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall baut künftig auch Schiffe. Der Hersteller von Panzern, Artillerie und Munition gab in Düsseldorf bekannt, dass die Übernahme des Bremer Marineunternehmens NVL abgeschlossen sei. Man habe alle kartellrechtlichen Freigaben erhalten, und der Firmenübergang sei schon zum 1. März erfolgt. Verkäufer ist die Bremer Werftengruppe Lürssen, die künftig nur noch Yachten verkauft und sich von ihrer Marinetochter trennt. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.Das Kürzel NVL steht für Naval Vessels Lürssen, das Unternehmen mit 2100 Beschäftigten hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro angepeilt, circa zehn Prozent davon sollten auf den Betriebsgewinn (Ebit) entfallen. Rheinmetall hat rund 40.000 Beschäftigte, 2025 wollte die Firma deutlich mehr als zwölf Milliarden Euro Umsatz machen. Ihre Jahreszahlen publiziert die größte deutsche Waffenschmiede erst Mitte dieses Monats. 

Feuer in AWS-Rechenzentrum in Arabischen Emiraten Nach einem Einschlag mehrerer „Objekte“ sind ​einige Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten ⁠Arabischen Emiraten (VAE) ausgefallen. In den Anlagen seien wegen eines Feuers die Stromversorgung und die Datenverbindungen gestört, teilte ‌der Betreiber AWS am Montag mit. Davon betroffen seien neben Standorten in den VAE auch Server in ‌Bahrain. Der ‌Brand brach am Sonntag aus.Der weltgrößte Cloud-Anbieter wollte sich nicht dazu äußern, ob der Vorfall im Zusammenhang mit den ​iranischen Angriffen auf Ziele in ⁠arabischen Nachbarstaaten stehe. Auslöser des aktuellen Konflikts sind Militärschläge Israels und der ​USA gegen Iran. Die dortige Regierung reagiert mit ⁠Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte in ‌der Region. Dabei wurde unter anderem der Flughafen von Dubai beschädigt.Es werde noch viele Stunden dauern, ⁠bis der ⁠Betrieb in den betroffenen Rechenzentren wieder anlaufen könne, teilte AWS weiter ⁠mit. ​Kunden ⁠sollten bis dahin auf ​Rechenzentren in anderen Regionen ausweichen. 

Muss Deutsche Wohnen Millionenbußgeld zahlen?Zum zweiten Mal muss sich das Landgericht Berlin mit dem Streit um ein Bußgeld in Millionenhöhe gegen den Immobilienkonzern Deutsche Wohnen beschäftigen. Im Jahr 2019 hatte Maja Smoltczyk, damals Berliner Datenschutzbeauftragte, wegen eines Verstoßes gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Bußgeld in Höhe von 14,5 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt. Im Kern des Rechtsstreits steht die Frage, welche Informationen die Deutsche Wohnen von ihren Mietern speichern darf und wann solche Daten wieder zu löschen sind.Dass sich die Berliner Richter nun abermals mit dem prominenten Fall beschäftigen müssen, hat in erster Linie mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2023 zu tun. Datenschutzbehörden dürfen auch dann Bußgelder gegen Unternehmen verhängen, wenn keine Ordnungswidrigkeit eines Organs oder Spitzenmanagers festgestellt werden kann, so die damalige Entscheidung des EuGH. Im Fall Deutsche Wohnen stellten die Luxemburger Richter aber auf den Grad der Verursachung ab: Eine Geldstrafe ist nur möglich, wenn der Verstoß „schuldhaft“ begangen wurde. Nach der EuGH-Rechtsprechung muss ein vorsätzliches Handeln oder zumindest eine Fahrlässigkeit vorliegen. Die Deutsche Wohnen hatte bestritten, vorsätzlich gehandelt zu haben. Wie das Landgericht Berlin mit diesen Vorgaben umgeht, dürfte entscheidend für künftige DSGVO-Verfahren gegen Unternehmen in ganz Deutschland sein. Für die Verhandlung hat die Justiz sieben Verhandlungstage angesetzt.

Asien bangt ums ÖlDie allermeisten Lieferungen aus der Straße von Hormus gehen nach Asien. Dort richten sich die Blicke schon auf die Notreserven. Mehrere Regierungen richten Krisenstäbe ein. Lesen Sie den ganzen Artikel der F.A.Z.-Korrespondenten: