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27.02.2026
07:57 Uhr
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Rekordgewinn für Swiss Re +++ Ebay baut 800 Stellen ab +++ Fusionsreaktor in Bayern geplant +++ Neuer Chef für die Bankenaufsicht +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

ITA Airways erlaubt 30-Kilo-Hunde in FlugzeugenAls erste Fluggesellschaft in Europa lässt die italienische Lufthansa-Tochtergesellschaft Ita Airways in ihren Maschinen größere Hunde an Bord. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Künftig sollen in Ita-Flugzeugen Haustiere bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm mitfliegen dürfen, kündigte die Fluglinie in Rom an. In diese Gewichtsklasse können zum Beispiel Schäferhunde, Dalmatiner oder auch Bullterrier fallen. Der Platz für den Vierbeiner muss extra bezahlt werden.Bislang gilt bei den meisten Fluggesellschaften ein Maximalgewicht von acht Kilogramm. Bei Ita sind jetzt schon Hunde bis zu zehn Kilo erlaubt. Das Vorhaben für noch schwerere Tiere gilt einigen in der Branche als Pilotprojekt.Das neue Angebot ist zunächst auf Inlandsflüge innerhalb Italiens begrenzt. Die nationale Flugaufsichtsbehörde Enac hat bereits die Erlaubnis erteilt. Die Hunde müssen aber einen Maulkorb tragen und auch angeleint sein. Ihnen wird immer ein Fensterplatz zugeteilt, wo sie auf einem besonders saugfähigen Teppich auf dem Boden Platz nehmen sollen. Der Besitzer bekommt den Platz daneben.Ita begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere, auf Urlaubsreisen ihre Tiere mit in die Maschine zu nehmen. Ihr deutscher Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte, Haustiere seien heutzutage vielfach „Teil der Familie“. „Wir möchten, dass jede Reise gemeinsam begonnen und beendet werden kann, ohne Trennungen.“
Rekordgewinn für Swiss Re Nach Munich Re und Hannover Rück legt auch der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re gute Zahlen für 2025 vor. Wie das Zürcher Unternehmen am Freitag mitteilte, stieg der Reingewinn um 47 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Genau wie seine Rivalen profitierte der Konzern davon, dass es im vergangenen Jahr verhältnismäßig wenig Großschäden aus Naturkatastrophen gab.Swiss Re lässt die Aktionäre an dem Rekordgewinn teilhaben und erhöht die Dividende um neun Prozent auf acht Dollar. Zudem sollen im laufenden Jahr eigene Aktien im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Dollar zurückgekauft werden. Für den Vorstandsvorsitzenden Andreas Berger sind die erreichten Ergebnisse ein Beleg für die erhöhte Widerstandsfähigkeit des Konzerns, dessen Umsatz allerdings auf 43,1 Milliarden Dollar zurückgegangen ist, nach 45,6 Milliarden Dollar im Vorjahr. Für 2026 peilt Berger einen Reingewinn von 4,5 Milliarden Dollar sowie eine um sieben Prozent erhöhte Dividende an.
Ebay baut 800 Arbeitsplätze abDie Onlineplattform setzt den Rotstift an: Global will Ebay rund 800 Stellen streichen, bestätigt das Unternehmen auf Nachfrage der F.A.Z. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. „Wir ergreifen gezielte Maßnahmen, um unsere Struktur an unseren strategischen Prioritäten auszurichten\", hieß es von einer Sprecherin. Von den Plänen sind sechs Prozent der Belegschaft betroffen.Grundlage der Entscheidungen sei, das Organisationsmodell anzupassen, Doppelstrukturen abzubauen sowie zukünftige strategische Prioritäten in den Fokus zu rücken. Die Entscheidung gilt angesichts des Umsatzwachstums von zuletzt nominal acht Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar als Überraschung.
In Bayern soll ein Zwei-Milliarden-Fusionsreaktor entstehen Der Freistaat Bayern setzt in der am Forschungsstandort München stark vertretenen Kernfusion mit einem Milliardenprojekt ein Zeichen: Gemeinsam mit dem Fusionsenergie-Unternehmen Proxima Fusion, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) und dem Energiekonzern RWE ist am Donnerstag eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, um auf dem Weg über einen Fusionsdemonstrator zum Bau des ersten kommerziellen Magnetfusionskraftwerk zusammenzuarbeiten. „Die Finanzierung dazu wird ein wirklicher Kraftakt sein, das muss man sagen\", erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Allein der Forschungsreaktor wird Söders Angaben zufolge zwei Milliarden Euro kosten. Der Freistaat will sich mit 400 Millionen Euro beteiligen. Das setzt aber eine Förderung durch den Bund voraus. Mindestens weitere 400 Millionen Euro will Proxima Fusion von privaten Investoren einsammeln. Auch RWE will sich finanziell beteiligen. Fusionsenergie gilt als grundlastfähige, saubere und sichere Energieform, die weitgehend unabhängig vom Zugang zu begrenzten Rohstoffen ist. Von einer kommerziellen Anwendung sind viele Projekte aber noch entfernt. Die Befürworter der Kernfusion werben mit der Stärkung von Europas Energiesouveränität und industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus produziere die Fusionsenergie, anders als die Kernspaltung, keine langlebigen radioaktiven Abfälle. In der Absichtserklärung wird ein Fahrplan für Europas erstes ans Netz angeschlossene Magnetfusionskraftwerk aufgezeigt. Als Standort ist dafür Gundremmingen in Bayern vorgesehen. RWE baut dort gegenwärtig das stillgelegte Kernkraftwerk zurück, was Platz für Europas erstes Fusionskraftwerk schafft. Die bestehende Infrastruktur soll entsprechend umgenutzt werden. Mit den Erfahrungen von RWE im Betrieb und zu Genehmigungsverfahren für Kraftwerke erhoffen sich die Partner deutliche Zeit- und Kostenvorteile im globalen Wettbewerb, um das erste kommerzielle Fusionskraftwerk zu errichten. Der Weg dorthin dürfte noch lang sein. Zuvor soll in Garching nahe München ein erster Forschungsreaktor zur Kernfusion entstehen. Nach Angaben von Proxima-Fusion-Chef Francesco Sciortino soll die Anlage in den nächsten sechs, sieben Jahren in Betrieb gehen. Das verlange aber eine echte Weltklasseleistung.
Neuer Chef für die EU-BankenaufsichtDer Franzose François-Louis Michaud wird neuer Chef der EU-Bankenaufsichtsbehörde EBA. Er folgt auf den Spanier José Manuel Campra, dessen Mandat ursprünglich bis zum Mai 2029 gedauert hätte, der sein Amt aber zum 31. Januar vorzeitig niedergelegt hat. Michaud ist derzeit Exekutivdirektor der EBA, also faktisch der stellvertretende Chef der Behörde, die ihren Sitz in Paris hat. Der Wirtschaftsausschuss des für die Personalie zuständigen EU-Parlaments hat die Berufung Michauds am Donnerstag gebilligt. Die Zustimmung des Parlamentsplenums gilt als Formsache. Der studierte Ökonom verbrachte fast sein ganzes Berufsleben mit Fragen der Bankenaufsicht und Bankenabwicklung. Er begann in der französischen Nationalbank, von der er zeitweise an die Federal Reserve Bank of New York entsandt wurde. In den Jahren 2005 bis 2009 arbeitete er bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, danach bis zum Jahre 2014 bei der französischen Bankaufsichtsbehörde. Danach war er stellvertretender Generaldirektor der Euro-Bankenaufsicht in der Europäischen Zentralbank. Seinen bisherigen Posten in der EBA hat er seit dem Jahr 2020 inne.
Erste Group stärkt ErtragskraftÖsterreichs größte Bank Erste Group bilanziert das vergangene Jahr mit einem Nettogewinn von 3,5 Milliarden Euro nach 3,1 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Wegen des Kaufs des polnischen Mitbewerbers Santander Bank Polska wird die Dividende für das mehrheitlich in Streubesitz stehende Geldhaus aber geringer ausfallen.Für insgesamt sieben Milliarden Euro hatte Erste Group zuletzt einen beherrschenden 49-Prozent-Anteil an der Santander Bank Polska und einen 50-Prozent-Anteil an der Santander TFI erworben. Es handelt sich um eine der größten grenzüberschreitenden Bankentransaktionen in Europa der vergangenen Jahre. Der Eintritt in Polen eröffne den Zugang zum größten Markt der Region und damit große Wachstumsmöglichkeiten. Dementsprechend optimistisch ist die Bank auch für das laufende Geschäftsjahr: Der ausgewiesene Nettogewinn wird mit etwas unter vier Milliarden Euro prognostiziert.
DHL kooperiert mit JD.com aus ChinaDer Bonner Logistikkonzern DHL und der chinesische E-Commerce-Riese JD.com planen eine Zusammenarbeit. Die Unternehmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam deutsche Marken in China und Europa voranzubringen, wie DHL am Donnerstag mitteilte. Die Partnerschaft eröffne „DHL‑Kunden in Deutschland und Europa einen deutlich einfacheren Zugang zum chinesischen Markt“, sagte DHL-Vorstandschef Tobias Meyer.DHL verfügt über ein internationales Logistiknetzwerk, JD.com breitet sich derzeit mit seiner Online-Handelsplattform verstärkt in Europa aus. In Deutschland steht das Unternehmen kurz vor der Übernahme von Ceconomy, der Holding, unter der die Elektronikketten Media Markt und Saturn aufgehängt sind. Im Rahmen der neuen Vereinbarung bringe DHL deutsche Marken direkt mit JD.com zusammen und „unterstützt sie dabei, im chinesischen Markt Fuß zu fassen“, heißt es weiter in der Mitteilung. Das soll funktionieren, indem deutsche Hersteller ihre Produkte über JD.coms Plattform Jingdong anbieten und sich somit eine eigene Niederlassung oder rechtliche Präsenz in China sparen. Auch sollen deutsche Marken über die Plattform Joybuy ihre Präsenz in Europa stärken können. DHL und der Logistikarm von JD.com, Jingdong Logistics, wollen gemeinsam End‑to‑End‑Logistiklösungen entwickeln, die es Händlern der Mitteilung zufolge ermöglichen werden, von einem begünstigten Zoll‑ und Mehrwertsteuersystem für direkte Sendungen zwischen Anbietern und Kunden zu profitieren. So würden diese Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Einfuhr erheblich gesenkt, hieß es.
Deutsche buchen nach Jahreswechsel weniger UrlaubeDer Monat Januar ist traditionell die stärkste Buchungsphase, wenn es um Sommerurlaube geht. In diesem Jahr blieben die Januar-Umsätze für Sommerurlaube mit Reiseveranstaltern wie TUI, Dertour und Alltours, die über Reisebüros und Onlieportale erfolgen, um fünf Prozent hinter den Vorjahrswerten zurück. Das teilt der Reisemarktforscher TDA vor der Reisemesse ITB, die in der nächste Woche in Berlin stattfindet, mit. Im Januar seien Buchungen im Wert von 3,2 Milliarden Euro eingegangen, ein Viertel davon entfiel auf kurzfristiger geplante Winterreisen, der größte Teil auf Sommerurlaube. Acht Prozent der Buchungen betrafen weiter in der Zukunft liegende Termine bis ins Jahr 2027. Eine Nachfragedelle sehen die Fachleute noch nicht. Die Buchungsrückgänge im Januar erklären sie damit, dass eine wachsene Zahl an Kunden schon vor Weihnachten die Sommerferien plant. „Der traditionelle Januar-Peak im Urlaubsreisegeschäft verliert zunehmend an Bedeutung, denn durch vorgezogene Frühbucher wird schon zuvor ein immer größeres Urlaubsvolumen gebucht\", sagt TDA-Marktforscherin Alexandra Weigand. Die bis Ende Januar eingegangenen Sommerbuchungen summierten sich auf einen Wert, der sieben Prozent höher als vor einem Jahr liege. Reiseanbieter hatten rund um den \"Black Friday\" im November intensiv geworben. Für die laufende Wintersaison ergibt sich ein Umsatzplus von vier Prozent - nicht nur durch Preiserhöhungen, auch die Kundenzahl ist um zwei Prozent gestiegen. Die Türkei ist laut TDA aktuell das begehrteste Sommerziel im Geschäft der Reiseveranstalter mit ihrem Kernprodukt Pauschalreisen - vor Spanien und Griechenland. Türkei-Buchungen lägen 12 Prozent über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Gestiegen sind auch die Umsätze für Ägypten (plus 18 Prozent), Tunesien (plus 19 Prozent) und für Kreuzfahrten (plus 10 Prozent).
Rüstungsboom beschert Hensoldt ein starkes JahrDer Radar- und Sensorikspezialist Hensoldt hat im vergangenen Jahr von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern profitiert. Noch nie hat das Unternehmen aus dem bayerischen Taufkirchen so viele Aufträge erhalten: Laut Unternehmensangaben beliefen sich die Buchungen auf 4,7 Milliarden Euro, das sind stolze 62 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch der Anstieg hat auch eine Schattenseite, die sich in der Book-to-Bill-Ratio zeigt, also dem Verhältnis von neu eingehenden zu abgearbeiteten Aufträgen zeigt. Die stieg nämlich von 1,5 auf nun 1,9. Das heißt, Hensoldt schiebt einen immer größeren Auftragsberg vor sich her. Das mag für das Unternehmen einerseits ganz komfortabel sein. Aber die Vollauslastung ist keine Dauerlösung. Wenn das Unternehmen nicht die Kapazitäten erweitert, wird die Unzufriedenheit unter Kunden vermutlich wachsen, weil sich die Lieferzeiten weiter erhöhen.Erstmal kann Hensoldt jedoch darauf verweisen, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 2,46 Milliarden Euro wuchs. In diesem Jahr sollen es 2,75 Milliarden Euro sein, was eher konservativ erscheint und mit den erwähnten Herausforderungen zusammenhängen dürfte. Die Marge soll auf 18 Prozent steigen. Die Aktionäre dürfen sich freuen, denn die Dividende steigt um fünf auf 55 Cent. Kein Wunder, dass der Aufsichtsrat den Vertrag von Vorstandschef Oliver Dörre in dieser Woche bis Ende 2031 verlängert hat.
Wechsel im Kontrollgremium von Hapag-LloydDie Linienreederei Hapag-Lloyd hat spannende Monate vor sich, denn sie will die israelische Reederei ZIM übernehmen. Sie zählt selbst zu den großen Reedereien der Welt, hat aber für Israel eine wichtige strategische Bedeutung. Deshalb sich der Staat Israel durch eine goldene Aktie weitreichende Mitspracherechte gesichert. Es wir also kein Spaziergang, das Geschäft final abzuschließen, zumal Hapag-Lloyd auch zwei arabische Großaktionäre hat.In diesen Zeiten besetzt Hapag-Lloyd die Aufsichtsratsspitze neu – und zwar mit Karl Gernandt, dem engen Vertrauten des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne. Gernandt sei mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger des bisherigen Aufsichtsratschefs Michael Behrendt gewählt worden, der dem Amt des Vorsitzenden aus gesundheitlichen Gründen nicht nachkommen könne, teilt Hapag-Lloyd mit. Gernandt war bisher schon Vorsitzender des Prüfungs- und Finanzausschusses. Diesen Posten übernimmt nun Oscar Eduardo Hasbún Martínez als Vertreter der Anteilseigner von CSAV. Die Kühne-Holding und die chilenische Reederei CSAV sind mit jeweils 30 Prozent die größten Aktionäre der Hamburger Reederei.
Amerikageschäft treibt die Deutsche Telekom anEnormes Wachstum in den Vereinigten Staaten und Fortschritte im Glasfaserausbau in der Heimat stimmen die Deutsche Telekom optimistisch. Dreimal hatte der Bonner Dax-Konzern im vergangenen Jahr seine Prognose erhöht und seine Planung trotzdem leicht übertroffen. „Wir liefern weiterhin verlässliches und nachhaltiges Wachstum\", sagte der Telekom-Vorstandsvorsitzende Tim Höttges zur Bilanzvorlage am Donnerstag.119,1 Milliarden Euro Umsatz hat der mit Abstand größte europäische Telekommunikationskonzern im vergangenen Jahr erzielt und damit 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr, wenn man Wechselkursschwankungen ausblendet. Das bereinigte operative Ergebnis inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) legte um 4,7 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro zu. Der freie Mittelzufluss lag bei 19,5 Milliarden Euro, was einem Plus von zwei Prozent entspricht. Den bereinigten Konzernüberschuss konnte die Telekom auf 9,7 Milliarden Euro steigern. Maßgeblich für die guten Zahlen ist die 52,8-prozentige Beteiligung an der amerikanischen Tochtergesellschaft T-Mobile US. Sie trägt mehr als die Hälfte zu Gewinn und Umsatz der Deutschen Telekom bei und hat auch großen Anteil daran, dass der Dax-Konzern auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 165 Milliarden Euro kommt. Allein im vierten Quartal hat T-Mobile 2,4 Millionen Vertragskunden gewonnen und damit insgesamt fast 8 Millionen im Jahr 2025. 71,3 Milliarden Dollar an Service-Umsätzen erzielt das Unternehmen und steuerte 33 Milliarden Dollar zum operativen Ergebnis der Telekom bei. In Deutschland erhöht die Telekom ihre Investitionen in Glasfaser und kommt inzwischen auf mehr als zwei Millionen Haushalte, anschließen könnte sie aber theoretisch schon mehr als 12,6 Millionen. Insgesamt stagniert das Breitbandgeschäft für den einstigen Monopolisten, weil die Telekom im DSL-Geschäft Kunden verliert. So sank die Zahl der Anschlüsse im Breitbandmarkt 2025 um 49.000. Im Mobilfunk bleibt die Telekom Marktführer; das Unternehmen gewann mehr als eine Million neue Vertragskunden.
Deutsche Bank kauft eigene Aktien zurückDie Deutsche Bank beginnt am heutigen Mittwoch mit dem am 29. Januar angekündigten Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Mit seinem Abschluss und der Zustimmung der Hauptversammlung zum Dividendenvorschlag für das Jahr 2025 von je einem Euro je Aktie würde die Bank in diesem Jahr in Bezug auf das Finanzjahr 2025 rund 2,9 Milliarden Euro Kapital an ihre Anteilseigner zurückgeben.
Schwache Nachfrage und niedrige Preise bescheren Covestro hohen MillionenverlustDer Leverkusener Kunststoffkonzern Covestro leidet unter niedrigen Preisen für seine Produkte und einer anhaltend schwachen Nachfrage. Dadurch sind seine Anlagen nicht ausgelastet, was wiederum die Marge belastet. In der Folge hat sich der Konzernverlust von 266 auf 644 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Niedrigere Verkaufspreise belasteten den Umsatz, er sank im Geschäftsjahr 2025 um 8,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,2 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag zwar innerhalb der angepeilten Bandbreite, mit 740 Millionen Euro aber auch deutlich unter dem Vorjahresniveau von 1,1 Milliarden Euro. Auch für das laufende Jahr erwartet Covestro keine Besserung und rechnet mit einem Ebitda auf Vorjahresniveau.„Das Jahr 2025 war erneut von geopolitischen Unsicherheiten und einem weltweit herausfordernden Marktumfeld geprägt”, ließ sich Markus Steilemann, der Vorstandsvorsitzende von Covestro, in einer Mitteilung am Donnerstag zitieren. Das Unternehmen reagiert, indem es seine Kosten senkt, die Prozesse vereinfacht und stärker auf Investitionen schaut. Im Vergleich zu anderen Chemiekonzernen hat das einst von Bayer ausgegliederte Unternehmen aber einen Vorteil: Mitte Dezember ist Covestro von XRG übernommen worden, einer Gesellschaft des staatlichen Ölförderers Adnoc aus Abu-Dhabi. Teil der 14 Milliarden Euro schweren Transaktion war auch eine Kapitalerhöhung von 1,7 Milliarden Euro, was Covestro finanzielle Spielräume gibt.Angesichts des Verlustes will der Kunststoffkonzern für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende ausschütten. Adnoc hält mit XRG ohnehin schon 95 Prozent der Anteile und strebt einen Squeeze-out an, ein Delisting danach ist wahrscheinlich. Der ehemalige Dax-Konzern ist an der Börse schon jetzt nur noch im sogenannten \"General Standard\" gelistet, ein Marktsegment, in dem sich überwiegend kleine und mittlere Unternehmen bewegen und der weniger strengere Anforderungen als der sogenannte \"Prime Standard\" hat.
Zulieferer IAV will 1500 Stellen aus Deutschland abziehenDer auf Entwicklungsdienstleistungen spezialisierte Automobilzulieferer IAV aus Berlin will die Zahl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland deutlich reduzieren. Der Abbau sei „sehr schmerzhaft“, aber notwendig, um das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen, sagte Geschäftsführer Jörg Astalosch dem Nachrichtenportal t-online (Mittwoch). Geplant ist demnach, dass die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland von derzeit 5500 auf rund 4000 sinkt.Hintergrund ist die Krise der Automobilindustrie und der Rückgang externer Entwicklungsaufträge, wie t-online am Mittwoch weiter berichtete. „Wir haben durch die wirtschaftliche Lage bei uns in Deutschland eine hohe Überkapazität“, sagte Astalosch dem Portal. „Deshalb werden wir hier Personal abbauen und in anderen Ländern aufbauen.“ Deutschland bleibe zwar „unser zentraler Standort“, die Wertschöpfung werde jedoch internationaler organisiert.IAV entwickelt unter anderem Software und Elektronik- und Fahrzeugarchitekturen. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 6600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.