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24.02.2026
07:14 Uhr
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Salzgitter bekommt mehr Fördermittel +++ Covestro-Chef kündigt Abschied an +++ Novo-Nordisk-Aktie fällt um elf Prozent +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Fedex klagt auf Rückerstattung von Trump-Zöllen Der US-Logistikkonzern Fedex verklagt die US-Regierung auf Rückerstattung von Zöllen aus der Amtszeit von Präsident Donald Trump. Die Klage sei am Montag beim US-Gerichtshof für internationalen Handel eingereicht worden, geht aus den Gerichtsunterlagen hervor. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte die betroffenenen Zölle vergangene Woche für illegal erklärt. Sie waren von Trump unter Berufung auf ein Notstandsgesetz, den „International Emergency Economic Powers Act“ (IEEPA), verhängt worden.Fedex fordere eine vollständige Rückerstattung aller Zölle, die das Unternehmen gezahlt habe, heißt es in der Klageschrift. Zur Höhe der geforderten Summe machte der Konzern keine Angaben. Die Klage richtet sich gegen die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), deren Leiter Rodney Scott sowie die USA. Eine Stellungnahme der Behörde oder des Weißen Hauses lag zunächst nicht vor. Die Anwaltskanzlei Crowell & Moring, die Fedex vertritt, führt auch für andere Konzerne ähnliche Verfahren. Dazu gehören der Einzelhändler Costco, der Kosmetikkonzern Revlon und der Brillenhersteller EssilorLuxottica. (Reuters)
Mehr Fördermittel für grünen Stahl aus SalzgitterDer Stahlkonzern Salzgitter erhält zusätzliches Geld für den Umstieg auf grünen Stahl. Der Bund und das Land Niedersachsen stockten die bereits bewilligten Fördermittel für den Umbau um knapp ein Drittel auf gut 1,3 Milliarden Euro auf, wie die beiden Wirtschaftsministerien mitteilten.Grund für den Nachschlag ist den Angaben zufolge der Wegfall anderer Fördermittel, die bisher eingeplant gewesen waren. Mit der nun bewilligten Aufstockung werde die planmäßige Umsetzung des Projekts weiter abgesichert, hieß es beim Bundeswirtschaftsministerium. Die Finanzierung erfolge zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land Niedersachsen. Die EU-Kommission hatte Anfang Februar die beihilferechtliche Genehmigung zu den ergänzenden Mitteln erteilt.Die Förderung soll in Salzgitter die erste Stufe des sogenannten Salcos-Projekts absichern, mit dem der Hersteller auf grünen Stahl umstellen will. Der Umbau läuft bereits seit Ende 2023, die erste Anlage soll 2027 in Betrieb gehen. Statt im kohlebefeuerten Hochofen soll der Stahl dann in einer neuen Anlage entstehen, die zunächst mit Erdgas und später mit grünem Wasserstoff laufen kann. (dpa)
Covestro-Chef kündigt Abschied anNach der Übernahme durch ein arabisches Staatsunternehmen kündigt sich beim Spezialchemiehersteller Covestro ein Chefwechsel an. Das Unternehmen teilte in Leverkusen mit, dass der Vorstandsvorsitzende Markus Steilemann seinen bis Ende Mai 2028 laufenden Vertrag nicht verlängern werde. Ein Grund wurde nicht genannt. Der Aufsichtsrat werde rechtzeitig einen geordneten Nachfolgeprozess einleiten, und Steilemann werde einen reibungslosen Übergang sicherstellen, hieß es.Der Manager ist seit 2018 an der Spitze des Konzerns, zuvor war er seit 2015 bereits Vorstandsmitglied. Der 55-Jährige ist zudem Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI). Damit ist er der oberste Lobbyist für die wichtige deutsche Chemie- und Pharmabranche, die 2025 laut VCI einen Umsatz von rund 220 Milliarden Euro erzielt hat. Eine Verbandssprecherin sagte, Steilemanns Entscheidung bei Covestro habe keine Auswirkungen auf die VCI-Präsidentschaft.Der Investitionsarm der staatlichen arabischen Ölfirma Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) hat Covestro Ende vergangenen Jahres geschluckt. Steilemann hatte sich stets positiv über diese Übernahme geäußert und den Vorteil finanzstarker Investoren für die Wettbewerbsfähigkeit des Leverkusener Unternehmens betont; er stellte die Weichen für die Transaktion. Eine Firmensprecherin sagte, es gebe bei der Personalie keinen Bezug zu den neuen Eigentümern.Covestro hat rund 17.500 Mitarbeiter, davon gut 7.000 in Deutschland. Das Unternehmen war früher die Kunststoffsparte von Bayer, 2015 wurde es eigenständig. Es stellt Chemikalien her, die zu Hartschäumen in Kühlschränken und Gefriertruhen sowie zu Weichschäumen in Autositzen und Matratzen genutzt werden. Wie andere Chemiekonzerne auch leidet es unter der schwachen Konjunktur, der teuren Energie und der durch US-Zölle angespannten Handelssituation. Im dritten Quartal 2025 sackte der Umsatz Firmenangaben zufolge um 12 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro ab. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 47 Millionen Euro. (dpa-AFX)
Bosch lässt Produktion im Werk Waiblingen endgültig auslaufenAlle Proteste der Bosch-Mitarbeiter haben nichts genutzt. Der weltgrößte Automobilzulieferer lässt die Produktion in seinem Werk in Waiblingen bei Stuttgart auslaufen. Für die rund 560 betroffenen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Power Solutions haben Unternehmen und Arbeitnehmervertreter einen Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet, wie Bosch am Montag mitteilte. Der Personalabbau soll nach Angaben des Unternehmens möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Bosch werde den Mitarbeitern rund 220 Arbeitsplätze an anderen Standorten anbieten und sie zudem durch Qualifizierungsmaßnahmen und bei der Vermittlung intern sowie an andere Unternehmen unterstützen. Auch Altersteilzeit- und Vorruhestandsangebote sowie freiwillige Abfindungsangebote gehören zum Maßnahmenpaket. „Die Entscheidung zur Beendigung der Produktion in Waiblingen ist uns sehr schwergefallen – leider ist dieser Schritt jedoch notwendig, da wir unsere Produkte am Standort schon länger nicht mehr konkurrenzfähig produzieren können“, sagt Jan-Oliver Röhrl, Bereichsvorstand des Geschäftsbereichs Power. Bei einem Aktionstag im November hatten noch mehr als 1200 Menschen für den Erhalt des Werkes demonstriert.
Novo Nordisk-Aktie fällt um 11 ProzentDer dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit seinem Hoffnungsträger CagriSema im Wettstreit um den lukrativen Markt für Abnehmmittel einen Rückschlag erlitten. In einer direkten Vergleichsstudie konnte der Konzern nach einem Bericht des Finanzdienstes Reuters nicht nachweisen, dass sein Mittel mindestens ebenso wirksam ist wie der Konkurrenzwirkstoff Tirzepatid des amerikanischen Anbieters Eli Lilly.Wie Novo Nordisk am Montag mitteilte, verloren die mit CagriSema behandelten Teilnehmer nach 84 Wochen 23 Prozent ihres Körpergewichts, während die Vergleichsgruppe mit Tirzepatid auf einen Gewichtsverlust von 25,5 Prozent kam. An der Studie nahmen 809 Menschen mit Fettleibigkeit und mindestens einer Begleiterkrankung teil. Die Aktie von Novo Nordisk verlor nach Bekanntwerden der Daten erheblich an Wert, ihr Kurs verminderte sich um mehr als zehn Prozent. Der Kurs der Eli-Lilly-Aktien stieg im vorbörslichen Handel dagegen um zwei Prozent.CagriSema kombiniert Semaglutid, den Wirkstoff von Novo Nordisks Bestseller Wegovy, mit Cagrilintid, einem Analogon des Peptidhormons Amylin. Damit wirkt es sowohl auf das Darmhormon GLP-1, auf das auch Wegovy abzielt, als auch auf Amylin, ein Hormon der Bauchspeicheldrüse. Die Kombination soll eine zusätzliche Wirkung gegenüber Semaglutid allein entfalten. Tirzepatid wird von Eli Lilly unter den Namen Mounjaro und Zepbound vermarktet und ist der schärfste Konkurrent für die Präparate von Novo Nordisk.
Deutschland bleibt die drittgrößte Volkswirtschaft der WeltDie Bundesrepublik hat trotz der andauernden Konjunkturflaute ihre Stellung als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt behauptet: Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Nachrichtenagentur Reuters summierte sich das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr auf umgerechnet 5052 Milliarden Dollar. Damit wurde das lange Zeit drittplatzierte Japan abermals auf den vierten Platz verwiesen (4431 Milliarden Dollar). Unangefochtene Nummer eins blieben nach dieser Rechnung im Jahr 2025 die USA mit einer Wirtschaftsleistung von 30.779 Milliarden Dollar, gefolgt von China mit 19.513 Milliarden Dollar.\"Japan kämpft mit ähnlichen Problemen wie Deutschland: weltweit zunehmendem Protektionismus etwa durch höhere Zölle, wachsende Konkurrenz durch China und Alterung der Bevölkerung\", sagte IW-Konjunkturchef Michael Grömling am Montag zu Reuters und fügte hinzu: \"Sowohl Deutschland als auch Japan verlieren den Anschluss an die beiden größten Volkswirtschaften, die schon seit geraumer Zeit viel dynamischer wachsen.\"
DIHK sieht wachsende Risiken im China-GeschäftDer Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, sagte der dpa, China baue seine Position auf den Weltmärkten in zahlreichen Branchen deutlich aus.
Christdemokraten wollen Krankschreibung per Telefon abschaffenAuf dem Parteitag der CDU ging es auch um den hohen Krankenstand unter deutschen Arbeitnehmern. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wie folgt: Die CDU fordert angesichts der Fehlzeiten von Beschäftigten ein Ende der Möglichkeit, sich ohne Praxisbesuch telefonisch krankschreiben zu lassen. Der Parteitag in Stuttgart nahm einen entsprechenden Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion an. In der Begründung heißt es, je einfacher eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten sei, desto eher falle die „Bettkantenentscheidung“ zugunsten der Krankmeldung aus. Würden Arztbesuche durch bloße Anrufe ersetzt, sinke die Hemmschwelle weiter. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte bereits zuvor einen aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand beklagt und telefonische Krankschreibungen infrage gestellt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte an, die Regelung zu überprüfen. Demnach können Patientinnen und Patienten auch telefonisch eine Arbeitsunfähigkeit feststellen lassen, wenn man in der Praxis bekannt ist und leichte Symptome hat. Krankschreiben lassen kann man sich für bis zu fünf Kalendertage. Für eine Folgebescheinigung muss man aber direkt zum Arzt.
Lamborghini-Chefentwickler wird Technikchef bei Audi Die Volkswagen-Tochtergesellschaft Audi bekommt einen neuen Technikchef. Roven Mohr, bisher bei der Audi-Tochtergesellschaft Lamborghini für die Entwicklung zuständig, übernehme den Posten als Entwicklungsvorstand, teilte Audi am Freitag mit. Er löse am 1. März in dieser Funktion Geoffrey Bouquot ab, der das Unternehmen verlasse. Mohr arbeite seit 18 Jahren im Volkswagen-Konzern und habe zuletzt bei Lamborghini die Hybridisierungsstrategie verantwortet.
IG Metall sieht Verlust von rund 30.000 Stellen in Bayern Die IG Metall warnt vor einem dramatischen Stellenschwund in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Während schon laufende oder angekündigte Abbauprogramme zusammen rund 32.000 Jobs kosten, werden in anderen Betrieben nur 3.000 Jobs aufgebaut. Das ergab eine Erhebung der Gewerkschaft auf Basis von Betriebsräten und Unternehmensangaben zu 547 Betrieben in Bayern.Die Zahlen für die gesamte Branche dürften sogar noch etwas höher sein, sagt der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott. Einerseits liegen nicht für alle der mehr als 1.000 Firmen im Freistaat Informationen vor. Zudem flossen nur Abbauprogramme ein, bei denen es bereits konkrete Zahlen gibt und auch der Abbau von Leiharbeitskräften ist nicht enthalten.Insgesamt bauen 41 Prozent der erfassten Betriebe Stellen ab, in weiteren 9 Prozent sieht die IG Metall das Risiko eines Abbaus. In der Auto- und Zuliefererindustrie ist die Lage dabei besonders dramatisch. Hier bauen 54 Prozent Jobs ab – insgesamt 18.000 – in weiteren 10 Prozent gibt es ein Risiko.
Tesla bringt billigeren Cybertruck auf den Markt Der US-Elektroautohersteller Tesla kappt den Preis für seinen elektrischen Pickup Cybertruck und will so die Nachfrage in den USA steigern. Eine Einstiegsversion wird für knapp 60.000 Dollar angeboten, wie am Freitag aus der Internetseite des Unternehmens hervorgeht. Das Spitzenmodell soll demnach knapp 100.000 Dollar kosten und damit etwa 15.000 Dollar weniger als bislang, weil eine Sonderausstattung für diesen Preis nicht verfügbar war. Tesla leidet unter der Schwäche auf dem US-Elektroautomarkt nach dem Auslaufen von Förderungen im September 2025.
Danone wirbt im Skandal um verunreinigte Babymilch um VertrauenNicht nur Nestlé, sondern auch Danone musste Babymilchprodukte zurückrufen. Die finanziellen Auswirkungen sind laut Konzern bislang aber „nicht wesentlich“. Aus der Bahn wirft der Skandal das Unternehmen jedenfalls nicht. Umsatz und Ergebnis legten im vergangenen Jahr weiter zu. Lesen Sie den ganzen Text von F.A.Z.-Frankreichkorrespondent Niklas Záboji:
China wieder Deutschlands Handelspartner Nummer einsChina hat die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. 2025 summierte sich das Volumen aus Importen und Exporten im Geschäft mit der Volksrepublik auf 251,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Mit der Steigerung um 2,1 Prozent zog China, das schon von 2016 bis 2023 durchgängig Deutschlands wichtigster Handelspartner war, wieder an den Vereinigten Staaten vorbei, die 2024 auf Rang eins lagen.Dem deutschen Handel mit den USA machte im vergangenen Jahr zwar der Zollstreit unter Präsident Donald Trump zu schaffen. Trotz eines Rückgangs um 5 Prozent waren die Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner.Höhere Zölle und die aggressive Handelspolitik von Trump änderten auch nichts daran, dass die USA 2025 wie in den zehn Jahren zuvor wichtigster Einzelmarkt für Waren „Made in Germany“ waren. Deutsche Firmen verkauften Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und damit 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Einbußen (-17,8 Prozent) gab es bei Autos und dazugehörigen Teilen. Auf Rang zwei der wichtigsten deutschen Exportziele lag Frankreich, gefolgt von den Niederlanden. China liegt in dieser Rangliste nur auf Rang sechs.Bei den Einfuhren nach Deutschland dominieren seit 2015 chinesische Produkte: Auch im vergangenen Jahr war China mit Importen im Volumen von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland – vor den Niederlanden und den USA. Auch hier wirkt sich der Zollstreit aus: Nach Einschätzung von Ökonomen leitet China wegen der US-Zölle Waren nach Europa um und damit auch auf den deutschen Markt. US-Erzeuger profitieren hingegen vom leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland um 2,7 Prozent. Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1569,6 Milliarden Euro in alle Welt – vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Dank eines starken Dezembers legten die Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder um 1,0 Prozent zu – und das trotz des Zollstreits mit den USA. Die Importe nach Deutschland wuchsen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 1366,9 Milliarden Euro.
Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat den US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der am Donnerstag bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft BioNTech dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von BioNTech und dessen US-Partner Pfizer.Der Klage zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von BioNTech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 zugelassen.Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der Branche. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen angeblicher Patentverletzungen durch Comirnaty verklagt. Dieses Verfahren läuft noch. Biotech-Firmen fordern in einer Klagewelle Lizenzgebühren für Technologien, die in den umsatzstarken Impfstoffen verwendet werden. Sprecher von Moderna, BioNTech und Pfizer nahmen zunächst nicht Stellung zu der neuen Klage.
Novartis baut wegen Zollpolitik elf Fabriken in den USA Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, am Mittwoch bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump am Donnerstag bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia. Novartis verlautete indes, das Unternehmen ziehe sich aus seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Der Konzern verkaufe seinen Anteil von 70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte Novartis am Freitag mit. Das Käuferkonsortium, zu dem WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. Die Investoren bieten 860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.Der Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte Novartis angekündigt, 23 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.