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17.02.2026
08:18 Uhr
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Neue EY-Analyse zum Arbeitsplatzabbau in Deutschland +++ Ottobock erzielt Rekordgewinn +++ VW-Betriebsrat warnt vor Werksschließungen geben“ +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Was sind die Erfolgsgeheimnisse guter Portfolios? (Foto: IMAGO/Andrew Brookes/Westend61)
Ottobock erzielt RekordgewinnNeue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den Vereinigten Staaten haben dem Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte nach ersten Berechnungen um fast 30 Prozent auf 415 Millionen Euro zu, während der Umsatz im Kerngeschäft um knapp zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg, wie das seit Herbst börsennotierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 26 Prozent und erreichte damit die eigene Prognose. \"Wir haben unsere Position als Marktführer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen Profitabilitätssprung erreicht\", kommentierte Firmenchef Oliver Jakobi die Jahresbilanz gegenüber dem Finanzdienst Reuters. Die im Kleinwertesegment SDax gelisteten Ottobock-Aktien legten im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz 2,2 Prozent zu.Zum Wachstum trugen neue Produkte wie etwa die Weiterentwicklung eines künstlichen Kniegelenks bei sowie neue Erstattungsregeln für Prothesen in den USA, Frankreich und Japan. Zudem trieb das Unternehmen den Ausbau seines Versorgungsnetzwerks mit Zukäufen in Belgien und Australien voran. Für das laufende Jahr rechnet Ottobock mit einem weiteren Umsatzplus von fünf bis acht Prozent und einem Anstieg der bereinigten Ebitda-Marge auf mehr als 26,5 Prozent. Darüber hinaus bestätigte der Konzern seine Mittelfristprognose bis 2029. \"Auf Basis der starken Finanzzahlen des Jahres 2025 sind wir hervorragend gerüstet für weiteres deutliches Umsatzwachstum und überproportionale Ertragssteigerungen\", erklärte Finanzchef Arne Kreitz.
Lufthansa bewältigt ein Allegris-ProblemErleichterung bei der Deutschen Lufthansa: Für die Fluggesellschaft geht eine Posse um Business-Class-Sitze in neuen Flugzeugen des Boeing-Typs 787 zu Ende. Über Monate hatte Lufthansa 24 der 28 Business-Class-Plätze leer lassen müssen. Für die Sitze der über Jahre entwickelten Allegris-Einrichtung fehlten Genehmigungen und Zertifizierungen. Nun ist das Problem weitgehend gelöst. Für Flüge von 15. April an können die Allegris-Business-Sitze auch in den 787-Fliegern gebucht werden. Er freue sich, \"ab heute deutlich mehr Fluggästen\" die Plätze zur Buchung ab Frankfurt anbieten zu können, sagte Jens Ritter, der Chef der Lufthansa-Kernmarke am Montag. Zunächst geht es um Flüge nach Austin, Rio de Janeiro, Bogotá, Kapstadt, Shanghai, Hyderabad und Hong Kong. \"Weitere wichtige Meilensteine im Zertifizierungsprozess\" seien erreicht, erklärte Lufthansa. Die unbenutzbaren Sitze waren für die Airline auch ein wirtschaftliches Problem. Denn auf den 787-Flügen betraf es gerade die teureren Business-Class-Sitze, die fast gar nicht nicht verkauft werden konnten. Zudem sieht das Allegris-Konzept Aufpreise vor - für die Reservierung spezieller Sitze, die mal mehr Arbeitsfläche für Geschäftsreisende, mal mehr Privatsphäre, mal mehr Liegefläche für besonders große Menschen bietet. Auch auf diese Aufpreise musste Lufthansa bislang in ihren - mittlerweile acht - neuen 787-Fliegern verzichten.Ganz scheint das Allegris-Problem immer noch nicht behoben. Drei Sitze bleiben weiter von der Buchung ausgeschlossen. Ein schwieriger Punkt im Zulassungsverfahren waren die Befestigungen der Module mit mehreren Sitzen im Flugzeug, veränderte Zulassungsregeln kamen noch dazu.
VW-Betriebsrat: Mit uns wird es keine Werksschließungen gebenNach Medienberichten über ein neues Sparprogramm bei Volkswagen mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro meldet sich der Betriebsrat zu Wort, berichtet die dpa. Der Artikel erscheine „eher als eine Zustandsbeschreibung der längst laufenden Effizienzprogramme“, heißt es demnach im VW-Intranet in einer Betriebsrats-Stellungnahme für die Belegschaft. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sprach sich im Intranet erneut klar gegen Standortschließungen aus. „Mit uns wird es keine Werksschließungen geben.“Ihr sei bewusst, dass sich der Konzern nach wie vor in einer schwierigen Lage befinde, wird Cavallo weiter zitiert. „Deshalb haben wir in der Volkswagen AG bereits Ende 2024 mit dem Dezember-Kompromiss alles in die Wege geleitet, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Auswirkungen für die Belegschaft sozialverträglich zu gestalten. Mit dieser Einigung haben wir Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich ausgeschlossen.“Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen wurden im Gegenzug ausgeschlossen. Der Stellenabbau erfolgt vor allem über Altersteilzeit, Vorruhestand und AbfindungenDer VW-Konzern plant einem Pressebericht zufolge ein neues Sparprogramm mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro. Laut „Manager Magazin“ sollen die Kosten bis 2028 um 20 Prozent sinken, wie das Blatt unter Berufung auf interne Informationen berichtet. So komme man auf den genannten Betrag. Grund für den Schritt seien die schleppenden Verkäufe in China und die US-Zölle. Daher reichten die bisherigen Sparbemühungen nicht aus, hieß es. Werksschließungen könnten nicht ausgeschlossen werden, ebenso wenig ein weiterer Stellenabbau über die bereits angekündigten 35.000 Stellen hinaus. Details nannte das Blatt nicht.VW reagierte zurückhaltend und verwies auf die bereits laufenden Sparprogramme bei allen Marken. Dadurch habe man bereits Einsparungen in zweistelliger Milliarden-Euro-Höhe erreicht, sagte ein Sprecher. „Damit konnte der Konzern die geopolitischen Gegenläufer - wie die Zölle in den USA – abfedern und bleibt auf Kurs.“ Einen Zwischenstand werde Konzernchef Oliver Blume am 10. März bei der Jahrespressekonferenz geben.B.
VW plant neues SparprogrammBis Ende 2028 sollen die Kosten konzernweit um 20 Prozent gesenkt werden, berichtet Reuters nach einer Recherche des „Manager Magazins“. Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz hätten dies Mitte Januar vor den 120 obersten Führungskräften des Wolfsburger Autobauers angekündigt. Dabei könnten auch Werksschließungen zur Debatte stehen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. Blume werde zur Vorlage der Bilanz 2025 am 10. März über den aktuellen Stand der seit Jahren laufenden Bemühungen um niedrigere Kosten informieren. Seit dem 2023 beschlossenen Plan zu mehr Profitabilität seien konzernweit Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe realisiert worden.Grund für den nächsten Schritt seien die Renditesorgen angesichts der Flaute in China, der US-Zollpolitik und des schwierigen Wettbewerbsumfelds, wie das „Manager Magazin“ berichtete. Blume wurde mit den Worten zitiert: „Wir müssen die Gewinnschwelle senken.“ Das Sparziel von 20 Prozent sei „die Ambition“ und gelte für alle Marken und Kostenarten. Dies entspräche einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro.Dem Bericht zufolge steht der Dax-Konzern finanziell unter Druck. Die Ratingagentur S&P habe den Ausblick für Volkswagen kurz vor Weihnachten auf „negativ“ gesenkt und auf das Risiko verwiesen, dass der Autobauer die für sein Rating relevanten Finanzkennziffern verfehlen könnte. Finanzchef Antlitz habe deshalb die kürzlich bekannt gegebenen sechs Milliarden Euro liquide Mittel aufgetrieben, unter anderem durch den Verkauf von Forderungen.
DWS bekommt StrategiechefinDie Fondsgesellschaft DWS bekommt eine neue Leiterin für Strategie und Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A), erfuhr F.A.Z.-Redakteur Klaus Max Smolka. Der bisherige Spartenchef Florian Stanienda habe beschlossen, DWS mit Wirkung zum 31. März 2026 zu verlassen, heißt es in einer Mitteilung, welche Vorstandsvorsitzender Stefan Hoops diese Woche an Mitarbeiter schickte. Ein DWS-Sprecher bestätigte das Schreiben auf Anfrage. Es sei auch schon eine Nachfolgerin benannt: Michelle Berges, die im Büro des Vorstandschefs arbeitet. Sie trete die neue Funktion am 1. März an. Stanienda arbeitet seit beinahe 20 Jahren für den Investmentfonds, der zur Gruppe der Deutschen Bank gehört, und hatte zuvor sieben Jahre bei der Deutschen Bank verbracht. Für DWS war er maßgeblich am Börsengang beteiligt. Er werde neue Herausforderungen suchen, hieß es in der internen Mail weiter. Berges war maßgeblich an der Vorbereitung des DWS-Strategietags 2022 beteiligt.
Die EZB macht den Euro international attraktiverDie Europäische Zentralbank will den Euro rund um die Welt bedeutender machen. Sie öffnet dafür ihre sogenannte Liquiditätslinie für mehr Länder. EZB-Präsidentin Christine Lagarde verwies auf der Münchner Sicherheitskonferenz auf einen jüngst gefassten Beschluss des EZB-Rats, wie der Finanzdienst Reuters berichtet. Ziel der Öffnung ist es, das Risiko von Störungen auf den Euro-Finanzierungsmärkten außerhalb der Währungsunion zu verringern.Die EZB-Initiative fällt in eine Zeit, in der viele Investoren den Status des Dollar als Weltreservewährung wegen der als sprunghaft empfundenen amerikanischen Handelspolitik neu bewerten. Die EZB müsse sich auf ein volatileres Umfeld einstellen, sagte Lagarde. Mit einer zunehmend aggressiven Industriepolitik, steigenden geopolitischen Spannungen und gestörten Lieferketten dürften Finanzmarktspannungen häufiger auftreten. \"Wir müssen eine Situation vermeiden, in der diese Spannungen zu Notverkäufen von auf Euro lautenden Wertpapieren auf den globalen Finanzierungsmärkten führen“, betonte Lagarde.
Volkswagen muss in Frankreich wegen Dieselskandal vor GerichtIm Zusammenhang mit dem Dieselskandal steht dem deutschen Autohersteller Volkswagen in Frankreich ein Gerichtsverfahren bevor. Die Untersuchungsrichter ordneten einen Prozess wegen Betrugs vor dem Pariser Strafgericht an, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus informierten Kreisen erfuhr. Ein erster Termin zur Planung des Verfahrens sei für den 18. Dezember geplant. Es handelt sich um den ersten bekannten Fall im Zusammenhang mit dem Dieselgate, in dem die französischen Untersuchungsrichter einen Prozess anordnen. Die Staatsanwaltschaft hatte auch Prozesse gegen Peugeot-Citroën, Renault und Fiat Chrysler beantragt. Bei Volkswagen geht es um etwa eine Million Dieselfahrzeuge aus den Jahren zwischen 2009 bis 2016. Der Autohersteller steht im Verdacht, eine Software eingebaut zu haben, die den Ausstoß von Stickoxid während der Kontrollen senkte, nicht aber im Straßenverkehr. (AFP)
Jungheinrich schließt Produktion in Lüneburg Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich stellt seine Produktion in Lüneburg bis Ende März 2027 ein. Für die 160 Beschäftigen, deren Jobs wegfallen, einigten sich Unternehmen und die IG Metall nach langem Ringen auf einen Interessenausgleich, einen Sozialplan und einen Sozialtarifvertrag, teilte die Gewerkschaft mit. Das Unternehmen bestätigte die Einigung. Geregelt sind unter anderem Abfindungen sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Die IG Metall bezeichnete das Ergebnis als substanziell, hält die Schließung des Werks jedoch weiterhin für einen Fehler. Erst vergangene Woche hatten Gespräche über Interessenausgleich, Sozialplan und Sozialtarifvertrag begonnen. Nach einer „viertägigen, intensiven Verhandlungsphase“ stand die Einigung. Nach Angaben der IG Metall hat das Paket ein Volumen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Vorgesehen ist den Angaben zufolge auch eine Transfergesellschaft, die den Übergang in neue Beschäftigung erleichtern soll. Am Standort selbst sollen Konstruktion und Verwaltung mit zusammen 125 Stellen erhalten bleiben. Die eigentliche Produktion solle jedoch vollständig eingestellt werden.Der Einigung war ein ungewöhnlich langer Arbeitskampf vorausgegangen. Seit dem 20. November befanden sich die Produktionsbeschäftigten nach Gewerkschaftsangaben in einem unbefristeten Streik, nachdem sich zuvor eine Mehrheit in einer Urabstimmung dafür ausgesprochen hatte. Die Fertigung stand in den mehr als 80 Tagen immer wieder still. Die IG Metall sprach von einem der längsten Arbeitskämpfe in Niedersachsen seit Jahrzehnten. Laut Unternehmen werden die Beschäftigten am Montag die Arbeit wieder aufnehmen. (dpa)
Deutsch-ukrainische Drohnenproduktion für die Front startetEin erstes gemeinsames deutsch-ukrainisches Rüstungsunternehmen will bis Jahresende mindestens 10.000 Drohnen für die gegen die russische Invasion kämpfenden Streitkräfte der Ukraine liefern, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz eine frisch produzierte Drohne aus der in Süddeutschland gelegenen Anlage entgegen – die Örtlichkeit soll geheim bleiben. „Wir unterstützen damit die Ukraine in ihrem Kampf“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei der kurzen Zeremonie. „Wir profitieren aber auch selbst.“ Weitere gemeinsame Rüstungsprojekte von NATO-Ländern mit der Ukraine werden folgen. Das neue Unternehmen heißt Quantum Frontline Industries. Der bayerische Hersteller Quantum Systems liefert seit 2022 Aufklärungsdrohnen an die Ukraine, derzeit sind nach Firmenangeben 1500 der unbemannten Kleinflugzeuge im Einsatz. Das Joint Venture fertigt nun in Lizenz die „Linza“ genannten Drohnen des ukrainischen Unternehmens Frontline Robotics. Da die Rüstungsindustrie der Ukraine unter den russischen Angriffen leidet, soll die Auslagerung nach Deutschland höhere Produktionszahlen möglich machen. „Linza“ ist keine Waffe, kann aber als solche eingesetzt werden. Die Transportdrohne kann bis zu zwei Kilogramm schwere Lasten tragen, einschließlich Bomben und Granaten. Im nächsten Jahr soll die Produktion ausgeweitet werden. „Nach oben gibt es keine wirklichen Begrenzungen am Ende, außer den Kapazitäten der Firma“, sagte Pistorius. Das Vorhaben sei in „Lichtgeschwindigkeit“ umgesetzt worden. Selenskyj dankte der Bundesregierung für die Unterstützung. „Unsere Leute werden Wissen, Technologie und Ausbildung teilen“, sagte der ukrainische Präsident. (dpa)
Universal Music darf Downtown übernehmenDie EU-Wettbewerbshüter haben die geplante, 775 Millionen Dollar schwere Übernahme des US-Musikunternehmens Downtown durch den Weltmarktführer Universal Music Group unter Auflagen genehmigt. Ihre Bedingung ist, dass die Downtown-Tochtergesellschaft Curve vollständig veräußert wird. Über Curve werden Lizenzkosten abgerechnet. Durch die Veräußerung soll verhindert werden, dass Universal durch das Geschäft Zugang zu sensiblen Geschäftsdaten von Konkurrenten erhalten könnte, wie die Europäische Kommission mitteilte. „Die Musikindustrie ist ein wichtiger Produzent von Kunstwerken, und daher ist es sehr wichtig, dass den Verbrauchern konkurrierende Anbieter zur Verfügung stehen. Unsere eingehende Untersuchung hat bestätigt, dass auch nach der Übernahme eine große Zahl von Unternehmen Vertriebsdienstleistungen für europäische Musiklabels und Künstler anbieten wird“, teilte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis mit. Downtown übernimmt unter anderem den Vertrieb für Indie-Labels und Künstler, Universal stärkt mit dem Deal seine Servicesparte Virgin. Universal ist vor Sony und Warner Music der größte der drei Majors genannten Musikkonzernen. Die Kommission hatte im Juli 2025 eine Untersuchung eingeleitet, Vertreter von Indie-Labels hatten zuvor Bedenken ob der Marktmacht Universals geäußert. Im Gespräch mit der F.A.Z. hatte Universal-Europachef Frank Briegmann unter anderem über die geplante Übernahme von Downtown und die Kritik daran gesprochen. Zudem ging es um den Umgang der Musikindustrie mit KI. Das Interview lesen Sie hier:
Pfandbriefbank macht hohen Verlust - Aktie fällt um 6 Prozent Der Rückzug aus dem US-Geschäft hat die Deutsche Pfandbriefbank 2025 noch tiefer in die Verlustzone gerissen als von Analysten erwartet. Für 2026 erwartet Vorstandschef Kay Wolf zwar wieder schwarze Zahlen, aber keine Rückkehr in frühere Gewinnhöhen. Vor Steuern verbuchte die Pfandbriefbank 2025 ein Minus von 250 Millionen Euro nach einem Gewinn von 104 Millionen ein Jahr zuvor, wie sie überraschend am Freitag in Garching mitteilte. Für das laufende Jahr peilt Wolf einen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro an. Analysten hatten deutlich mehr auf dem Zettel. Die Aktie verlor um die Mittagszeit rund 7,5 Prozent.„Die Transformation der Bank erfordert aufgrund des US-Exits und der schleppenden Markterholung mehr Zeit, als wir ursprünglich erwartet haben“, sagte Wolf. Der Wegfall von Erträgen aus dem US-Geschäft könne aufgrund der schleppenden Erholung an den Immobilienmärkten voraussichtlich nur sukzessive mit wachsendem Neugeschäft in Europa kompensiert werden. Die Entwicklung an den gewerblichen Immobilienmärkten sei im neuen Geschäftsjahr weiterhin verhalten. Mit einem deutlichen Anstieg der Transaktionsvolumina im Gesamtmarkt rechnet der gewerbliche Immobilienfinanzierer nicht. Die Pfandbriefbank hält an ihren strategischen Ambitionen fest, wird die wesentlichen finanziellen Zielgrößen aber aller Voraussicht nach erst im Jahr 2028 und damit ein Jahr später als ursprünglich geplant erreichen.
Taiwan und USA besiegeln HandelsabkommenNach monatelangen Zollverhandlungen hat Taiwan mit den Vereinigten Staaten ein Handelsabkommen festgezurrt. „Dies ist ein neues Kapitel für Taiwans Außenhandel“, sagte Präsident Lai Ching-te in Taipeh. Das Abkommen werde die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit zwischen Taiwan und den USA vertiefen, erklärte er. Die Vereinbarung muss noch durch das taiwanische Parlament. Vor dem für April angedachten China-Besuch des amerikanischen Präsidenten Donald Trump soll das Abkommen den USA helfen, Handelsungleichgewichte zu beseitigen, zuverlässige Lieferketten außerhalb Chinas sicherzustellen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu einem wichtigen Partner im indopazifischen Raum zu stärken.Das Abkommen sieht eine Obergrenze von US-Zöllen auf taiwanische Produkte von bis zu 15 Prozent vor und gewährt den USA bevorzugten Zugang, um Industrie- und Agrarwaren wie Autos oder Rindfleisch nach Taiwan zu exportieren. Der ostasiatische Inselstaat, dessen Energieversorgung maßgeblich von Importen abhängt, soll den USA außerdem Flüssigerdgas und Rohöl im Wert von mehr als 44 Milliarden Dollar (etwa 37 Milliarden Euro) abkaufen. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte, das Abkommen werde die Widerstandsfähigkeit der US-Lieferketten, vor allem im Hightech-Bereich, „erheblich verbessern“. Lai kündigte an, sein Land werde ein „Taiwan-Modell“ für die technologische Zusammenarbeit in den USA etablieren, indem es seine Halbleiter- sowie Informations- und Kommunikationstechnik-Branche mit dem KI-Sektor in den USA integriere. Taiwanische Halbleiter und verwandte Produkte erhalten mit dem Deal eine „bevorzugte Behandlung“, erklärte das Büro des US-Handelsbeauftragten.
Die Mega-Investition von Microsoft & Co Die vier großen US-Techkonzerne wollen in diesem Jahr 650 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren investieren. Hat es ähnlich hohe Infrastrukturinvestitionen schon mal gegeben? Eine Spurensuche.
Airbnb sagt noch höhere Einnahmen vorausAirbnb hat dank einer starken Nachfrage nach teureren Unterkünften seine Umsatzprognose für das erste Quartal angehoben. Erwartet würden in dem Zeitraum nun Erlöse zwischen 2,59 und 2,63 Milliarden Dollar, teilte der Vermittler von Ferienwohnungen mit. Vom Finanzdienst Reuters zuvor befragte Analysten hatten im Schnitt mit 2,53 Milliarden gerechnet. Airbnb setzt verstärkt auf Reisende im oberen Preissegment, um eine schwächelnde Nachfrage von preisbewussteren Kunden auszugleichen. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent zu.Airbnb folgt mit seiner Strategie einem Trend in der Reisebranche. Auch der Hotelbetreiber Marriott und die Fluggesellschaft United Airlines hatten darauf verwiesen, dass wohlhabende Reisende die Ergebnisse stützen.Auch im abgelaufenen vierten Quartal übertraf Airbnb mit einem Umsatz von 2,78 Milliarden Dollar die Erwartungen. Der Gewinn je Aktie ging jedoch von 73 auf 56 Cent zurück. Für das Jahr 2026 rechnet das in San Francisco ansässige Unternehmen mit einem Umsatzwachstum \"mindestens im niedrigen zweistelligen Bereich\". Allerdings werde kein Wachstum der bereinigten Kerngewinnmarge erwartet, da Airbnb weiter in Marketing, Produkte und Technologie investiert. Zudem treibt der Konzern die Expansion in das Hotelgeschäft voran und kooperiert mit Boutique-Hotels in Städten wie New York und Madrid, wo Vorschriften das Angebot an Ferienwohnungen einschränken. \"Wir glauben, dass die Aufnahme von mehr Hotels auf die Plattform unseren gesamten Zielmarkt vergrößern kann\", hieß es.