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07.03.2026
08:20 Uhr
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20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest +++ Die deutsche Wirtschaft schlägt Alarm – Erfolgsmodell in Gefahr +++ Dicke Luft bei Philip Morris +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Unfall bei Aurubis fordert ein Todesopfer Auf dem Werksgelände des Kupferproduzenten Aurubis in Hamburg ist ein Mitarbeiter nach Angaben des Unternehmens tödlich verunglückt. Am späten Freitagabend sei beim Entleeren eines Kübels mit „schmelzflüssigem Material“ der dafür genutzte Gabelstapler in Brand geraten, erklärte Aurubis am Samstag laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Der Fahrer des Staplers sei dadurch tödlich verletzt worden, ein weiterer Mitarbeiter erlitt leichte Verletzungen.Der Brand konnte den Angaben zufolge rasch unter Kontrolle gebracht werden. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Nachbarn oder Umwelt“, versicherte das Unternehmen. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. „In enger Kooperation mit den zuständigen Behörden werden wir den Unfall vollständig und detailliert aufarbeiten“, erklärte Aurubis-Chef Toralf Haag. Haag sprach den Hinterbliebenen des Opfers sein Beileid aus: „Unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen und den weiteren Betroffenen.“
Organisation: 20.000 Seeleute sitzen im Persischen Golf festWegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest. Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die „erhebliche psychische Belastung“ hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.Der Persische Golf wird nur durch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus mit den Weltmeeren verbunden. Iran weist zwar Berichte über eine vollständige Sperrung der Meerenge, die zwischen seinem Land und dem Oman liegt, zurück. Nach Einschätzung von US-Kriegsbeobachtern ist der Schiffsverkehr dort aber um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Am Golf von Persien liegen bedeutende Ölförderländer, zu den Anrainern zählen neben dem Iran Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Strafprozess um WurstskandalIm Fall des nordhessischen Wurstherstellers Wilke gibt es nun einen konkreten Termin für den Beginn des Prozesses um mehrere Todesfälle. Das schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Das Verfahren vor dem Landgericht Kassel soll am 6. Juli starten. Damit beginnt die juristische Aufarbeitung von elf Todesfällen fast sechseinhalb Jahre nach der Schließung des nordhessischen Wurstherstellers und dem Skandal um mit Keimen verunreinigten Produkten.Beschuldigte in dem Fall sind der ehemalige Geschäftsführer, seine Stellvertreterin und der damalige Produktionsleiter. Ihnen wird dem Landgericht zufolge fahrlässige Tötung in elf Fällen sowie fahrlässige Körperverletzung in sieben Fällen vorgeworfen. Zudem lautet die Anklage auf Beibringung gesundheitsgefährdender Stoffe in vier Fällen, Betrug in 17 Fällen sowie gesundheitsgefährdendes Inverkehrbringen von Lebensmitteln in 18 Fällen.Die Firma in Twistetal war im Oktober 2019 geschlossen worden, nachdem in ihrer Wurst Listerien-Keime nachgewiesen worden waren. Die Keime können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Gesundheitsbehörden meldeten danach 37 Krankheitsfälle, die mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht wurden.
Trotz Versace wächst Prada weiter Der italienische Luxus-Anbieter Prada setzt seinen Wachstumskurs fort. In den vergangenen fünf Jahren ist der Umsatz in jedem Quartal gestiegen, berichtete das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Jahreszahlen für 2025. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um neun Prozent auf 5,7 Milliarden Euro zu. Abermals erfolgreich war die Tochtergesellschaft Miu Miu, die vor allem die Prada-Eignerin Miuccia Prada kreativ verantwortet. Nachdem dort 2024 der Umsatz um 84 Prozent geradezu explodiert war, gelang der Marke im vergangenen Jahr ein weiteres Umsatzplus von 35 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Allerdings scheint sich der Boom bei Miu Miu nun etwas abzuschwächen.Der Prada-Nettogewinn legte mit rund 1,5 Prozent im vergangenen Jahr indes deutlich weniger zu als der Umsatz. Das Modehaus hat den Konkurrenten Versace übernommen, der das Unternehmen eine Weile belasten wird. Versace kommt bei den Kunden derzeit nicht gut an. Das Modehaus leidet unter der allgemeinen Luxusmüdigkeit, zudem wurden Fehler in der kreativen Linie und der preislichen Strategie gemacht. Prada will bei Versace nun weniger hochwertige Modelinien einstellen, etwa die Jeans-Kollektion. Auch sollen Verkaufskanäle wie Outlet Stores mit günstigen Preisen schließen. Als neuen Kreativdirektor hat Prada Pieter Mulier vom Modehaus Alaia des Richemont-Konzerns verpflichtet. Er soll im Juli antreten und seine erste Kollektion Anfang 2027 präsentieren. Als Versace-Vorstandsvorsitzender wurde Emmanuel Gintzburger geholt, der früher im Kering-Konzern bei Alexander McQueen und Saint Laurent arbeitete. Der offiziell unbezifferte Verlust von Versace von 2025 werde in ähnlicher Höhe auch im laufenden Jahr eintreten, gibt Prada bekannt. Erst 2027 werde die Tochtergesellschaft ihr Ergebnis verbessern. Den Versace-Verlust vor Steuern und Zinsen des vergangenen Jahres schätzen Analysten auf rund 90 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 680 Millionen Euro nach umgerechnet 860 Millionen Euro im Jahr 2024.
Dicke Luft bei Philip Morris: Veronika Rost geht nach nur zwei JahrenOb es der bekennenden Nichtraucherin Veronika Rost gestunken hat, dass in Meetings von Philip Morris Deutschland noch erhitzter Tabak konsumiert werden darf, ist nicht bekannt. Fest steht aber, bei der deutschen Tochtergesellschaft des globalen Tabakkonzerns herrscht dicke Luft. Nach nur zwei Jahren an der Spitze verlässt Rost Philip Morris Ende März. Ihre recht forsche Art habe nicht in die um interne Harmonie bemühte Unternehmenskultur gepasst, hört man im Unternehmen. Und auch das Geschäft entwickelte sich in Europas größter Volkswirtschaft nicht so schnell, wie in der Europazentrale im schweizerischen Lausanne erhofft. Philip Morris hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 zwei Drittel seiner Umsätze mit rauchfreien Produkten, also erhitztem Tabak, E-Zigaretten und den in Deutschland (noch) verbotenen Nikotinbeuteln zu erzielen. Wie hoch die Absätze von rauchfreien Produkten in Deutschland genau sind, ist ein wohlgehütetes Betriebsgeheimnis, dass sie hierzulande aber hinterherhinken, ein offenes Geheimnis. Rost nachfolgen wird Özlem Dikmen, die bisher die österreichische Niederlassung von Philip Morris geleitet hat und seit 16 Jahren für den Tabakkonzern arbeitet. Im Gegensatz zu Rost sind ihr die Produkte ihres Arbeitgebers vertraut. Bereits 2016 entsagte sie ganz im Sinne der Unternehmensziele der Tabakzigarette und tauschte Marlboro Gold gegen Iqos ein, das erhitzte Tabakprodukt des Konzerns. Das verträgt sich zwar nicht so recht mit ihrem Hobby, Marathon zu laufen, aber Veev, die E-Zigarette des Marlboro-Herstellers, findet sich immer in ihrer Handtasche. Was schwerer wiegt: In verschiedenen Führungspositionen hat sie von Beginn an mit an der Transformation des Marlboro-Herstellers gearbeitet. Kenntnisse, die Dikmen auf dem für rauchfreie Produkte schwierigen deutschen Markt sicherlich nützlich sein werden.
Neuer Vorstandsvorsitzender für AMAGBei dem Aluminiumspezialisten Austria Metall AG (AMAG) kommt es zu einem vorzeitigen Wechsel an der Spitze. Victor Breguncci löst Helmut Kaufmann als Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand im Mai ab. Das teilte die börsennotierte Gesellschaft am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Konkrete Gründe nannte das Unternehmen nicht. Kaufmann war fast zwei Jahrzehnte im Vorstand aktiv. Im vergangenen Jahr gab es einen Gewinnknick in dem zur Riege der international führenden Hersteller von hochwertigen Aluminiumguss- und Walzprodukten gehörenden Unternehmen.Im vergangenen Jahr hat der energieintensive Konzern mit rund einem Fünftel weniger Gewinn bilanziert. Der stark von der amerikanischen Handelspolitik beeinflusste Wettbewerb hat den Angaben zufolge zu einer geringeren Ertragskraft geführt, strategische Flexibilität und Maßnahmen zur Stabilisierung federten die Auswirkungen etwas ab.
Die deutsche Wirtschaft schlägt Alarm – Erfolgsmodell in GefahrDer Wirtschaftsstandort Deutschland stehe unter Druck wie selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte, erklärten die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft: die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Erklärung wurde im Vorfeld eines Spitzengesprächs zwischen den Verbandspräsidenten und Bundeskanzler Friedrich Merz veröffentlicht. Dieses findet heute am Rande der Handwerksmesse in München statt. Die Verbände sehen das bewährte Erfolgsmodell in beispielloser Weise herausgefordert. Sie führen eine ganze Reihe von Faktoren an: eine radikal veränderte Weltordnung, einen immer härteren internationalen Wettbewerb, technologische Umbrüche und den spürbaren demografischen Wandel. Gleichzeitig hätten sich die Standortbedingungen in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert und die Belastungen für Betriebe und Beschäftigte dramatisch zugenommen. Nun fürchten die Verbände um die Widerstandskraft der deutschen Wirtschaft. Nach drei Jahren ohne Wachstum steuere man auf einen wirtschaftlichen „Kipppunkt“ zu.Die Antwort der Bundesregierung auf die Krise reiche bei weitem nicht aus, argumentieren die Verbände. Viele Vorhaben stünden bislang nur als Ankündigung auf dem Papier. „Die deutsche Wirtschaft erwartet von der Politik deutlich mehr Mut zur Veränderung“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. 2026 müsse zum Jahr der Reformen werden. Je länger dieser Prozess aufgeschoben werde, desto schmerzlicher würden die Maßnahmen später ausfallen.
Weltgrößter Elektronikhersteller warnt vor Folgen des Irankonflikts Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn hat vor den Folgen eines länger andauernden Konflikts mit Iran für die Weltwirtschaft gewarnt. Sollte der Konflikt andauern, könnten die Ölpreise auf 100 Dollar pro Barrel steigen und auch die Preise für Rohstoffe in die Höhe treiben, sagte Unternehmenschef Young Liu am Freitag in Neu-Taipeh. Dann würde jeder die Auswirkungen spüren. Die Folgen für sein eigenes Unternehmen seien derzeit jedoch begrenzt. Er erwarte für 2026 ein sehr gutes Jahr für den Konzern, der unter anderem ein wichtiger Hersteller von KI-Servern für Nvidia ist.
Anthropic als Risiko für US-Lieferkette eingestuftDas Pentagon hat das KI-Unternehmen Anthropic offiziell als Risiko für die Lieferkette eingestuft. Die am Donnerstag (Ortszeit) verhängte Maßnahme verbietet Regierungsauftragnehmern mit sofortiger Wirkung den Einsatz von Anthropic-Technologie bei ihrer Arbeit für das US-Militär, wie das Unternehmen bestätigte. Firmenchef Dario Amodei kündigte in einer Erklärung an, gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen. Die Maßnahme folgt einer Anweisung von US-Präsident Donald Trump vom vergangenen Freitag, die allen Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Produkten untersagt.
Toyota drosselt Produktion wegen IrankonfliktsToyota Motor wird seine Produktion von Fahrzeugen, die für den Nahen Osten bestimmt sind, aufgrund des Irankonflikts deutlich reduzieren. Die Kürzungen werden etwa 20.000 Fahrzeuge ausmachen, was dem Großteil der üblichen monatlichen Lieferungen des Unternehmens aus Japan in die Region entspricht. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK. Vor allem für die großen Geländewagen und Pick-Ups von Toyota ist der Nahe Osten ein wichtiger Absatzmarkt. Im vergangenen Jahr exportierte Toyota etwa 20.000 bis 30.000 Fahrzeuge pro Monat in diese Region. Die Kürzung erfolgt nun, da der Transport der Fahrzeuge über den Seeweg durch die Blockade der Straße von Hormus bis auf Weiteres nicht mehr möglich ist. Dem Bericht zufolge soll der Plan zunächst bis Ende März laufen. Zuvor hatte die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ unter Berufung auf Zulieferer von Toyota berichtet, dass bis zu 40.000 Fahrzeuge weniger produziert werden sollten. In Japan geht die Sorge um, dass auch andere heimische Hersteller gezwungen sein könnten, ihre Exporte in die Region zu reduzieren, nachdem viele von ihnen wegen der erhöhten Zölle in den Vereinigten Staaten bereits Schwierigkeiten haben.
Nach teurem KI-Ausbau: Oracle plant Tausende Stellenstreichungen Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Oracle plant einem Medienbericht zufolge wegen der hohen Kosten für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren die Streichung Tausender Stellen. Der Abbau solle Unternehmensbereiche übergreifend erfolgen und könne bereits in diesem Monat beginnen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Die Kürzungen seien weitreichender als üblich. Einige beträfen demnach Stellen, deren Bedeutung nach Einschätzung des Unternehmens wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) abnehmen werde. Zudem habe Oracle intern angekündigt, viele offene Stellen in seiner Cloud-Sparte zu überprüfen und damit den Einstellungsprozess zu verlangsamen. Oracle lehnte eine Stellungnahme ab.
Lufthansa will operativen Gewinn trotz Irankrieg weiter steigern Geringere Spritkosten und weniger Ausgaben für verspätete Flüge haben der Lufthansa 2025 im Tagesgeschäft mehr Gewinn eingebracht. Weil zudem die Kernmarke Lufthansa Airlines in die Gewinnzone zurückkehrte, kletterte der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) knapp ein Fünftel auf 1,96 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Frankfurt mitteilte. Für 2026 stellte Vorstandschef Carsten Spohr trotz der Verwerfungen durch den Irankrieg eine weitere deutliche Steigerung in Aussicht.Zu dem Gewinnanstieg soll das laufende Sparprogramm bei der Kernmarke Lufthansa Airlines beitragen. Sie erhält in diesem Jahr mehr neue und sparsamere Langstreckenjets und setzt stärker auf billigere Töchter wie Lufthansa City Airlines und Discover.Im vergangenen Jahr steigerte der Lufthansa-Konzern seinen Umsatz um fünf Prozent auf den Rekordwert von 39,6 Milliarden Euro. Der Gewinn unter dem Strich sank wegen negativer Steuereffekte hingegen um drei Prozent auf 1,34 Milliarden Euro. Die Dividende für die Aktionäre soll dennoch um zehn Prozent auf 33 Cent je Aktie steigen.
Shein verkauft weiter mit gefährlichen Chemikalien belastete KleidungDer asiatische Billig-Modehändler Shein bietet auf seiner Plattform nach Recherchen von Greenpeace weiterhin Kleidung an, die mit gefährlichen Chemikalien belastet ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Eine Untersuchung des Bremer Umweltinstituts im Januar habe ergeben, dass viele der angebotenen Kleidungsstücke nach wie vor die Grenzwerte der europäischen Chemikalienverordnung überschritten, erklärten die Umweltschützer am Donnerstag. Shein versprach, den Ergebnissen der Untersuchung nachzugehen und räumte Fehler ein.Greenpeace hatte den Angaben nach bereits im November eine Reihe von mit gefährlichen Chemikalien belasteten Produkten von Shein gefunden. Das Unternehmen habe daraufhin angekündigt, die betroffenen Artikel vom Markt zu nehmen. Im Januar seien dann identische oder sehr ähnliche Produkte wie im November untersucht worden – mit sehr ähnlichen Ergebnissen, erklärte Greenpeace. Tatsächlich habe Shein lediglich beanstandete Produktnummern entfernt.In einigen Fällen seien die beanstandeten Produkte schlicht nicht aus dem Sortiment genommen worden. So werde eine mit Chemikalien belastete Outdoor-Jacke weiterhin vom selben Händler auf der Plattform angeboten, erklärte Greenpeace. Oder es blieben sehr ähnliche Produkte im Sortiment: Etwa Sandalen, mit chemisch belasteten Fußbetten. Laut Greenpeace nahm Shein lediglich eine Farbvariante aus dem Sortiment. Shein gestand Fehler ein: „Wir (...) erkennen an, dass dieser Vorgang Bereiche aufzeigt, in denen unsere Kontrollen weiter gestärkt werden können“, erklärte ein Unternehmenssprecher. Infolge der ersten Untersuchung seien die von Greenpeace genannten Produkte „umgehend weltweit von unserer Plattform entfernt“. Und auch die in dem neuen Bericht identifizierten Produkte seien nun sofort entfernt worden. „Gleichzeitig führen wir weitere eigene Tests durch“, führte der Sprecher aus.
Berlusconi bekommt mehr Macht denn jeDer Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat1-Muttergesellschaft, Pier Silvio Berlusconi, zementiert seine Macht. Er wird beim italienischen Medienkonzern Media for Europe (MFE) nun zusätzlich Verwaltungsratsvorsitzender. Damit löst Berlusconi den 88 Jahre alten Fedele Confalonieri ab, der ein alter Weggefährte seines verstorbenen Vaters Silvio Berlusconi ist. Pier Silvio ist mit anderen Familienmitgliedern auch der maßgebliche Eigentümer des in Italien börsennotierten Medienkonzerns, der sich vor allem auf das Fernsehgeschäft konzentriert.Zudem will MFE nun Strukturen einziehen, die den Konzern zu einer „international integrierten Unternehmensgruppe“ machen, wie Berlusconi mitteilte. Alle Funktionen des Top-Managements sollen konzernweite Zuständigkeit bekommen, was vor allem die Märkte Italien, Spanien und Deutschland betrifft. Der von MFE geschickte ProSiebenSat1-Vorstandsvorsitzende Marco Giordani wird Finanzvorstand der Gruppe und zuständig für die gesamte internationale Geschäftsentwicklung. Vom Münchner ProSiebenSat1-Standort aus sollen künftige digitale Innovationen und Künstliche Intelligenz entwickelt und verbreitet werden. Dirk Voigtländer, langjähriger Leiter des Bereichs Investor Relations, wird die entsprechende Abteilung leiten, teilt das Unternehmen mit.