FAZ 20.02.2026
08:36 Uhr

Business-Ticker: China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner


Aber auch der Export in die USA wächst trotz Zöllen +++ Kuriose Szene zwischen Altman und Amodei auf KI-Gipfel +++ Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Business-Ticker: China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner

Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat den ​US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der am Donnerstag bei ⁠einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft BioNTech dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff ‌mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von BioNTech und dessen ‌US-Partner Pfizer.Der Klage ‌zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von BioNTech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine ​geringere Dosierung bei Patienten. ⁠Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 ​zugelassen.Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der ⁠Branche. Bereits ‌2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen angeblicher Patentverletzungen durch Comirnaty verklagt. Dieses Verfahren läuft noch. ⁠Biotech-Firmen fordern in ⁠einer Klagewelle Lizenzgebühren für Technologien, die in den umsatzstarken ⁠Impfstoffen ​verwendet ⁠werden. Sprecher von Moderna, BioNTech ​und Pfizer nahmen zunächst nicht Stellung ‌zu der neuen Klage. 

Novartis baut wegen Zollpolitik elf Fabriken in den USA Der ​Schweizer Pharmakonzern Novartis will ⁠laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik ‌elf neue Fabriken in den USA errichten. ‌Dies ‌habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, ​am Mittwoch ⁠bei einem Treffen im Weißen Haus ​gesagt, erklärte ⁠Trump am Donnerstag bei ‌einer Rede vor Stahlarbeitern in ⁠Rome im US-Bundesstaat Georgia. Novartis verlautete indes, das Unternehmen ziehe sich aus ​seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Der Konzern verkaufe seinen Anteil von ⁠70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte Novartis am Freitag mit. Das Käuferkonsortium, zu dem ‌WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. ‌Die Investoren bieten ‌860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte ​die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: ⁠Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.Der ​Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung ⁠des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält ‌in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich ⁠derzeit stark auf ⁠den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte ⁠Novartis angekündigt, ​23 ⁠Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten ​zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf ‌Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump. 

Meta kürzt abermals Aktienoptionen für Mitarbeiter Der Facebook-Mutterkonzern Meta kürzt ​einem Medienbericht zufolge abermals ⁠die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) ‌zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf ‌Prozent ‌reduziert worden, berichtete die „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf ​Insider. Bereits ⁠im vergangenen Jahr habe der Konzern die aktienbasierten Vergütungen um ​rund zehn Prozent gekürzt. ⁠Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet ‌den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für ⁠das Jahr ⁠2026 mit Investitionsausgaben zwischen ⁠115 und ​135 Milliarden ⁠Dollar. 

Hochtief profitiert vom Bauboom für RechenzentrenDie starke Nachfrage nach Rechenzentren und ein Bauboom im Energiesektor sowie in der Verteidigung haben den Essener Baukonzern Hochtief im abgelaufenen Geschäftsjahr beflügelt. Das Unternehmen hat einen Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro erreicht und mit seinem Konzerngewinn von 789 Millionen Euro die eigenen Jahresziele gleich zweimal übertroffen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Wie das Unternehmen am Donnerstagnachmittag mitteilte, soll eine Dividende von 6,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Größter Anteilseigner an Hochtief ist der spanische Baukonzern ACS, aber Hochtief ist derzeit offenbar für viele weitere Anleger attraktiv: Binnen eines Jahres ist der Aktienkurs von Hochtief um 160 Prozent gestiegen und hat kürzlich ein Rekordhoch von 406 Euro erreicht.

Strabag-Aktionär macht KasseDer steile Kursanstieg des Baukonzerns Strabag zieht Verkaufswillige an. Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat Aktien im Wert von rund 180 Millionen Euro am Markt platziert. In einer Analyse der Erste Group zur Strabag wird auf einen Bloomberg-Artikel verwiesen, nach dem Raiffeisen 2,08 Millionen Anteilscheine zu einem Preis von 86,5 Euro je Aktie angeboten habe. Das entspreche einem Abschlag von über elf Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Mittwoch.  „Die Strabag Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt, und wir haben uns entschieden, als Teil unserer laufenden Portfolio- und Risikomanagement-Überlegungen einen geringen Teil unserer Beteiligung zu verkaufen. Ein höherer Streubesitz macht sie für Anleger attraktiver“, argumentiert die Raiffeisen Holding. Allein in den vergangenen 52 Wochen hat der Kurs um 84,82 Prozent zugelegt. Am heutigen Donnerstag fiel er im Zuge der Platzierung allerdings um rund sieben Prozent auf etwa 90 Euro. Mit der Transaktion wird der Streubesitz geringfügig auf 18 Prozent steigen. An dem bestehenden Syndikat zwischen Raiffeisen Holding, Uniqa und der Privatstiftung Haselsteiner ändert sich nach der Platzierung nichts. Angeboten worden seien nur Aktien, die nicht Teil des Syndikats waren, hieß es aus der Raiffeisen. 

Kuriose Szene zwischen Altman und Amodei auf KI-GipfelEs war wohl als eine Geste für Einigkeit gedacht: Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte am Donnerstag auf dem KI-Gipfel in Neu Delhi eine Gruppe prominenter Vertreter aus Wirtschaft und Politik um sich versammelt. Und wie er das öfters bei öffentlichen Veranstaltungen tut, nahm er die neben sich stehenden Personen an der Hand und streckte mit ihnen die Arme nach oben. In diesem Fall waren das Sam Altman, der Vorstandschef des ChatGPT-Entwicklers Open AI, und Sundar Pichai, der den Internetkonzern Google führt. Dies wurde der Ausgangspunkt für einen symbolträchtigen Moment, der zwei der größten Konkurrenten in der KI-Szene in erhebliche Verlegenheit brachte. Nach und nach reichten sich auch die anderen Gäste auf der Bühne die Hände und wiederholten Modis Geste, aber nicht Altman und der neben ihm stehende Dario Amodei, der Vorstandschef des Open-AI-Wettbewerbers Anthropic. Während sich überall um die beiden Männer herum die Arme hoben, blickte Altman etwas peinlich berührt nach links, wo Amodei stand. Schließlich streckte er seinen linken Arm allein in die Höhe, Amodei tat kurz danach das Gleiche mit seinem rechten Arm. Und so kam es zum Gegenteil des geplanten Einigkeitsbildes: Es zeigte zwei Männer, die nicht einmal für den kurzen Moment eines Fotos in der Lage sind, sich die Hand zu geben. 

Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab Der Bund hat dem Softwareriesen im vergangenen Jahr 481,4 Millionen Euro für seine Produkte und Dienste gezahlt. 2023 waren es 274 Millionen Euro; 2024 waren es knapp 348 Millionen Euro. Ein Ende dieser Entwicklung zeichnet sich bislang kaum ab. Dabei gebe es hierzulande genügend Alternativen. 

Stilles und Wasser mit Geschmack treiben GerolsteinerGerolsteiner Brunnen, der nach eigenen Angaben größte deutsche Hersteller von Markenmineralwasser, hat im vergangenen Jahr 3,4 Prozent mehr Getränke verkauft und so seinen Umsatz um 2,7 Prozent auf knapp 349 Millionen Euro gesteigert. Damit ist das Eifeler Unternehmen schneller gewachsen als der Markt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vom Januar ist die Nachfrage nach dem „Naturprodukt Mineralwasser\" im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Liter oder knapp 129 Liter pro Kopf gestiegen, in der Corona-Pandemie war sie kurzzeitig gesunken. Als Wachstumstreiber nennt Gerolsteiner Wasser ohne Kohlensäure und Wasser mit Geschmack. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Bitburger-Unternehmensgruppe und beschäftigt 850 Mitarbeiter. 

Renault sieht 2026 niedrigere Gewinnmarge Renault stellt sich im laufenden Jahr auf eine geringere Profitabilität ein. Als Gründe hierfür nannte der französische Autobauer die internationale Expansion unter anderem nach Südamerika und in Asien, den Anlauf neuer Elektrofahrzeugmodelle sowie zunehmende Konkurrenz in Europa. Die operative Marge dürfte daher 2026 auf 5,5 Prozent sinken, nach 6,3 Prozent im vergangenen Jahr, wie Renault am Donnerstag mitteilte.Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller weltweit gut 2,3 Millionen Fahrzeuge, das war ein Plus von 3,2 Prozent in einem Markt, der den Angaben zufolge lediglich um 1,6 Prozent wuchs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro.Unter dem Strich verzeichneten die Franzosen jedoch einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür waren die milliardenschweren, nicht zahlungswirksamen Belastungen im Zusammenhang mit der bereits im vergangenen Sommer geänderten bilanziellen Behandlung des Nissan-Anteils. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen und bestimmte Produktionsanlagen.

 Weltmarktführer Krones erwartet weniger WachstumDer weltgrößte Abfüllanlagenbauer Krones hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr steigern können, zeigt sich aber angesichts der geopolitischen Spannungen, des schwachen Dollars und der US-Zollpolitik vorsichtiger. Wie das im M-Dax der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz 2025 um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Damit wurde das untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne von sieben bis neun Prozent erreicht. Wechselkurseffekte belasteten nach Angaben von Krones das Umsatzwachstum mit 99 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn vor Anschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich um zwölf Prozent auf 602 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite ‌lag mit 10,6 Prozent (2024 betrug sie 10,1) in der oberen Hälfte der angepeilten Spanne von 10,2 bis 10,8 Prozent. Der Nettogewinn legte um sieben Prozent auf 299 Millionen Euro zu. Für ​das laufende Jahr klammert ⁠Krones Währungseffekte aus der Umsatzprognose aus und rechnet auf dieser Basis mit einem Wachstum von drei ​bis fünf Prozent. „Krones ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet“, hieß es ⁠in der Mitteilung. ‌Doch gebe es Unwägbarkeiten wie die weltweite Entwicklung der Zölle, Materialengpässe und wacklige Lieferketten. Die operative Umsatzrendite soll sich 2026 trotzdem auf 10,7 bis ⁠11,1 Prozent verbessern. ⁠Neben steigenden Umsätzen sollen dazu „eine weiterhin disziplinierte Preisstrategie“ und die Umsetzung von Sparmaßnahmen ⁠beitragen. Zum ​Jahreswechsel ⁠hatte Krones Aufträge über 4,19 ​Milliarden Euro in den Büchern. 2025 kamen neue Aufträge über insgesamt 5,56 Milliarden Euro herein, knapp zwei Prozent mehr als ​ein Jahr zuvor. 

Knorr-Bremse steigert GewinnDer Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat 2025 dank Einsparungen trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr verdient. Für 2026 plant der Vorstandsvorsitzende Marc Llistosella aber wieder mit Wachstum. Der Umsatz solle im laufenden Jahr auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2025 mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt in der oberen Hälfte der Spanne. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht das Management 2026 bei rund 14 Prozent.Beim Ausblick stützt sich die Unternehmensführung auf den Auftragseingang, der 2025 um 2,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro zulegte. Dabei glichen gestiegene Bestellungen im Bahngeschäft die rückläufige Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft mehr als aus.Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Dies entspricht auch den Erwartungen von Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis stieg indessen um 5,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Unter dem Strich stand ein um ein Fünftel gestiegener Gewinn von gut 574 Millionen Euro. 

Nestlé schrumpft und baut Konzern umEin schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben ​dem Nahrungsmittelriesen 2025 abermals einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente ⁠der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9,0 Milliarden Franken, ein Minus von 17 Prozent. Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das ‌Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage ‌zufolge mit einem Nettogewinn ‌von 10,08 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. ​Für das laufende Jahr ⁠peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa drei bis hin zu vier Prozent ​an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des ⁠Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.Der ‌neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen ⁠im Bereich Kulinarikprodukte und ⁠Snacks fokussieren. 

Versicherer Zurich hebt nach Rekordgewinn Dividende an Gestützt von geringeren Katastrophenschäden und gut laufenden operativen ​Geschäften hat der Versicherer Zurich Insurance Group 2025 mehr verdient. Der ⁠Betriebsgewinn kletterte um 14 Prozent auf den Rekordwert von 8,9 Milliarden Dollar, teilte der Schweizer Versicherungskonzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich stand mit ‌6,8 Milliarden Dollar 17 Prozent mehr Nettogewinn. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Betriebsgewinn von 8,7 Milliarden Dollar und ‌einem Nettogewinn von 6,5 Milliarden ‌Dollar gerechnet.Die Anleger sollen in den Genuss einer höheren Ausschüttung kommen, Zurich will die Dividende um sieben Prozent auf 30 Franken je Titel anheben. ​Europas fünftgrößter Versicherungskonzern bekräftigte seine Mittelfristprognose. „Das Resultat ⁠verdeutlicht, dass wir auf sehr gutem Weg sind, unsere Ziele für 2027 zu erreichen ​oder sogar zu übertreffen und wir bestens positioniert sind, um zukünftige Wachstumschancen zu nutzen“, ⁠erklärte Konzernchef Mario ‌Greco.Für den Zeitraum 2025 bis 2027 peilt Zurich auf bereinigter Basis eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von mehr als 23 Prozent an und will den Gewinn ⁠je Aktie ⁠pro Jahr um mehr als neun Prozent steigern. 2025 betrug der ROE 26,9 ⁠Prozent ​und ⁠der Gewinn je Aktie stieg um ​13 Prozent. In dem dreijährigen Planungszeitraum sollen die ‌verschiedenen Geschäftseinheiten in Summe zudem mehr als 19 Milliarden Dollar Barmittel generieren – die ​Basis für Dividendenzahlungen. 

Neuer Chef von DB Cargo baut fast die Hälfte der Stellen ab Der Chef der seit Jahren kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo, Bernhard Osburg, hat den Abbau von fast der Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland angekündigt. Von den derzeit rund 14.000 Vollzeitstellen hierzulande sollen 6.200 wegfallen, sagte Osburg der Deutschen Presse-Agentur. Das betreffe fast alle Bereiche, etwa Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration sowie Vertrieb und die IT.Vorgängerin mit Umstrukturierung gescheitertDer Stellenabbau ist Teil eines Umstrukturierungsplans, mit dem Osburg das hochdefizitäre Unternehmen wieder in die Spur bringen will. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Noch in diesem Jahr muss DB Cargo infolge eines EU-Beihilfeverfahrens wieder schwarze Zahlen schreiben. Sonst droht das Aus. Das operative Minus belief sich Osburg zufolge im vergangenen Jahr noch auf einen mittleren zweistelligen Betrag.Schon Osburgs Vorgängerin, Sigrid Nikutta, wollte den Konzern neu aufstellen, musste aber gehen, nachdem ihr Sanierungskonzept in einem externen Gutachten durchgefallen war.Osburg betont nun, eine Strategie mit mittelfristiger Ausrichtung bis zum Jahr 2030 vorgelegt zu haben. Die gutachterliche Bestätigung wird für Ende Februar erwartet. In dieser Woche wurden die Beschäftigten sowie der Aufsichtsrat von DB Cargo informiert.