DIHK sieht wachsende Risiken im China-GeschäftDer Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, sagte der dpa, China baue seine Position auf den Weltmärkten in zahlreichen Branchen deutlich aus.
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20.02.2026 13:35 Uhr |

DIHK sieht wachsende Risiken im China-GeschäftDer Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, sagte der dpa, China baue seine Position auf den Weltmärkten in zahlreichen Branchen deutlich aus.
Lamborghini-Chefentwickler wird Technikchef bei Audi Die Volkswagen-Tochtergesellschaft Audi bekommt einen neuen Technikchef. Roven Mohr, bisher bei der Audi-Tochtergesellschaft Lamborghini für die Entwicklung zuständig, übernehme den Posten als Entwicklungsvorstand, teilte Audi am Freitag mit. Er löse am 1. März in dieser Funktion Geoffrey Bouquot ab, der das Unternehmen verlasse. Mohr arbeite seit 18 Jahren im Volkswagen-Konzern und habe zuletzt bei Lamborghini die Hybridisierungsstrategie verantwortet.
IG Metall sieht Verlust von rund 30.000 Stellen in Bayern Die IG Metall warnt vor einem dramatischen Stellenschwund in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Während schon laufende oder angekündigte Abbauprogramme zusammen rund 32.000 Jobs kosten, werden in anderen Betrieben nur 3.000 Jobs aufgebaut. Das ergab eine Erhebung der Gewerkschaft auf Basis von Betriebsräten und Unternehmensangaben zu 547 Betrieben in Bayern.Die Zahlen für die gesamte Branche dürften sogar noch etwas höher sein, sagt der bayerische IG-Metall-Chef Horst Ott. Einerseits liegen nicht für alle der mehr als 1.000 Firmen im Freistaat Informationen vor. Zudem flossen nur Abbauprogramme ein, bei denen es bereits konkrete Zahlen gibt und auch der Abbau von Leiharbeitskräften ist nicht enthalten.Insgesamt bauen 41 Prozent der erfassten Betriebe Stellen ab, in weiteren 9 Prozent sieht die IG Metall das Risiko eines Abbaus. In der Auto- und Zuliefererindustrie ist die Lage dabei besonders dramatisch. Hier bauen 54 Prozent Jobs ab – insgesamt 18.000 – in weiteren 10 Prozent gibt es ein Risiko.
Tesla bringt billigeren Cybertruck auf den Markt Der US-Elektroautohersteller Tesla kappt den Preis für seinen elektrischen Pickup Cybertruck und will so die Nachfrage in den USA steigern. Eine Einstiegsversion wird für knapp 60.000 Dollar angeboten, wie am Freitag aus der Internetseite des Unternehmens hervorgeht. Das Spitzenmodell soll demnach knapp 100.000 Dollar kosten und damit etwa 15.000 Dollar weniger als bislang, weil eine Sonderausstattung für diesen Preis nicht verfügbar war. Tesla leidet unter der Schwäche auf dem US-Elektroautomarkt nach dem Auslaufen von Förderungen im September 2025.
Danone wirbt im Skandal um verunreinigte Babymilch um VertrauenNicht nur Nestlé, sondern auch Danone musste Babymilchprodukte zurückrufen. Die finanziellen Auswirkungen sind laut Konzern bislang aber „nicht wesentlich“. Aus der Bahn wirft der Skandal das Unternehmen jedenfalls nicht. Umsatz und Ergebnis legten im vergangenen Jahr weiter zu. Lesen Sie den ganzen Text von F.A.Z.-Frankreichkorrespondent Niklas Záboji:
China wieder Deutschlands Handelspartner Nummer einsChina hat die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. 2025 summierte sich das Volumen aus Importen und Exporten im Geschäft mit der Volksrepublik auf 251,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Mit der Steigerung um 2,1 Prozent zog China, das schon von 2016 bis 2023 durchgängig Deutschlands wichtigster Handelspartner war, wieder an den Vereinigten Staaten vorbei, die 2024 auf Rang eins lagen.Dem deutschen Handel mit den USA machte im vergangenen Jahr zwar der Zollstreit unter Präsident Donald Trump zu schaffen. Trotz eines Rückgangs um 5 Prozent waren die Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner.Höhere Zölle und die aggressive Handelspolitik von Trump änderten auch nichts daran, dass die USA 2025 wie in den zehn Jahren zuvor wichtigster Einzelmarkt für Waren „Made in Germany“ waren. Deutsche Firmen verkauften Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und damit 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Einbußen (-17,8 Prozent) gab es bei Autos und dazugehörigen Teilen. Auf Rang zwei der wichtigsten deutschen Exportziele lag Frankreich, gefolgt von den Niederlanden. China liegt in dieser Rangliste nur auf Rang sechs.Bei den Einfuhren nach Deutschland dominieren seit 2015 chinesische Produkte: Auch im vergangenen Jahr war China mit Importen im Volumen von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland – vor den Niederlanden und den USA. Auch hier wirkt sich der Zollstreit aus: Nach Einschätzung von Ökonomen leitet China wegen der US-Zölle Waren nach Europa um und damit auch auf den deutschen Markt. US-Erzeuger profitieren hingegen vom leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland um 2,7 Prozent. Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1569,6 Milliarden Euro in alle Welt – vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Dank eines starken Dezembers legten die Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder um 1,0 Prozent zu – und das trotz des Zollstreits mit den USA. Die Importe nach Deutschland wuchsen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 1366,9 Milliarden Euro.
Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat den US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der am Donnerstag bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft BioNTech dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von BioNTech und dessen US-Partner Pfizer.Der Klage zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von BioNTech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 zugelassen.Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der Branche. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen angeblicher Patentverletzungen durch Comirnaty verklagt. Dieses Verfahren läuft noch. Biotech-Firmen fordern in einer Klagewelle Lizenzgebühren für Technologien, die in den umsatzstarken Impfstoffen verwendet werden. Sprecher von Moderna, BioNTech und Pfizer nahmen zunächst nicht Stellung zu der neuen Klage.
Novartis baut wegen Zollpolitik elf Fabriken in den USA Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, am Mittwoch bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump am Donnerstag bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia. Novartis verlautete indes, das Unternehmen ziehe sich aus seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Der Konzern verkaufe seinen Anteil von 70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte Novartis am Freitag mit. Das Käuferkonsortium, zu dem WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. Die Investoren bieten 860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.Der Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte Novartis angekündigt, 23 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
Meta kürzt abermals Aktienoptionen für Mitarbeiter Der Facebook-Mutterkonzern Meta kürzt einem Medienbericht zufolge abermals die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf Prozent reduziert worden, berichtete die „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Bereits im vergangenen Jahr habe der Konzern die aktienbasierten Vergütungen um rund zehn Prozent gekürzt. Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für das Jahr 2026 mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.
Hochtief profitiert vom Bauboom für RechenzentrenDie starke Nachfrage nach Rechenzentren und ein Bauboom im Energiesektor sowie in der Verteidigung haben den Essener Baukonzern Hochtief im abgelaufenen Geschäftsjahr beflügelt. Das Unternehmen hat einen Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro erreicht und mit seinem Konzerngewinn von 789 Millionen Euro die eigenen Jahresziele gleich zweimal übertroffen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Wie das Unternehmen am Donnerstagnachmittag mitteilte, soll eine Dividende von 6,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Größter Anteilseigner an Hochtief ist der spanische Baukonzern ACS, aber Hochtief ist derzeit offenbar für viele weitere Anleger attraktiv: Binnen eines Jahres ist der Aktienkurs von Hochtief um 160 Prozent gestiegen und hat kürzlich ein Rekordhoch von 406 Euro erreicht.
Strabag-Aktionär macht KasseDer steile Kursanstieg des Baukonzerns Strabag zieht Verkaufswillige an. Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat Aktien im Wert von rund 180 Millionen Euro am Markt platziert. In einer Analyse der Erste Group zur Strabag wird auf einen Bloomberg-Artikel verwiesen, nach dem Raiffeisen 2,08 Millionen Anteilscheine zu einem Preis von 86,5 Euro je Aktie angeboten habe. Das entspreche einem Abschlag von über elf Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Mittwoch. „Die Strabag Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt, und wir haben uns entschieden, als Teil unserer laufenden Portfolio- und Risikomanagement-Überlegungen einen geringen Teil unserer Beteiligung zu verkaufen. Ein höherer Streubesitz macht sie für Anleger attraktiver“, argumentiert die Raiffeisen Holding. Allein in den vergangenen 52 Wochen hat der Kurs um 84,82 Prozent zugelegt. Am heutigen Donnerstag fiel er im Zuge der Platzierung allerdings um rund sieben Prozent auf etwa 90 Euro. Mit der Transaktion wird der Streubesitz geringfügig auf 18 Prozent steigen. An dem bestehenden Syndikat zwischen Raiffeisen Holding, Uniqa und der Privatstiftung Haselsteiner ändert sich nach der Platzierung nichts. Angeboten worden seien nur Aktien, die nicht Teil des Syndikats waren, hieß es aus der Raiffeisen.
Kuriose Szene zwischen Altman und Amodei auf KI-GipfelEs war wohl als eine Geste für Einigkeit gedacht: Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte am Donnerstag auf dem KI-Gipfel in Neu Delhi eine Gruppe prominenter Vertreter aus Wirtschaft und Politik um sich versammelt. Und wie er das öfters bei öffentlichen Veranstaltungen tut, nahm er die neben sich stehenden Personen an der Hand und streckte mit ihnen die Arme nach oben. In diesem Fall waren das Sam Altman, der Vorstandschef des ChatGPT-Entwicklers Open AI, und Sundar Pichai, der den Internetkonzern Google führt. Dies wurde der Ausgangspunkt für einen symbolträchtigen Moment, der zwei der größten Konkurrenten in der KI-Szene in erhebliche Verlegenheit brachte. Nach und nach reichten sich auch die anderen Gäste auf der Bühne die Hände und wiederholten Modis Geste, aber nicht Altman und der neben ihm stehende Dario Amodei, der Vorstandschef des Open-AI-Wettbewerbers Anthropic. Während sich überall um die beiden Männer herum die Arme hoben, blickte Altman etwas peinlich berührt nach links, wo Amodei stand. Schließlich streckte er seinen linken Arm allein in die Höhe, Amodei tat kurz danach das Gleiche mit seinem rechten Arm. Und so kam es zum Gegenteil des geplanten Einigkeitsbildes: Es zeigte zwei Männer, die nicht einmal für den kurzen Moment eines Fotos in der Lage sind, sich die Hand zu geben.
Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab Der Bund hat dem Softwareriesen im vergangenen Jahr 481,4 Millionen Euro für seine Produkte und Dienste gezahlt. 2023 waren es 274 Millionen Euro; 2024 waren es knapp 348 Millionen Euro. Ein Ende dieser Entwicklung zeichnet sich bislang kaum ab. Dabei gebe es hierzulande genügend Alternativen.
Stilles und Wasser mit Geschmack treiben GerolsteinerGerolsteiner Brunnen, der nach eigenen Angaben größte deutsche Hersteller von Markenmineralwasser, hat im vergangenen Jahr 3,4 Prozent mehr Getränke verkauft und so seinen Umsatz um 2,7 Prozent auf knapp 349 Millionen Euro gesteigert. Damit ist das Eifeler Unternehmen schneller gewachsen als der Markt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vom Januar ist die Nachfrage nach dem „Naturprodukt Mineralwasser\" im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Liter oder knapp 129 Liter pro Kopf gestiegen, in der Corona-Pandemie war sie kurzzeitig gesunken. Als Wachstumstreiber nennt Gerolsteiner Wasser ohne Kohlensäure und Wasser mit Geschmack. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Bitburger-Unternehmensgruppe und beschäftigt 850 Mitarbeiter.