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19.02.2026
08:13 Uhr
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Berkshire Hathaway steigt bei New York Times ein +++ DB Cargo baut beinah die Hälfte der Stellen ab +++ Versicherer Zurich mit Rekordgewinn +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Weltmarktführer Krones erwartet weniger WachstumDer weltgrößte Abfüllanlagenbauer Krones hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr steigern können, zeigt sich aber angesichts der geopolitischen Spannungen, des schwachen Dollars und der US-Zollpolitik vorsichtiger. Wie das im M-Dax der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz 2025 um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Damit wurde das untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne von sieben bis neun Prozent erreicht. Wechselkurseffekte belasteten nach Angaben von Krones das Umsatzwachstum mit 99 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn vor Anschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich um zwölf Prozent auf 602 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 10,6 Prozent (2024 betrug sie 10,1) in der oberen Hälfte der angepeilten Spanne von 10,2 bis 10,8 Prozent. Der Nettogewinn legte um sieben Prozent auf 299 Millionen Euro zu. Für das laufende Jahr klammert Krones Währungseffekte aus der Umsatzprognose aus und rechnet auf dieser Basis mit einem Wachstum von drei bis fünf Prozent. „Krones ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet“, hieß es in der Mitteilung. Doch gebe es Unwägbarkeiten wie die weltweite Entwicklung der Zölle, Materialengpässe und wacklige Lieferketten. Die operative Umsatzrendite soll sich 2026 trotzdem auf 10,7 bis 11,1 Prozent verbessern. Neben steigenden Umsätzen sollen dazu „eine weiterhin disziplinierte Preisstrategie“ und die Umsetzung von Sparmaßnahmen beitragen. Zum Jahreswechsel hatte Krones Aufträge über 4,19 Milliarden Euro in den Büchern. 2025 kamen neue Aufträge über insgesamt 5,56 Milliarden Euro herein, knapp zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Knorr-Bremse steigert GewinnDer Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat 2025 dank Einsparungen trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr verdient. Für 2026 plant der Vorstandsvorsitzende Marc Llistosella aber wieder mit Wachstum. Der Umsatz solle im laufenden Jahr auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2025 mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt in der oberen Hälfte der Spanne. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht das Management 2026 bei rund 14 Prozent.Beim Ausblick stützt sich die Unternehmensführung auf den Auftragseingang, der 2025 um 2,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro zulegte. Dabei glichen gestiegene Bestellungen im Bahngeschäft die rückläufige Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft mehr als aus.Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Dies entspricht auch den Erwartungen von Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis stieg indessen um 5,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Unter dem Strich stand ein um ein Fünftel gestiegener Gewinn von gut 574 Millionen Euro.
Nestlé schrumpft und baut Konzern umEin schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben dem Nahrungsmittelriesen 2025 abermals einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9,0 Milliarden Franken, ein Minus von 17 Prozent. Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Nettogewinn von 10,08 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa drei bis hin zu vier Prozent an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.Der neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks fokussieren.
Versicherer Zurich hebt nach Rekordgewinn Dividende an Gestützt von geringeren Katastrophenschäden und gut laufenden operativen Geschäften hat der Versicherer Zurich Insurance Group 2025 mehr verdient. Der Betriebsgewinn kletterte um 14 Prozent auf den Rekordwert von 8,9 Milliarden Dollar, teilte der Schweizer Versicherungskonzern am Donnerstag mit. Unter dem Strich stand mit 6,8 Milliarden Dollar 17 Prozent mehr Nettogewinn. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Betriebsgewinn von 8,7 Milliarden Dollar und einem Nettogewinn von 6,5 Milliarden Dollar gerechnet.Die Anleger sollen in den Genuss einer höheren Ausschüttung kommen, Zurich will die Dividende um sieben Prozent auf 30 Franken je Titel anheben. Europas fünftgrößter Versicherungskonzern bekräftigte seine Mittelfristprognose. „Das Resultat verdeutlicht, dass wir auf sehr gutem Weg sind, unsere Ziele für 2027 zu erreichen oder sogar zu übertreffen und wir bestens positioniert sind, um zukünftige Wachstumschancen zu nutzen“, erklärte Konzernchef Mario Greco.Für den Zeitraum 2025 bis 2027 peilt Zurich auf bereinigter Basis eine Eigenkapitalverzinsung (ROE) von mehr als 23 Prozent an und will den Gewinn je Aktie pro Jahr um mehr als neun Prozent steigern. 2025 betrug der ROE 26,9 Prozent und der Gewinn je Aktie stieg um 13 Prozent. In dem dreijährigen Planungszeitraum sollen die verschiedenen Geschäftseinheiten in Summe zudem mehr als 19 Milliarden Dollar Barmittel generieren – die Basis für Dividendenzahlungen.
Neuer Chef von DB Cargo baut fast die Hälfte der Stellen ab Der Chef der seit Jahren kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo, Bernhard Osburg, hat den Abbau von fast der Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland angekündigt. Von den derzeit rund 14.000 Vollzeitstellen hierzulande sollen 6.200 wegfallen, sagte Osburg der Deutschen Presse-Agentur. Das betreffe fast alle Bereiche, etwa Fahrbetrieb, Disposition, Planung, Administration sowie Vertrieb und die IT.Vorgängerin mit Umstrukturierung gescheitertDer Stellenabbau ist Teil eines Umstrukturierungsplans, mit dem Osburg das hochdefizitäre Unternehmen wieder in die Spur bringen will. Viel Zeit bleibt ihm nicht. Noch in diesem Jahr muss DB Cargo infolge eines EU-Beihilfeverfahrens wieder schwarze Zahlen schreiben. Sonst droht das Aus. Das operative Minus belief sich Osburg zufolge im vergangenen Jahr noch auf einen mittleren zweistelligen Betrag.Schon Osburgs Vorgängerin, Sigrid Nikutta, wollte den Konzern neu aufstellen, musste aber gehen, nachdem ihr Sanierungskonzept in einem externen Gutachten durchgefallen war.Osburg betont nun, eine Strategie mit mittelfristiger Ausrichtung bis zum Jahr 2030 vorgelegt zu haben. Die gutachterliche Bestätigung wird für Ende Februar erwartet. In dieser Woche wurden die Beschäftigten sowie der Aufsichtsrat von DB Cargo informiert.
Brauerei Eichbaum streicht fast jede dritte StelleDie angeschlagene Mannheimer Brauerei Eichbaum wird in den kommenden Monaten fast jede dritte Stelle streichen. Die Zahl der Mitarbeiter soll von derzeit 290 auf unter 200 sinken, berichtet der Mannheimer Morgen nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung. Die Kündigungen könnten schon in der kommenden Woche ausgesprochen werden. Der Schritt sei schmerzhaft, aber die einzige Chance, den Rest der Brauerei zu retten, zitiert das Blatt das Management. Eichbaum sucht offenbar Investoren, die Interesse an einer Übernahme der Brauerei haben, aber auch dafür sei eine Verschlankung notwendig.Eichbaum leidet schon länger an einer zu geringen Auslastung. Im Herbst musste die Mannheimer Brauerei Insolvenz anmelden. Kurz zuvor hatte das Unternehmen noch versucht, sich über den Verkauf der Malzbiermarke Karamalz samt Produktion an Veltins etwas Luft zu verschaffen, doch der daraus erzielte Erlös konnte die finanzielle Lage offenbar nicht ausreichend stabilisieren. Anfang Januar ist das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Die Mitarbeiter hoffen auf eine erfolgreiche Sanierung.
Rheinmetall darf Blohm+Voss und NVL übernehmen Rheinmetall darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werften-Gruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.„Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor“, teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.Mit der Übernahme will sich Rheinmetall breiter aufstellen und den Marine-Schiffbau als zusätzliches Geschäftsfeld erschließen. Der Konzern baut bisher keine eigenen Schiffe, macht aber Geschäfte mit der Marine, etwa mit Schiffsgeschützen und mit Lasermodulen. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über den Kaufpreis.
Deutscher Flugverkehr bleibt hinter Vor-Corona-Zahlen zurück219,6 Millionen Passagiere sind im vergangenen Jahr an deutschen Flughäfen ein-, aus- oder umgestiegen. Das waren 3,6 Prozent mehr als 2024, aber 11,5 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019, als 248,1 Millionen Passagiere gezählt wurden. Das teilte der Luftfahrtverband BDL am Mittwoch mit. Im Rest Europas übersteigt das Platzangebot auf Flügen die Vorkrisenwerte um acht Prozent. „Während in Europa so viel geflogen wird wie nie zuvor, bleibt Deutschland weiter abgekoppelt vom Luftfahrt-Boom“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.Der Urlaubsflugverkehr von Deutschland aus mit Ferienfliegern wie Condor, Tuifly, Eurowings und Sun Express überstieg das Vor-Corona-Niveau um ein Drittel, das Inlandsflugangebot hat sich halbiert. Bei - nicht über Drehkreuze führenden - Direktverbindungen zu Städten im europäischen Ausland bleibt ein Minus von 18 Prozent gegenüber 2019. Dieses Marktsegment, in dem Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizzair stark sind, übertraf im Rest Europas frühere Werte um 31 Prozent. Als Hauptursache macht der BDL hohe Standortkosten in Deutschland aus. „Unter diesen Bedingungen gelingt es dem deutschen Luftverkehr nicht, schneller zu wachsen als der europäische Durchschnitt – das wäre aber notwendig, um die Lücke zu schließen“, sagte Dr. Lang. Die angekündigte Senkung der Luftverkehrsteuer genüge nicht für eine Belebung, es müssten „weitere Schritte folgen“. Der Zollstreit mit den USA hat den Luftfrachtverkehr 2025 angetrieben. 4,86 Millionen Tonnen wurden an hiesigen Airports umgeschlagen - ein Plus sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber 2019. Treiber dieser Entwicklung seien vor allem temporäre Nachfragespitzen infolge der US-Zollpolitik gewesen, teilte der BDL mit. „Parallel zur Androhung neuer Zollschranken füllten Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks kurzfristig ihre Lagerflächen mit Vorprodukten und Ersatzteilen.\"
Buffett steigt bei New York Times einWarren Buffetts Holding Berkshire Hathaway hat im vierten Quartal ihre Beteiligung am Online-Handelsriesen Amazon um mehr als 75% reduziert und gleichzeitig erstmals Aktien der New York Times Co. erworben – Buffetts letzte neue Investition als CEO des Konglomerats.Der in Omaha, Nebraska ansässige Konzern hat in den drei Monaten bis Dezember 5,1 Millionen Aktien des Medienunternehmens gekauft, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht hervorgeht. Die Beteiligung hatte zum Jahresende einen Wert von 351,7 Millionen Dollar. Die Aktien der New York Times Co. legten im nachbörslichen New Yorker Handel um mehr als 10% zu.An Amazon hatte sich Berkshire erstmals 2019 beteiligt. Buffett erklärte damals, dass er trotz seiner bisherigen Zurückhaltung gegenüber Technologiewerten „ein Idiot gewesen sei, nicht früher“ Aktien des Onlinehandelsriesen gekauft zu haben. Aktuell hält Berkshire noch rund 2,3 Millionen Amazon-Aktien.Ebenfalls im vierten Quartal hat Berkshire seine Beteiligungen an der Bank of America und an Apple weiter reduziert, auf 7,1% beziehungsweise 1,5%. Buffett hatte 2024 damit begonnen, diese Positionen zu stutzen. Erhöht hat Berkshire Hathaway im Berichtszeitraum die Anteile am Ölproduzenten Chevron sowie am Versicherer Chubb, und zwar auf 6,5% beziehungsweise 8,7%.
Der Bayer-Konzern schließt im Glyphosat-Streit einen weiteren Milliardenvergleich und setzt darauf, damit auch weitere Klagen aus der Welt zu schaffen. Die Börse reagiert erleichtert, berichtet F.A.Z.-Korrespondent Roland Lindner aus New York:
Ergo baut 1000 Arbeitsplätze abDer Erstversicherer der Munich-Re-Gruppe, die Ergo, will bis zum Jahr 2030 rund 1000 der derzeit 15.000 Stellen in Deutschland einsparen. Das bestätigte ein Ergo-Sprecher am Dienstag. Das „Handelsblatt“ hatte zuvor darüber berichtet. Der Abbau von 200 Stellen im Jahr in Deutschland erfolgt ohne betriebsbedingte Kündigungen, so wie es der neue Vorstandsvorsitzende der Munich Re, Christoph Jurecka, vor wenigen Wochen angekündigt hatte. Einem Ergo-Sprecher zufolge sollen Fluktuation und Abgänge in die Rente, Altersteilzeit und Abfindungen genutzt werden. In der Ergo, nach der Allianz der zweitgrößte Erstversicherer in Deutschland, sollen in diesem und im nächsten Jahr rund 500 Mitarbeiter in einer sogenannten Reskilling Academy umgeschult werden, weil deren Aufgaben wegen der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) wegfallen. Vor allem die KI-Möglichkeiten sorgen in der Ergo für eine technologische Umwälzung. Durch den verstärkten KI-Einsatz sollen Effizienzpotentiale gehoben werden. Die KI werde einfache und standardisierte Aufgaben übernehmen, sagte der Ergo-Sprecher. Insgesamt beschäftigt die Ergo rund 28.000 Mitarbeiter. Die Munich Re, einer der größten Rückversicherer der Welt, hatte auf dem Kapitalmarkttag im Dezember angekündigt, in diesem Jahr Kosten in Höhe von 200 Millionen Euro einsparen zu wollen. Bis zum Jahr 2030 sollen die jährlichen Einsparungen 600 Millionen Euro ausmachen, um damit den inflationsbedingten Kostenanstieg abzufedern. In der Rückversicherung setzt die Munich Re auf natürliche Abgänge. „Wird eine Stelle frei, dann überlegen wir, ob wir sie in München, woanders oder gar nicht nachbesetzen“, hatte Jurecka Mitte Januar auf dem Neujahrsempfang gegenüber Journalisten gesagt.
Nicht viele Menschen bringen solche Akrobatik zustande. Salti vorwärts und rückwärts, komplexe Kungfu-Sprünge und sogar Kampfsport-Einlagen mit zwei Meter langen Stangen, über die dann echte lebendige Kinder sprangen. Die Bewegungen der humanoiden Roboter erinnerten an die Kampf-Szenen aus asiatischen Action-Filmen, berichtet F.A.Z.-Korrespondent Gustav Theile aus China.Die Gala des Staatsfernsehens zum chinesischen Neujahrsfest wurde auch in diesem Jahr wieder zu einer Demonstration technischer Errungenschaften und Leistungsfähigkeit. Die Fortschritte der humanoiden Roboter waren unübersehbar. Vor einem Jahr fuchtelten die Roboter aus dem Hause Unitree auf der Gala noch unbeholfen mit ihren Armen, jetzt zeigten sich echte Akrobatik in unmittelbarer Nähe zu Kindern. Roboter von Noetix, einem Pekinger Start-up, traten in einem Sketch auf und sahen Schauspielern auf der Bühne zum Verwechseln ähnlich. Roboter von Magiclab tanzten während eines Liedes namens „We are made in China“. Die Neujahrsgala erreicht den Großteil der chinesischen Bevölkerung, zählt damit zu den meistgesehenen Fernsehsendungen der Welt und ist für viele Unternehmen eine wichtige Werbebühne, gerade auch für die Gunst von Beamten.Chinas humanoide Roboter haben sich mit ihren Auftritten ins Herz der Bevölkerung und der Pekinger Industriepolitik getanzt. Dutzende Start-ups im ganzen Land entwickeln humanoide Roboter, darunter auch Autohersteller wie Xpeng. Bisher dienen die Roboter vor allem der Unterhaltung und treten auf Messen und anderen Veranstaltungen auf oder grüßen in Foyers von Unternehmen. Viele Unternehmen loten aber aus, wie Roboter in Fabriken die Produktivität steigern können. Als größte technische Hürde gilt neben der Feinfühligkeit der Hände derzeit die Wahrnehmung der Welt und ihre Interpretation mithilfe von Künstlicher Intelligenz.Klar ist, dass China aktuell die Nase vorn hat. Marktforscher schätzen die Zahl der verkauften humanoiden Roboter im vergangenen Jahr auf 13.000 bis 16.000. 80 bis 90 Prozent davon sind „Made in China“.
Übernahmekampf: Warner spricht noch einmal mit ParamountIn den seit Monaten dauernden Bieterkampf um den Unterhaltungskonzern Warner Bros. Discovery kommt Bewegung, berichtet F.A.Z.-Korrespondent Roland Lindner. Warner kündigte an, noch einmal Gespräche mit dem Wettbewerber Paramount Skydance zu führen, um dessen „bestes und endgültiges Angebot“ einzuholen. Damit geht der Konzern nun einen Schritt auf Paramount zu. Anfang Dezember hatte Warner seinen Verkauf an den Streamingdienst Netflix für 72,0 Milliarden Dollar oder 27,75 Dollar je Aktie verkündet. Wenige Tage später funkte Paramount mit einem feindlichen Übernahmeangebot in Höhe von 77,9 Milliarden Dollar oder 30 Dollar je Aktie dazwischen. Die Angebote sind nicht völlig vergleichbar. Paramount will Warner vollständig kaufen, Netflix nur den größeren Teil wie das Filmstudio Warner Bros. und den Streamingdienst HBO Max, nicht aber eine Gruppe von Fernsehsendern. Sowohl Netflix als auch Paramount haben in der Zwischenzeit einige Konditionen in ihren Offerten nachgebessert, ohne aber den Preis an sich zu erhöhen. Warner teilte jetzt mit, ein Vertreter von Paramount habe „mündlich“ Bereitschaft signalisiert, das Angebot auf 31 Dollar oder mehr zu erhöhen. Von den nun angestoßenen Gesprächen erhofft sich das Unternehmen nach eigenen Angaben Klarheit darüber. Warner teilte aber auch mit, sich der Kaufvereinbarung mit Netflix weiter „voll verpflichtet“ zu fühlen, der Verwaltungsrat empfehle den Aktionären „einstimmig“, für diese Transaktion zu stimmen. Diese Abstimmung ist für den 20. März angesetzt.
Piloten stoßen weitere Streik-Urabstimmung im Lufthansa-Konzern anIm Lufthansa-Konzern drohen nach den Ausständen von Piloten und Flugbegleitern in der vergangenen Woche Streiks in einem weiteren Konflikt. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) teilte am Dienstag mit, dass die Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag für Piloten der Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline gescheitert seien. Die Tarifkommission habe beantragt, eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf einzuleiten. Wie schon zu den übrigen Konflikten im Konzern hieß es auch diesmal von Gewerkschaftsseite, dass bis zuletzt kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite vorgelegen habe. „Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf, dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden müsse“, sagte VC-Verhandlungsführerin Tanja Viehl.Der Konflikt bei Lufthansa Cityline ist speziell, da das Ende dieser Betriebseinheit so gut wie besiegelt ist. Der Konzern hat schon die neue fast namensgleiche Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines geschaffen, die mit niedrigeren Betriebskosten arbeiten soll. Ein Grund für die Ausstände in der vergangenen Woche war zudem, dass die Flugbegleitergewerkschaft UFO ihrer Forderung nach einen tariflichen Sozialplan für bisheriges Cityline-Personal Nachdruck verleihen wollte. Die VC erklärte nun, selbst wenn der Konzern unternehmerische Entscheidungen über einzelne Flugbetriebe treffe, entbinde ihn dies nicht von der Verantwortung, laufende Tarifverhandlungen ernsthaft und konstruktiv zu führen. Am vergangenen Donnerstag waren wegen Ausstände rund 800 Flüge ausgefallen. Piloten der Lufthansa-Kernmarke und der Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo hatten für ihre Forderung nach höheren Arbeitgebereinzahlungen in die Betriebsrentenkasse gestreikt. UFO hatte parallel zum Warnstreik wegen des Konflikts über Arbeitzeit- und Urlaubsregelungen im Manteltarifvertrag der Kernmarke sowie wegen der Sozialplanforderung bei Cityline aufgerufen.