FAZ 02.12.2025
10:48 Uhr

Bronzestatue in Berlin: Aktivisten stellen Walter-Lübcke-Statue vor CDU-Parteizentrale auf


Als „letzten Helden der CDU“ bezeichnen Aktivisten den ermordeten Walter Lübcke. Nun steht eine Statue des Mannes direkt vor der CDU-Parteizentrale.

Bronzestatue in Berlin: Aktivisten stellen Walter-Lübcke-Statue vor CDU-Parteizentrale auf

Vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin haben Aktivisten eine bronzene Statue des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke aufgestellt. „Die CDU darf diejenigen, die sich dem Rechtsextremismus in den Weg gestellt haben, nicht vergessen“, hieß es in einem Video der Organisation Zentrum für Politische Schönheit“. „Wir müssen die Brandmauer der CDU neu errichten. Mit dem Andenken an Walter Lübcke“. Deshalb habe man die Erinnerung „an den letzten Helden der CDU in Bronze gegossen“ und vor die CDU-Bundeszentrale gestellt. Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf seiner Terrasse im nordhessischen Wolfhagen-Istha von dem Rechtsextremisten Stephan E. ermordet worden, weil dieser Lübckes liberale Haltung in der Flüchtlingspolitik ablehnte. Der Täter verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er soll auch die AfD im Wahlkampf unterstützt haben. Man wolle einen „Walter-Lübcke-Memorialpark“ bauen, erklärten die Initiatoren weiter. In einem zweiten Schritt wolle man eine anliegende Straße in „Walter-Lübcke-Straße“ umbenennen. Sie werde zum Mahnmal für den Schulterschluss von „Konservativen und Faschisten“. „Wir bringen das Andenken an Walter Lübcke dorthin, wo es am dringendsten gebraucht wird.“ Walter Lübcke passe jetzt auf die CDU auf. Die Bauarbeiten im Sicherheitsbereich des Konrad-Adenauer-Hauses seien bereits abgeschlossen, und die Gedenkstätte könne jetzt besichtigt werden, sagte Stefan Pelzer vom Zentrum für Politische Schönheit. „Wir haben Fundamente eingebracht und den Walter-Lübcke-Memorial Park vor den Augen von CDU und Polizei gebaut. Sie haben davon leider nichts mitbekommen.“ Laut Pelzer soll das Bezirksamt Berlin-Mitte das Projekt für zunächst ein Jahr genehmigt haben. Eine entsprechende Anfrage beim Bezirksamt wurde bisher nicht beantwortet.