Ein Manager-Klub ist Werder nie gewesen. Rehhagel, Schaaf, Kohfeldt, Werner – in Bremen haben machtvolle Trainer für Glanz gesorgt, nicht machtvolle Manager. Natürlich waren Willi Lemke und Klaus Allofs unverzichtbare Sidekicks – Frank Baumann aber schon weniger. Und Clemens Fritz gar nicht. Der Geschäftsführer Sport setzte am Sonntag Horst Steffen vor die Tür. Steffen hatte im Sommer nichts vom Manager gefordert, er war zufrieden mit dem Kader. Obwohl Fritz ihm wenig Passendes geliefert hat, dafür Unpassendes, Stichwort: Victor Boniface. Jetzt ist der eine, Steffen, darüber gestolpert, dass er auf seiner ersten Bundesligastation zu bescheiden war – während der andere, Fritz, bleiben darf, obwohl er die Bescheidenheit hätte entlarven und von sich aus tätig werden müssen. Deswegen wird man das Gefühl nicht los, dass bei Werder, dem Trainer-Klub, eher ein anderer hätte gehen sollen als der Trainer. Das sehen jedenfalls viele Fans so. Sie haben eine Petition gestartet um Fritz zu stürzen: „Genug ist genug!“ Ein Manager-Klub sein, das wäre das eine. Ein Manager-Klub mit dem starken Clemens Fritz im Zentrum ist bei ihnen Stoff für Albträume.
