Nach dem Fund einer toten Rehapatientin in einem Brandenburger Wald ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt an der Oder gegen die Klinik. Gegen „unbekannte Mitarbeiter“ der Einrichtung sei ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Freitag und bestätigte damit einen Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Die 91-Jährige war Patientin in der Klinik in Buckow nahe Berlin und wurde am 13. Dezember 2025 tot in einem Wald unweit der Einrichtung gefunden. Laut RBB war sie erfroren. Die Ermittlungen wurden laut Staatsanwaltschaft eingeleitet, weil die Frau am 30. November zuletzt in der Klinik gesehen worden war, ihr Verschwinden aber offenbar erst am 5. Dezember auffiel. Erst an jenem Tag seien die Angehörigen darüber informiert worden, dass die 91-Jährige vermisst werde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut RBB hatte sich die 91-Jährige nach einer Brustoperation in der Klinik aufgehalten. In einem Telefonat am 29. November habe sie sich optimistisch gezeigt und sich wohlgefühlt, zitierte der Sender die Tochter der Frau. In der Klinik habe offenbar mehrere Tage niemand bemerkt, dass sie nicht an den Mahlzeiten und Behandlungen teilgenommen habe. Erst ab dem 5. Dezember sei sie gesucht worden, unter anderem mit Spürhunden. Die Leitung der Klinik äußerte sich auf RBB-Anfrage nicht zu den Vorwürfen. Man werde „eng und transparent“ mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten, hieß es gegenüber dem Sender lediglich. Alle angeforderten Unterlagen seien vollständig zur Verfügung gestellt worden.
