Die am Dienstag in Hanau gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist gestern wie geplant gesprengt worden. Es gab keine Verletzten, aber die Schäden an nahen Wohnhäusern sind schwerer ausgefallen als von den Kampfmittelräumern ohnehin befürchtet. Laut Stadt müssen 58 Mieter von Wohnblöcken unmittelbar am Fundort der Bombe vorerst in anderen Unterkünften einquartiert werden. Nach Angaben der Hanauer Feuerwehr war zuvor die Sicherheitszone im Umkreis von 1000 Metern um den Fundort „ohne Probleme“ geräumt worden. Rund 4500 Menschen leben in diesem Gebiet. Gesprengt wurde die Bombe wie geplant um 12 Uhr. Allerdings zeigte sich, dass es sich nicht – wie erst wegen Bauart und Kennzeichnung vermutet – um eine Brandbombe, sondern eine Sprengbombe handelte. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Darmstadt waren offenbar in den letzten Kriegstagen Brandbomben nicht mit Flammmittel, sondern mit Sprengstoff befüllt worden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley (CDU) werden derzeit die Schäden aufgenommen, auch zwei Statiker kontrollierten rund um den Fundort die Schäden an Gebäuden. Daher werde man erst in einigen Tagen genauere Angaben zur Höhe des Schadens machen können.
