Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen hat die Polizei die Filiale durchsucht, um Datenträger und Kundendaten zu sichern. Das teilte die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstagnachmittag mit. Grundlage war ein gerichtlicher Beschluss auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen. Es gehe dabei nicht um einen Verdacht gegen die Sparkasse oder einzelne Mitarbeiter, stellte ein Polizeisprecher klar. „Wir haben keinen Verdacht gegen irgendwen.“ Es gehe darum, sich so schnell wie möglich einen objektiven Überblick zu verschaffen. Zu dem Millionen-Coup ermittelt eine Besondere Aufbauorganisation der Polizei. Die Täter sind weiter auf der Flucht. Bei dem Einbruch waren mehr als 3.000 Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale ausgeraubt worden. Der Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein. Die Ermittler hatten Überwachungsbilder der beiden Fluchtfahrzeuge mit gefälschten Kennzeichen veröffentlicht. Darauf sind auch drei vermummte Männer zu sehen. Ein 27-jähriger Zeuge fand inzwischen zwei gefälschte Kennzeichen in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs.
